Mit W Social ist ein soziales Netzwerk gestartet, bei dem man sich nur nach Passkontrolle anmelden kann. Das ist keine gute Idee. Überhaupt spricht einiges dagegen, sich bei dem schwedischen Startup einen Account zuzulegen.
Netzpolitik.org mit einem treffsicheren Kommentar von Markus Reuter zum neuen, europäischen Social Network „W Social“, das mit wsocial.news ganz klar unter der naheliegendsten TLD liegt, und über das heute zum Start der Public Beta vielerorts, z.B. in der Tagesschau, berichtet wurde.
Dabei ist das auf dem AT-Protokoll basierende W Social bereits alles andere als unumstritten. In dem Kommentar wird u.a. auf diesen Artikel von Elena Rossini verwiesen, in dem sie einige Merkwürdigkeiten dokumentiert und Netzaktivisten Aral Balkan zitiert, der ihr beipflichtet:
There have been so many red flags with W Social since its hastily cobbled-together announcement at Davos that they might as well make a red flag their logo.
Auf der Negativliste:
- Ausweispflicht/Identitätszwang.
- Quellcode neuerdings Closed Source.
- Fragwürdige Nähe zu EU-Institutionen.
- Trotz Freiheitsrhetorik privates, gewinnorientiertes Startup statt öffentlicher/unternehmensfreie Struktur.
- Keine Blocklisten; auch Rechte wie Alice Weidel sollen willkommen sein.
Ich würde dementsprechend sagen: Mastodon und Eurosky sind auch ganz schön. Und zwar ohne, dass man das künftige Vergolden eines Privatunternehmens einpreisen muss. Erstmal also kein @eay auf W Social News.
