#social web (54)

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Last.fm is now independent

Same service. Same team. New chapter. Thanks for being part of it.

Nachgeschaut: Ich nutze Last.fm seit 20 Jahren und drei Monaten. Irgendwo mittendrin dürfte sich ein iPhone-förmiges Loch in meinen Scrobbles befinden, aber das wurde – ebenfalls nachgeguckt – auch schon vor 9 ½ Jahren gestopft.

Auch wenn ich gerade nochmal den ausführlichen Wikipedia-Artikel quergelesen habe: Warum CBS den Dienst 2007 gekauft hat, erschließt sich mir ebenso wenig, wie die Tatsache, wie wenig man daraus gemacht hat. Daher umso besser, dass es größtenteils geräuschlos weiterlief – und jetzt ohne Corporate-Daumen-Drauf vielleicht nochmal aufblühen kann. (via Waxy)

Ausschnitt aus meinem Last.fm-Profil mit dem Top Track »Dance Mode« von Blues & Joff Bush.

Randnotiz: Ich habe die heutige News nochmal genutzt, mich ein bisschen durch mein Profil zu klicken und bin dabei auf alte Kontakte gestoßen, mit denen ich rund 20 Jahre keinen Kontakt hatte. Da sie aber fleißig weiter scrobbelten, darf ich ihnen heute zu ihren Kindern gratulieren (🎉), denn wie bei mir finden sich da dieser Tage auch haufenweise Kinderlieder.

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support.last.fm

Last.fm is now independent

Today, Last.fm begins a new chapter as an independent company. Ownership has changed, but the product you use every day has not. Your account, your listening history, and your data remain exactly where they are. The team building Last.fm is the same. The service continues as normal. What stay...

personalsit.es – Directory of Personal Websites

This site was built to share and revel in each others‘ personal sites, and is currently home to ~1003 of them. Witness these in wonderment and awe. Immaculate. Stunning. How did they do that? Yes, you should definitely get around to redesigning yours soon.

Ich bin gestern auf diesen Post von Declan Chidlow gestoßen, der erwähnte, das personalsit.es, eine Sammlung von, nun ja, Personal Websites, nun über eintausend Einträge umfasst. Das Directory ist mir auch schon lange bekannt und ich gucke immer mal wieder gerne rein, um zu sehen, wie die Websites anderer Leute aussehen, aber dann ist mir bewusst geworden, dass ich hier noch nie darauf verlinkt habe, was ich hiermit nachhole, denn wir ihr wisst, bin ich Fan davon, wenn einjede*r ein eigenes Stückchen Internet besitzt.

Und sobald meine persönliche Website gelauncht wurde, reiche ich die dann auch hier ein. 😌

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personalsit.es

PersonalSit.es

Personal sites are sick as hell, so this site was built so we can all discover each other's. This directory of links are by folks that want to share their site with the world.

I bought Friendster for $30k – here’s what I’m doing with it

Das 2002 gestartete Friendster war eines der ersten Social Networks und das erste, das über eine Millionen Nutzer*innen hatte, was bis 2011 sogar bei 115 Millionen Usern peakte. Hier ein früher Einblick durch das Web Design Museum. 2015 war aber auch schon wieder Schluss während andere Netz­werke den Markt dominierten.

Web-Entrepreneur Mike Carson1, der, wie er selbst angibt, seine Frau auf OkCupid kennengelernt hat und damit die Gründung seiner Familie Online-Services verdankt, verleiht Friendster nun neues, wenn auch anderes Leben ein. So hat er sich friendster.com samt auslaufendem Friender-Trademark gekauft und eine kleine Social-Networking-App darauf gestartet, allerdings mit dem Clou, dass die Nutzer*innen sich zunächst offline connecten müssen. Was 2026 wahrlich keine schlechte Idee ist. (via Kottke)

Welche Online-Dienste und Apps würdet ihr denn gerne wieder aus der Versenkung holen?

Bei mir wäre es ganz klar das klassische Gowalla (2007), eine frühe, spaßige Check-In-App, die dann von Meta Facebook gekauft wurde (und die seitdem meine Daten in Geiselhaft halten!), und Placescore (2014), ein spaßiges, ortsgebundenes Puzzle-Spiel mit Bestenlisten von Marcel & Team.

  1. Name (≠ Handle) auf X ist „mike@bitcoin“, was gleich zwei Red Flags sind, also bitte mit Vorsicht genießen. []
I bought Friendster for $30k – here's what I'm doing with it | OpenGraph Preview Image
ca98am79.medium.com

I bought Friendster for $30k – here's what I'm doing with it

Friendster was the first social network. It has a long history, but the website friendster.com went dead in 2015 and the company officially shut down three years later in 2018. That’s where this story begins.

Bluesky Feed for beyond tellerrand

Ich bin gerade endlich wieder auf der beyond tellerrand, die in diesem Jahr 15 jähriges Bestehen feiert, nachdem ich das letzte Mal von 2016 bis 2018 hier war und eine Post-Corona-Wiederaufnahme in 2022 kurzfristig scheiterte.

Damals™ 2016-2018 stellte Twitter noch den dominanten digitalen Rückkanal dar, heute wird das verteilt auf Mastodon, Bluesky, Threads und Instagram. Während davon alle die Suche nach Hashtags wie #btconf ermöglichen, hat Bluesky bekanntlich noch ein cooleres Feature: Custom Feeds, also Timelines, die man nach Belieben algorithmisch zusammenstellen kann. Und nach dem FC-Köln-News-Feed habe ich das nun mit dem beyond tellerrand Bluesky-Feed gemacht, der den offiziellen Account, „beyond tellerrand“-Mentions und besagten Hashtag in einer Timeline vereint.

Überaus nett, wenn man auf der Konferenz sitzt (oder von anderswo zuschaut) und man sehen will, was andere so denken und umtreibt.

beyond tellerrand by @eay.social | OpenGraph Preview Image
bsky.app

beyond tellerrand by @eay.social

The unofficial Bluesky timeline for beyond tellerrand: talks, side events, design, code, typography, creativity, and the web.

iPhanpy – The best Mastodon client now has an iOS version

TL;DR: I’ve just released an iOS version of Phanpy on the App Store and AltStore. It provides better performance and a Liquid Glass icon compared to the installed web app.

Phanpy ist schon lange mein Lieblings-Client für Mastodon auf dem iPhone, iPad und macOS (auf letzteren sogar im Dock) – bzw. überall, denn erstaun­licher­weise handelt es sich „nur“ um eine Web-App. Und ich würde sogar soweit gehen, dass Phanpy sogar einer der besten Microblogging-Clients ever ist. Der alleinige (!) Entwickler Chee Aun hat so viele kleine und große Ideen formvollendet und mit wahnsinnigem UX-Gespür umgesetzt, dass ich immer wieder freudig erstaunt bin.

Als Matt Fantinel also vor ein paar Wochen die Idee hatte, das Open-Source-entwickelte Phanpy in einen iOS-App-Wrapper zu bringen, war nicht nur Chee Aun, sondern auch ich begeistert – und einen Austausch und einen Fork später nutze ich bereits die TestFlight-Version von Matt.

Die iPhanpy getaufte iOS-App steht nun öffentlich zur Verfügung und wird bevorzugt – und heute ist ja schließlich auch wieder Di-Day! – kostenlos über den AltStore PAL angeboten, die übrigens auch Matts Apple-Developer-Account finanziert haben. Hier der AltStore-Direktlink, der aber nur bei installier­ter AltStore-App funktioniert. Alter­nativ gibt es iPhanpy aber auch im regulären App Store. Und natür­lich weiterhin als Web-App mit identischem Feature-Set.

The best Mastodon client now has an iOS version! - Matt Fantinel | OpenGraph Preview Image
fantinel.dev

The best Mastodon client now has an iOS version! - Matt Fantinel

Meet iPhanpy, the best way to use Phanpy on iOS.

The Case for Blogging in the Ruins

Jedes Jahr rund um den Jahreswechsel gibt es diesen einen Beitrag, der allerorts verlinkt wird und sich für den Aufstieg alternativer Social-Web-Strukturen ausspricht – seien es dezentrale Netzwerke, Blogs oder generell Personal Websites. Hier etwa passende Artikel von 2024, 2023, 2021, 2019 oder auch 2014.

In diesem Jahr kommt er von JA Westenberg, der Blogs in der Tradition von Diderots Encyclopédie und Montaignes Essais sieht und ihren Vorteil im tiefer gehenden, gemeinsamen Diskurs anstelle von kurzen, untergehenden Social-Media-Posts sieht. Was natürlich alles richtig ist, Blogs schön als Kulturtechnik verortet und klar gegen das vergängliche Big-Tech-„Bloggen“ positioniert.

Ich teile das alles. Ihr solltet definitiv mehr bloggen, aber wenn ihr hier mitlest, stehen die Chancen gut, dass ihr 1. selbst bereits bloggt oder 2. dem obigen Blogethos so nah seid, dass ihr zumindest schon mal hier mitlest. Ich glaube daher – keine Kritik an JA Westenberg, sondern eher am jährlich ausgerufenen Blog-Revival –, dass es neue Ideen und technische Weiterentwicklungen fürs Bloggen braucht. Weshalb ich mal versuchen werde – Achtung, Vorsatz! –, mir das in diesem Jahr etwas genauer anzuschauen. Denn tatsächlich sehe ich hier und da schon einige spannende Ansätze. Vielleicht geht’s dann zum nächsten Jahreswechsel darum. 😉

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joanwestenberg.com

The Case for Blogging in the Ruins

In 1751, Denis Diderot began publishing his Encyclopédie, a project that would eventually span 28 volumes and take more than two decades to complete. The French government banned it twice. The Catholic Church condemned it, Diderot's collaborators abandoned him, his publisher secretly censored e...

Tim Berners-Lee: Why I gave the world wide web away for free

[…] We need a Cern-like not-for-profit body driving forward international AI research.

[…] If we are able to muster it, we have the chance to restore the web as a tool for collaboration, creativity and compassion across cultural borders. We can re-empower individuals, and take the web back. It’s not too late.

Da die AI-Entwicklung in China und den USA zu sehr von „for profit“ & „for propaganda“ geprägt wird, könnte, sollte und müsste das eine europäische Initiative sein.

Why I gave the world wide web away for free | Tim Berners-Lee | OpenGraph Preview Image
theguardian.com

Why I gave the world wide web away for free | Tim Berners-Lee

My vision was based on sharing, not exploitation – and here’s why it’s still worth fighting for

Black Mirror ↔ Realität

Die Abstände zwischen »Black Mirror«-Folgen und Realität werden deutlich geringer.

Max Mundhenke in der Freitag-Folge von »Haken dran« zum schockierenden Fall des französischen Streamers Jean Pormanove, der durch mehr als fragwürdige Streams bekannt wurde, in dem ihm „aus Spaß“ Gewalt angetan wurde, und in der vergangenen Woche vor laufenden Kameras verstorben ist.

Phoenix for Bluesky

Tapbots, die Macher des einstigen Twitter-Clients Tweetbot und heutzutage des Mastodon-Clients Ivory haben für Sommer konsequenter­weise einen Bluesky-Client angekündigt. Ich nutze dieser Tage zwar lieber Mona und Phanpy, kann Ivory als jahrelanger Tweetbot-Nutzer aber ebenfalls uneinge­schränkt empfehlen. Von daher: Nur gut für das Trauerspiel namens Bluesky-Ökosystem.1

  1. Ausnahmen (1, 2) bestätigen die Regel. []
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tapbots.com

Phoenix for Bluesky

A Bluesky client based on the award-winning Twitter app for iOS.

Digg kommt zurück

Es hat sich bereits in den letzten Monaten angekündigt, als Kevin in den ersten neuen Diggnation-Episoden offen darüber nachdachte, dass er digg.com, „the internet’s homepage„, eigentlich zurückkaufen und relaunchen sollte. Jetzt ist dieser Teaser und eine Platzhalter-Website erschienen:

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

Der oben verlinkten Verge-Artikel verrät dann noch, dass Kevin sich mit Alexis Ohanian, seines Zeichens Mitgründer von Reddit für das Projekt zusammengetan hat. Ebenso sind Textbox-Pioniere wie Ev Williams mit von der Partie. Und standesgemäß strotzt der Artikel nur so vor Buzzwords:

Digg aims to build the kind of community-first social platform that basically no longer exists on the internet. And its new founding team thinks AI could be the secret to pulling it off.

Heute lassen wir das nochmal durchgehen, aber es bleibt auf jeden Fall spannend zu sehen, ob und wie sich der Erfolg der 2000er Jahre wiederholen und in die Jetztzeit transferieren lässt. Ich vermute: gar nicht, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Mal gucken, ob ich meinen alten Account noch finde…

Digg is coming back, thanks to its founder — and Reddit’s | OpenGraph Preview Image
theverge.com

Digg is coming back, thanks to its founder — and Reddit’s

It’s 2004 again, y’all.