#social web (58)

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Sammelsurium aus dem Maschinenraum mit Markdown, llms.txt, MCP-Server, Social Replies und Bubbles

Ich habe es auf Mastodon und Bluesky1 die Tage schon mal erwähnt: Wir sind aktuell im Urlaub. Den Tag verbringe ich mit der Familie am Strand, auf Spielplätzen und mit der Duplo-Eisenbahn. Abends, nachdem der Zwerg ins Bett gebracht ist (und ich wieder aufgewacht bin 😅), habe ich beim YouTube-Schauen noch das ein oder andere Feature gecoded. In Yonks und für diese Website. Zu Yonks später mehr, zu den hiesigen Changes im Folgenden mehr.

Markdown-Format

Natürlich bei Felix las ich vor ein paar Wochen, dass er seine Artikel nun auch im Markdown-Format samt Kopieren-Funktion bereitstellt, was sicherlich die ein oder andere LLM ebenso wie menschliche User erfreuen dürfte. Und weil ich hier sowieso schon jeden Blogpost im JSON- bzw. genauer gesagt JSON Feed-Format bereitstelle, dachte ich, das mach ich auch.

Post-Metadaten mit dem neuen Markdown-Format samt Kopieren-Funktion.

An jeden Blogpost kann nun ein /markdown angehängt werden, um die Markdown-Version aufzurufen. Der Klick auf „Kopieren“ im Post-Footer fetcht und kopiert genau diese Version direkt in die Zwischenablage.

Der Jurassic-Park-Computer-Beitrag sieht im Markdown-Format z.B. so aus.

Static Archive

Das im ewigen Eis gespeicherte Static Archive dieses Blogs unterschied sich damit in seinen Markdown-Dateien etwas von der dynamischen /markdown-Route, weshalb ich das angeglichen habe. Tatsächlich habe ich die Gelegenheit genutzt, die Archiv- und Markdown-Generierung gleich an mehreren Stellen zu modernisieren und zu optimieren, wie dieser Pull Request offenbart.2

llms.txt

Für besagten LLM-Support bin ich nun auch der llms.txt-Konvention gefolgt und habe eine solche hier hinzugefügt. Mögen unsere neuen Maschinen-Overlords mir gnädig sein!

MCP-Server

Wer Markdown und LLMs sagt, muss auch MCP sagen, so will es das Gesetz. Daher habe ich KI-unterstützt ein WordPress-Plugin erstellt und getestet, das mir die Inhalte dieses Blogs als MCP-Server lesend zur Verfügung stellt. Konkret gibt es nun search_posts, get_post, list_recent_posts, list_categories und list_tags mit denen Agenten die hiesigen Inhalte durchsuchen und abrufen können. Die Antwort orientiert sich dabei wiederum an der oben beschriebenen Markdown-Ausgabe. Synergie!

Screenshot aus der Quick-AI-View von Raycast, die den eay.cc MCP-Server aufruft.
Quick-AI-View von Raycast, die den eay.cc MCP-Server aufruft.

Der MCP-Server lässt sich nun wunderbar in Claude, Codex ChatGPT, Raycast (siehe Screenshot) oder etwa Open Minis hinterlegen. In Open Minis habe ich dann auch GPT-5.5 gebeten, mir eine Zusammen­fassung des letzten Monats zu schreiben und die erwähnten Themen mit Links zu den Blogposts zu versehen. Das Ganze ist wenige Minuten gelaufen und hat folgenden, wie ich finde, guten Output produziert.3

Bisher habe ich Auswertungen und Analysen meiner Bloginhalte immer über das oben beschriebene, statische Archiv gefahren (das zuvor natürlich immer aktualisiert werden musste), nun sollte das auch dynamisch und up-to-date gehen. Der MCP-Server ist aktuell tokengeschützt nur für mich zugänglich, aber wenn jemand Bedarf hat, möge sie/er sich melden und dann würde ich das ggf. auch öffentlich machen – ist ja eh alles online.

Social Reply

In „Spaß mit Kommentaren“ hatte ich bereits einige Optimierungen an den Kommentaren vorgenommen, die, würde ich jetzt mal sagen, vor allem für mich selbst nützlich sind. Dies geht in die gleiche Richtung: Wird ein über eine Webmention (per brid.gy) eingegangener Kommentar von Mastodon und Bluesky durch mich hier beantwortet, wird diese Antwort über meinen Mastodon-/Bluesky-Account auch gleich als Reply zur jeweiligen Plattform gesendet – und hier mit einem entsprechenden Icon+Link ausgestattet.

Screenshot eines per Social-Reply-Plugins veröffentlichten Antwort mit Mastodon-Link/Crosspost.
Reply auf einen Mastodon-Webmention-Kommentar mit Mastodon-Link/Crosspost.
Screenshot eines per Social-Reply-Plugins veröffentlichten Antwort auf Mastodon.
Die gleiche Reply nun auf Mastodon.

Hänge ich auf oberster Ebene einen Kommentar (≠ Kommentar-Reply) an einen Blogpost dran, um z.B. wie unten beim Jurassic-Park-Computer-Beitrag zu sehen, noch eine nicht direkt inhalt­liche Ergänzung hinzu­zufügen, wird das ebenfalls an meinen ent­sprechenden Mastodon- und/oder Bluesky-Post als Reply gehangen.

Screenshot eines per Social-Reply-Plugins zu Mastodon und Bluesky gecrossposteten Kommentars.
Per Social-Reply-Funktion zu Mastodon und Bluesky gecrossposteter Kommentar.

Über eine nur für mich sichtbare Checkbox habe ich allerdings die Möglichkeit, das zu verhindern:

Screenshot der nur für den Autoren sichtbaren Social-Reply-Checkbox im Kommentarformular.
Nur für mich sichtbare Social-Reply-Checkbox im Kommentarformular.

Bubbles

Vor einem Monat habe ich die neue, tolle Blog-Discovery-Plattform Bubbles an dieser Stelle empfohlen. Diese Empfehlung gilt weiterhin, meine RSS-Abos der deutschsprachigen und englischsprachigen Briefings möchte ich nicht mehr missen.

Die Einträge zu diesem Blog bei Bubbles werden jetzt jedenfalls auch in der Syndication-Liste als bubbles.town angezeigt und so gleichwertig mit den anderen Social-Plattformen behandelt:

Screenshot der Post-Metadaten mit Bubbles-Link bei den Syndication-Links.
Post-Metadaten mit Bubbles-Link bei den Syndication-Links.

Und da Bubbles sehr schön ins Fediverse integriert ist, prüfe ich auch auf Kommentare, die bei Bubbles zu hiesigen Blogposts hinterlassen werden, und synce diese dann auch hierher (siehe Felix‘ Kommentar hier bzw. bei Bubbles) – was aber ehrlicherweise noch nicht so häufig passiert ist. Aber das kann ja noch werden mit weiterer Bubbles-Verbreitung!

Backlinks

Last but not least: Die Backlinks-Übersichtsseite, siehe Einführung der Backlinks hier und Nachtrag dazu mit Ergänzung besagter Seite, wird nun besser und regelmäßiger erzeugt und gecached, so dass sie beim „ersten“ Aufruf so schnell wie der Rest hier laden sollte.

Und was macht ihr so im Urlaub?4

  1. Gecrossposted mit Indigo, dem im Mai veröffentlichten Client für Mastodon und Bluesky von Soapbox Software Aniline Applications, den Machern von Croissant, für die Apple-Plattformen. Habe ich seitdem sehr in mein Social-Herz geschlossen und jahresweise abonniert. Auch ohne das Lesen & Bespielen beider Plattformen ist das eine sehr gute und sehr schöne Social-App. []
  2. Kinder, niemals so große Commits machen, es sei denn, ihr wisst, was ihr tut. []
  3. Keine Sorge, hier wird es – bis auf die KI-Monats­zusammen­fassungen – weiterhin keine KI-generierten Texte geben, aber ich fand das als Test ganz brauchbar. []
  4. Zumindest von Thomas wissen wir, dass er es ähnlich gemacht hat. []

HyperTexting, a social news feed, powered by the open social web

HyperTexting is your timeline minus the ads, algorithms, and AI slop. It’s like the „for you“ feed, but it actually works… for YOU (not the platforms).

HyperTexting ist eine neue iOS-App von Brooke & Caleb Hailey von Herd Works, die Beiträge von Websites in einer chrono­logischen Newsfeed-Timeline darstellt, wie man sie aus den diversen Social-Apps kennt. Da alles auf RSS-Feeds basiert, heißt der vier Monate alte Introduction-Post konsequenter­weise auch “Welcome to the Feediverse”, was gar kein so schlechter Wortwitz ist, aber bei Fediversierten™ für Verwirrung sorgt.

Bei TechCrunch gibt es ebenfalls einen ausführlichen, gut bebilderten Artikel zur App, die im nächsten Schritt auch das Posten zu WordPress-, Ghost- und anderen Websites ermög­lichen will, um eine direkte, bi­direktionale Nutzung zu ermöglichen. Dabei funktioniert all das on device und ist aktuell zu 100% kostenlos.

Ein vielversprechender Start, allerdings war ich neben dem „Feediverse“ etwas irritiert, dass Mastodon- und Bluesky-Feeds nicht auch schon dabei sind – vor allem, weil die Profile in HyperTexting den gleichen Aufbau wie bei Bluesky haben (etwa @eay.cc für diese Website). Nichtsdesto­trotz toll, dass es einen weiteren, interessanten Open-Web-Client gibt. Vor allem, wenn Discovery und demnächst Posten bereits mit von der Partie sind.

Make HyperText.

Ich bin mittlerweile auch sehr von scrollbaren Newsfeeds/Timelines für meinen RSS-Feed-Konsum bzw. ein Subset davon angetan, was ich mit dem hervor­ragenden Tapestry abbilde und generell sehr empfehlen kann. Und Fun-Fact: Herd Works‘ Safari-Extension The Magic Highlighter, die einem nach Suchanfragen die Suchbegriffe auf den Zielseiten highlighted, nutze ich auch schon seit Release in 2023 begeistert.

HyperTexting | OpenGraph Preview Image
hypertexting.com

HyperTexting

HyperTexting is your timeline minus the ads, algorithms, and AI slop. It's like the "for you" feed, but it actually works... for YOU (not the platforms).

Warum W Social mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß ist

Mit W Social ist ein soziales Netzwerk gestartet, bei dem man sich nur nach Passkontrolle anmelden kann. Das ist keine gute Idee. Überhaupt spricht einiges dagegen, sich bei dem schwedischen Startup einen Account zuzulegen.

Netzpolitik.org mit einem treff­siche­ren Kom­men­tar von Markus Reuter zum neuen, europäischen Social Network „W Social“, das mit wsocial.news ganz klar unter der naheliegendsten TLD liegt, und über das heute zum Start der Public Beta vielerorts, z.B. in der Tagesschau, berichtet wurde.

Dabei ist das auf dem AT-Protokoll basierende W Social bereits alles andere als unum­stritten. In dem Kom­men­tar wird u.a. auf diesen Artikel von Elena Rossini ver­wie­sen, in dem sie einige Merkwürdig­keiten doku­men­tiert und Netz­aktivis­ten Aral Balkan zitiert, der ihr beipflichtet:

There have been so many red flags with W Social since its hastily cobbled-together announcement at Davos that they might as well make a red flag their logo.

Auf der Negativliste:

  • Ausweispflicht/Identitätszwang.
  • Quellcode neuerdings Closed Source.
  • Fragwürdige Nähe zu EU-Institutionen.
  • Trotz Freiheitsrhetorik privates, gewinnorientiertes Startup statt öffentlicher/unternehmensfreie Struktur.
  • Keine Blocklisten; auch Rechte wie Alice Weidel sollen willkommen sein.

Ich würde dementsprechend sagen: Mastodon und Eurosky sind auch ganz schön. Und zwar ohne, dass man das künftige Vergolden eines Privat­unter­nehmens einpreisen muss. Erstmal also kein @eay auf W Social News.

Ergänzung, 18.06.: Wie es besser geht, stünde z.B. hier.

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netzpolitik.org

Warum W Social mehr kalter Kaffee als heißer Scheiß ist

Mit W Social ist ein soziales Netzwerk gestartet, bei dem man sich nur nach Passkontrolle anmelden kann. Das ist keine gute Idee. Überhaupt spricht einiges dagegen, sich bei dem schwedischen Startup einen Account zuzulegen. Ein Kommentar.

The European Social Stack — An open declaration

Eine Deklaration für offene, dezentrale Social-Plattformen und Messaging-Protokolle in, aus und für Europa. Heute vorgestellt auf der PublicSpaces Conference in Amsterdam und mitgetragen u.a. von A New Social, Eurosky und Mastodon. Das neue, europäische Netzwerk W Social, das wie Bluesky oder eben Eurosky ebenfalls auf dem AT-Protokoll aufsetzt, fehlt hier allerdings auffälligerweise.

Ansonsten richtig und wichtig. Während Demokratie, Meinungsfreiheit, Vernetztheit und Gemeinsamkeit überall auf der Welt ins Hintertreffen geraten, sollten wir das, was Europa und die EU auszeichnet, auch im Netz fördern und vorleben.

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european.social

The European Social Stack — An open declaration

Social media’s impact on society and citizens clearly shows the need for change. Europe has a strong ecosystem of social companies and a deep well of expertise in designing and operating social protocols. We are building on this to move away from large monopolistic platforms with their authoritarian governance and editorial positions, and are joining forces to establish a diverse and resilient information infrastructure in Europe.

Last.fm is now independent

Same service. Same team. New chapter. Thanks for being part of it.

Nachgeschaut: Ich nutze Last.fm seit 20 Jahren und drei Monaten. Irgendwo mittendrin dürfte sich ein iPhone-förmiges Loch in meinen Scrobbles befinden, aber das wurde – ebenfalls nachgeguckt – auch schon vor 9 ½ Jahren gestopft.

Auch wenn ich gerade nochmal den ausführlichen Wikipedia-Artikel quergelesen habe: Warum CBS den Dienst 2007 gekauft hat, erschließt sich mir ebenso wenig, wie die Tatsache, wie wenig man daraus gemacht hat. Daher umso besser, dass es größtenteils geräuschlos weiterlief – und jetzt ohne Corporate-Daumen-Drauf vielleicht nochmal aufblühen kann. (via Waxy)

Ausschnitt aus meinem Last.fm-Profil mit dem Top Track »Dance Mode« von Blues & Joff Bush.

Randnotiz: Ich habe die heutige News nochmal genutzt, mich ein bisschen durch mein Profil zu klicken und bin dabei auf alte Kontakte gestoßen, mit denen ich rund 20 Jahre keinen Kontakt hatte. Da sie aber fleißig weiter scrobbelten, darf ich ihnen heute zu ihren Kindern gratulieren (🎉), denn wie bei mir finden sich da dieser Tage auch haufenweise Kinderlieder.

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support.last.fm

Last.fm is now independent

Today, Last.fm begins a new chapter as an independent company. Ownership has changed, but the product you use every day has not. Your account, your listening history, and your data remain exactly where they are. The team building Last.fm is the same. The service continues as normal. What stay...

personalsit.es – Directory of Personal Websites

This site was built to share and revel in each others‘ personal sites, and is currently home to ~1003 of them. Witness these in wonderment and awe. Immaculate. Stunning. How did they do that? Yes, you should definitely get around to redesigning yours soon.

Ich bin gestern auf diesen Post von Declan Chidlow gestoßen, der erwähnte, das personalsit.es, eine Sammlung von, nun ja, Personal Websites, nun über eintausend Einträge umfasst. Das Directory ist mir auch schon lange bekannt und ich gucke immer mal wieder gerne rein, um zu sehen, wie die Websites anderer Leute aussehen, aber dann ist mir bewusst geworden, dass ich hier noch nie darauf verlinkt habe, was ich hiermit nachhole, denn wir ihr wisst, bin ich Fan davon, wenn einjede*r ein eigenes Stückchen Internet besitzt.

Und sobald meine persönliche Website gelauncht wurde, reiche ich die dann auch hier ein. 😌

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personalsit.es

PersonalSit.es

Personal sites are sick as hell, so this site was built so we can all discover each other's. This directory of links are by folks that want to share their site with the world.

I bought Friendster for $30k – here’s what I’m doing with it

Das 2002 gestartete Friendster war eines der ersten Social Networks und das erste, das über eine Millionen Nutzer*innen hatte, was bis 2011 sogar bei 115 Millionen Usern peakte. Hier ein früher Einblick durch das Web Design Museum. 2015 war aber auch schon wieder Schluss während andere Netz­werke den Markt dominierten.

Web-Entrepreneur Mike Carson1, der, wie er selbst angibt, seine Frau auf OkCupid kennengelernt hat und damit die Gründung seiner Familie Online-Services verdankt, verleiht Friendster nun neues, wenn auch anderes Leben ein. So hat er sich friendster.com samt auslaufendem Friender-Trademark gekauft und eine kleine Social-Networking-App darauf gestartet, allerdings mit dem Clou, dass die Nutzer*innen sich zunächst offline connecten müssen. Was 2026 wahrlich keine schlechte Idee ist. (via Kottke)

Welche Online-Dienste und Apps würdet ihr denn gerne wieder aus der Versenkung holen?

Bei mir wäre es ganz klar das klassische Gowalla (2007), eine frühe, spaßige Check-In-App, die dann von Meta Facebook gekauft wurde (und die seitdem meine Daten in Geiselhaft halten!), und Placescore (2014), ein spaßiges, ortsgebundenes Puzzle-Spiel mit Bestenlisten von Marcel & Team.

  1. Name (≠ Handle) auf X ist „mike@bitcoin“, was gleich zwei Red Flags sind, also bitte mit Vorsicht genießen. []
I bought Friendster for $30k – here's what I'm doing with it | OpenGraph Preview Image
ca98am79.medium.com

I bought Friendster for $30k – here's what I'm doing with it

Friendster was the first social network. It has a long history, but the website friendster.com went dead in 2015 and the company officially shut down three years later in 2018. That’s where this story begins.

Bluesky Feed for beyond tellerrand

Ich bin gerade endlich wieder auf der beyond tellerrand, die in diesem Jahr 15 jähriges Bestehen feiert, nachdem ich das letzte Mal von 2016 bis 2018 hier war und eine Post-Corona-Wiederaufnahme in 2022 kurzfristig scheiterte.

Damals™ 2016-2018 stellte Twitter noch den dominanten digitalen Rückkanal dar, heute wird das verteilt auf Mastodon, Bluesky, Threads und Instagram. Während davon alle die Suche nach Hashtags wie #btconf ermöglichen, hat Bluesky bekanntlich noch ein cooleres Feature: Custom Feeds, also Timelines, die man nach Belieben algorithmisch zusammenstellen kann. Und nach dem FC-Köln-News-Feed habe ich das nun mit dem beyond tellerrand Bluesky-Feed gemacht, der den offiziellen Account, „beyond tellerrand“-Mentions und besagten Hashtag in einer Timeline vereint.

Überaus nett, wenn man auf der Konferenz sitzt (oder von anderswo zuschaut) und man sehen will, was andere so denken und umtreibt.

beyond tellerrand by @eay.social | OpenGraph Preview Image
bsky.app

beyond tellerrand by @eay.social

The unofficial Bluesky timeline for beyond tellerrand: talks, side events, design, code, typography, creativity, and the web.

iPhanpy – The best Mastodon client now has an iOS version

TL;DR: I’ve just released an iOS version of Phanpy on the App Store and AltStore. It provides better performance and a Liquid Glass icon compared to the installed web app.

Phanpy ist schon lange mein Lieblings-Client für Mastodon auf dem iPhone, iPad und macOS (auf letzteren sogar im Dock) – bzw. überall, denn erstaun­licher­weise handelt es sich „nur“ um eine Web-App. Und ich würde sogar soweit gehen, dass Phanpy sogar einer der besten Microblogging-Clients ever ist. Der alleinige (!) Entwickler Chee Aun hat so viele kleine und große Ideen formvollendet und mit wahnsinnigem UX-Gespür umgesetzt, dass ich immer wieder freudig erstaunt bin.

Als Matt Fantinel also vor ein paar Wochen die Idee hatte, das Open-Source-entwickelte Phanpy in einen iOS-App-Wrapper zu bringen, war nicht nur Chee Aun, sondern auch ich begeistert – und einen Austausch und einen Fork später nutze ich bereits die TestFlight-Version von Matt.

Die iPhanpy getaufte iOS-App steht nun öffentlich zur Verfügung und wird bevorzugt – und heute ist ja schließlich auch wieder Di-Day! – kostenlos über den AltStore PAL angeboten, die übrigens auch Matts Apple-Developer-Account finanziert haben. Hier der AltStore-Direktlink, der aber nur bei installier­ter AltStore-App funktioniert. Alter­nativ gibt es iPhanpy aber auch im regulären App Store. Und natür­lich weiterhin als Web-App mit identischem Feature-Set.

The best Mastodon client now has an iOS version! - Matt Fantinel | OpenGraph Preview Image
fantinel.dev

The best Mastodon client now has an iOS version! - Matt Fantinel

Meet iPhanpy, the best way to use Phanpy on iOS.

The Case for Blogging in the Ruins

Jedes Jahr rund um den Jahreswechsel gibt es diesen einen Beitrag, der allerorts verlinkt wird und sich für den Aufstieg alternativer Social-Web-Strukturen ausspricht – seien es dezentrale Netzwerke, Blogs oder generell Personal Websites. Hier etwa passende Artikel von 2024, 2023, 2021, 2019 oder auch 2014.

In diesem Jahr kommt er von JA Westenberg, der Blogs in der Tradition von Diderots Encyclopédie und Montaignes Essais sieht und ihren Vorteil im tiefer gehenden, gemeinsamen Diskurs anstelle von kurzen, untergehenden Social-Media-Posts sieht. Was natürlich alles richtig ist, Blogs schön als Kulturtechnik verortet und klar gegen das vergängliche Big-Tech-„Bloggen“ positioniert.

Ich teile das alles. Ihr solltet definitiv mehr bloggen, aber wenn ihr hier mitlest, stehen die Chancen gut, dass ihr 1. selbst bereits bloggt oder 2. dem obigen Blogethos so nah seid, dass ihr zumindest schon mal hier mitlest. Ich glaube daher – keine Kritik an JA Westenberg, sondern eher am jährlich ausgerufenen Blog-Revival –, dass es neue Ideen und technische Weiterentwicklungen fürs Bloggen braucht. Weshalb ich mal versuchen werde – Achtung, Vorsatz! –, mir das in diesem Jahr etwas genauer anzuschauen. Denn tatsächlich sehe ich hier und da schon einige spannende Ansätze. Vielleicht geht’s dann zum nächsten Jahreswechsel darum. 😉

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joanwestenberg.com

The Case for Blogging in the Ruins

In 1751, Denis Diderot began publishing his Encyclopédie, a project that would eventually span 28 volumes and take more than two decades to complete. The French government banned it twice. The Catholic Church condemned it, Diderot's collaborators abandoned him, his publisher secretly censored e...