#sport (56)

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England – Deutschland


Vergesst Astro-TV, denn eure Lieblingswebseite eayz.net hat keine Kosten & Mühen gescheut und präsentiert euch hiermit exklusiv, mehrere Stunden vorm Anpfiff, das Endergenis des heutigen Länderspiels. So bin ich mit meiner digitalen deutschen Nationalmannschaft nach London ins Wembley Stadion gereist, um dort gegen die Engländer anzutreten. Diese – auch bei den großen Clubs – akzeptierte und häufig angewendete Vorbestimmung prophezeit uns folgenden Spielverlauf: 0:1 (4. Minute) Unsere Elf geht schnellstmöglich in Führung, 0:2 (10.), 1:2 (27.) Die Engländer wollen sich so nicht in die Kabine verabschieden, 1:3 (45.) Eigentor kurz vor der Halbzeit, 1:4 (47.), 1:5 (49.) historischer Zwischenstand, 1:6 (59.), 2:6 (65.), 3:6 (77.), 3:7 (81.), 4:7 (83.) und schließlich 4:8 (88.). Deutschland gewinnt 8:4.

Update: Okay, 8:4 hat nicht ganz gestimmt. Hoffentlich klappt sowas demnächst mit Fifa 08 besser. Immerhin hatte ich zumindest mit meinem Realtipp in den Kommentaren recht.

American Football!

Am Samstag zum ersten Mal ein Football-Spiel ohne Fernseher dazwischen angesehen: Die Cologne Centurions gegen Rhein Fire im Müngersdorfer Stadion RheinEnergieStadion also known as Colosseum zu Köln. Wie’s mir gefallen hat? Sehr gut. Schon alleine die Pre-Game-Show mit kämpfenden Maskottchen (die auch mal gerne Cheerleader entführen), einer Motocross-Freestyle-Show, Elton und den singenden RTL-Autohändlern Jörg und Dragan war schon gut, aber nachdem die Centurions sich nach einer äußerst schwachen ersten Halbzeit wieder zurückgekämpft hatten, bekam man zudem ein spannendes Footballspiel geboten. Ich denke, wenn mehr Leute vom Eventfaktor eines solchen Spiels wüssten, wären die Stadien auch regelmäßig gefüllt – die NFL Europa hat ja derzeit ein kleines Zuschauerproblem. Mich hat’s jedenfalls überzeugt; mein Fazit: Wird wiederholt. (World Bowl XV in Frankfurt anyone?)

Der Traum ist Real

Eben im Sneak Preview Goal II gesehen, ohne den Vorgänger zu kennen. Egal, es geht um Fußball und einen talentierten Jungen aus armen Verhältnissen, der nun bei den größten Clubs der Welt mitmischen darf.1 Endlich ist auch mal die deutsche Tagline besser als das Original: „Der Traum ist real“ anstatt „Living the Dream“. Warum? Klar, weil der gute Mann in diesem Film zu Real Madrid wechselt und nun Seite an Seite mit David Beckham, Roberto Carlos, Raúl & Co. spielen darf. Genau das ist auch die absolute Stärke des Films: dutzende Auftritte diverser Fußballstars und der Hauptcharakter mitten drin. Kommt gut. Quasi sowas wie ein moderner, europäischer Rocky, dieser fiktive Santiago Munez. Ja, jeder der etwas Fußball-interessiert ist, wird diesen Film mögen – kein großes Kino, aber gut. Ich mache mich jedenfalls auf den Weg zur DVDthek und hole Goal 1 und Goal 3 kommt dann nächstes Jahr dran.

  1. Wer Goal II im Kino sehen will, muss übrigens noch bis zum 31. Mai warten. []

Let’s kick some ice!

Waren eben in Blades of Glory, die Eisprinzen, dem neuen Film von Will Ferrell und Jon Heder. Story: Die zwei Eiskunstlaufprofis Chazz Michael Michaels (Ferrell), der sexsüchtige Rockstar unter den Eiskunstläufern, und Jimmy MacElroy (Heder), der hochgezüchtete Sonderling, werden, nachdem sie sich um eine Goldmedaille geschlagen haben, auf Lebenszeit vom Eiskunstlauf der Männer disqualifiziert. Nach Jahren treffen sie wieder aufeinander und beschliessen (eher weniger freiwillig) als erstes männliches Doppel auf die Eisfläche zurückzukehren. Und das ist – wie sollte es anders sein? – ziemlich amüsant. Vor allem weil hier zwei schrullige, total gegen- sätzliche Charaktere aufeinander treffen, die eigentlich nur der gemeinsame Sport verbindet: Auf der einen Seite der saufende, schwanzgesteuerte Michaels, auf der anderen Seite das verschüchterte Prinzesschen MacElroy. Und wie’s halt so ist, schläft die Konkurrenz nicht und legt den beiden natürlich Steine in den Weg. Von mir gibt’s definitiv eine Empfehlung, denn wer Will Ferrell und Filme wie Ricky Bobby und Dodgeball mag, der wird auch mit den zwei Eisprinzen 93 Minuten lang viel Spaß haben.

Chazz Michael Michaels and Jimmy MacElroy are figure skating!

Mir san a bayrische Band

Ich war ja übers Wochenende in München und „wenn man mal für knapp zwei Tage München erkunden kann“, dachte sich mein Köper, „dann kann man doch auch krank werden. Mit Fieber und so. Das wird ihn upfucken, den Eay.“ So ist er also zu mir, mein Körper. Nun ja, ich lag tatsächlich am Samstag flach im Hotelzimmer und konnte es selbst kaum glauben. Dennoch: Am Freitag war ich fit und konnte mir die Allianz Arena ansehen…

Und ja, ich muss es zugeben, die Bayern haben sich dort mitten ins Nirgendwo ein schönes Stadion gesetzt. Fußball gucken par excellence. Am Freitag spielten jedoch der 1. FC Köln und 1860 München: beide Mannschaften schwach und Torchancen waren nie Eigenwerk. Schließlich gewannen die Löwen, was ein paar Dutzend Kölner Fans jedoch nicht den Tag vertrübte, so dass sie den Weg vom Stadion zur Bahn mit „Nie mehr 2. Liga!“- und „Wir sind nur ein Karnevalsverein!„-Gesängen untermalten, was die Löwen-Fans offensichtlich nicht verstehen konnten: neben mir hörte ich einen 60er-Fan auf tiefstem Bayrisch einen anderen fragen, warum die FC-Anhänger immer noch singen, worauf dieser auf ebenso tiefstem Bayrisch mit „Du weisst schon: Jeder Jeck is anders“ antwortete. Schön.