#social web

Matt Mullenweg, name giver and CEO of Automattic, the company behind WordPress and Tumblr, announced in some Twitter replies (1, 2), that Tumblr will support the ActivityPub protocol as soon as possible. This will add quantities of tumblelogs to the fediverse and therefore make them compatible with Mastodon. Great news for an post-Twitter era!

That’s super interesting, because we’re hoping for some major services to become interoperable for some time now: In 2017 we thought that this would weaken facebook.com’s dominance, but now it’s Twitter we are trying to avoid.

Tumblr will bring several million blogs and users to the fediverse, much more than Mastodon’s own usage. It remains to be seen how Tumblr will extend and promote it’s interoperability in the future, e.g. if it’s possible to follow other, non-Tumblr, but ActivityPub-compatible content from within Tumblr.

Twitter has 330 million monthly active users and 166 million daily active users.

Elon Musk had 117 million followers, when he started a poll to ask if Donald Trump’s account should be reinstated. He claimed that 134 million people saw this poll.

But only 15 million users voted in the poll, which they didn’t know was coming. That’s only 4,5% of all Twitter users, only 12,8% of Musks followers and only 11,2% of all people who saw this.

“The people have spoken.”

Ich wurde die letzten Tage mehrfach gefragt, wie ich meine eigene Mastodon-Instanz eay.social betreibe. Mache das über den Mastodon-Hosting-Anbieter Masto.host. Klar, das würde auch selbstgehostet(er) gehen, aber dass ich mich nicht auch noch hiermit beschäftigen muss, ist mir die 6$/Monat wert (vor allem wenn man bedenkt, dass Musks Twitter Blue/Checkmark-Subscription demnächst 8$/Monat kosten wird). eay.social powered by Masto.host läuft jedenfalls zuverlässig seit August 2018.

Wir Content-Maschinen

Content ist nicht mehr ein aus sich heraus funktionierender Inhalt, der über ein bestimmtes Medium an einen Empfänger kommuniziert wird, sondern das Schaffen der Möglichkeit, irgendetwas zu produzieren, das Publikum anhäuft und somit verkaufbar wird.

[Die Welt, in der wir leben,] ist von einer ihr innewohnenden Langeweile geprägt, vom ewigen Warten auf das „next big thing“ – sei es ein Buch, ein Musikstück, ein Gemälde, Sounds, Games, Pixel Art, ein neuer Film… Aber es kommt nichts. Stattdessen wird der immer und immer wieder selbe Müll neu produziert, frisch angestrichen und verkauft.

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Elon Musk kauft Twitter für 44 Milliarden Dollar

Der Hightech-Unternehmer Elon Musk kauft den Kurznachrichtendienst Twitter für rund 44 Milliarden Dollar (knapp 41 Milliarden Euro) auf. Wie das Internet-Unternehmen mitteilte, wird Musk 54,20 Dollar pro Aktie zahlen. Vergangene Woche hatte der Verwaltungsrat von Twitter noch versucht, eine Übernahme durch den reichsten Menschen der Welt zu verhindern. Jetzt liegt es an den Aktionären des Unternehmens, ob sie das Angebot annehmen.

Nun also doch. Musk beabsichtigt Twitter zu einer „globalen Plattform für Redefreiheit“ zu machen, auf der sich Body Shaming eines Milliardärs mal eben an Liebesgeständnisse für die ganze Menschheit reiht, bevor man dann nochmal klarstellt, dass man hofft, dass auch die größten (er schreibt „schlimmsten“) eigenen Kritiker weiterhin auf Twitter bleiben, weil genau das ja Redefreiheit sei.

Die Twitter-Bubble überschlägt sich gerade wegen dieser News. Mastodon verzeichnet so viele gleichzeitige User wie noch nie. Trumpisten und ähnliche Truppen feiern den neuen, radikalen Free-Speech-Ansatz, der Rest sorgt sich wegen der Machtkonzentration und will vor Schreck schon seine Teslas zurückgeben.

Genau genommen ändert sich aber vermutlich nichts. Ein privatisiertes Twitter unter Musk dürfte 1. dessen Red Pill aufgezwungen bekommen, was Redefreiheit und Zensur angeht und 2. wieder innovativer werden, was das eigentlich Kernprodukt angeht. Letzteres ist gut, ersteres nicht so sehr.

Was ich aber nicht verstehe: Die selben Leute, die sich heute lautstark beschweren, nutzen Twitter seit jeher ohne Unterlass, während sie offene und dezentrale Alternativen belächeln, ignorieren und – am schlimmsten – nicht nutzen. Mit Micro.blog und Mastodon gibt es längst voll funktionale Microblogging-Konkurrenz mit lebhaften und oft freundlicheren Communities, auch wenn die natürlich ohne die Marktmacht von Twitter daherkommen.

Spannend bleibt, was aus Bluesky werden wird, dem von Twitter initiierten Projekt, ein dezentrales Protokoll für die nächste Generation von Twitter zu erarbeiten. Während Musks Werte hierfür vermutlich nicht schlecht sind, ist der hohe Kaufpreis natürlich ein Problem. Irgendjemand und Musk wollen schließlich ihr Geld (und mehr) zurück.

Immerhin: meine wenigen Twitter-Aktien werde ich jetzt wohl mit einem Plus von rund 25% veräußern können. Was ich mit dem neuen Reichtum mache, erfahrt ihr dann auf micro.blog/eay und eay.social/@eay.

Update, 23:55 Uhr: Bluesky hat in einem Twitter-Thread nochmal die eigenen Verflechtungen zu Twitter aufgezeigt und betont, dass es eine eigene, unabhängige Firma sei:

The bluesky project originated with Twitter in 2019, but the Bluesky PBLLC established this year is an independent company focused on decentralized social network R&D.

Einzige Verbindung: Twitter-Gründer und Ex-CEO Jack Dorsey sei im Board von Bluesky, ein ehemaliger Twitter Security-Engineer Teil des Teams.

Klingt fast so, als wolle man hier an einem Twitter-Nachfolger bauen, ohne dass Elon den auch gekauft hat.

Understanding how Facebook disappeared from the Internet

Sehr gute Erklärung, was beim gestrigen Ausfall von Facebook, Instagram und WhatsApp passiert ist. Bleibt nur noch die Frage nach dem Warum?.

Mark Zuckerberg hat in den paar Stunden Downtime rund 6 Milliarden US-Dollar verloren, was den armen Mark auf Platz 5 der reichsten Menschen der Welt zurückwirft – hinter Software-Oldie und Menschenchipper Bill Gates.

Update, 08:45 Uhr: Nach sechs Stunden war der Spuk vorbei. Facebook bestätigt die oben im Cloudflare-Artikel beschriebene technische Ursache:

Our engineering teams have learned that configuration changes on the backbone routers that coordinate network traffic between our data centers caused issues that interrupted this communication. This disruption to network traffic had a cascading effect on the way our data centers communicate, bringing our services to a halt.