#sequel

»Jurassic World: Fallen Kingdom« – Trailer

 
(YouTube Direktlink)

Nach dem Hype ist vor dem Hype. Da kommt der Trailer zum zweiten Jurassic World- bzw. fünften Park-Sequel genau richtig. Die offenkundige Story: Nach der erneuten Katastrophe aus dem Vorgänger, müssen die Dinosaurier nun ans Festland gerettet werden, bevor – vielleicht schon hier, spätestens aber in Teil 3 bzw. 6 – sie auch dieses in Schutt und Asche legen. Soll mir recht sein, Juni kann kommen.

Blade Runner 2049 (2017)

Wenn Art Direction, Score und World Building das sind, was einen Film alleine ausmacht, würde hier die volle Punktzahl stehen.

Leider gehört jedoch noch ein bisschen mehr dazu und dahingehend fand ich den Film eher enttäuschend. Chosen One mit Kafka-Referenz? Geschenkt. Die Handlung ist komplett irrelevant und scheinbar nur auf ein Wiedersehen mit Harrison Ford ausgelegt.1 Das Schlimmste (für Science Fiction): Es gibt hier keine Botschaft. Während das Original essentielle Fragen aufwirft2, vermittelt uns »Blade Runner 2049« was genau? Dass Spike Jonzes »Her« ein ziemlich guter Film ist. Und nur weil wir sehen, wie Schnee auf die Hand eines zweifelnden Protagonisten fällt, ist das noch lange kein Tiefgang.

Dennoch: Meckern auf ästhetisch so hohem Niveau, dass sich ein Kinobesuch dennoch lohnen kann.3  Rating: 2.5/5

  1. Mr. Ford, please stop destroying my childhood! []
  2. Was macht einen Menschen zum Menschen? Sind Maschinen, die wie Menschen fühlen, nicht auch Menschen? []
  3. Es sei denn, ihr habt ein kräftiges 4K-Heimkino-Setup. Dann könnt ihr auch getrost noch etwas warten. []

Kingsman: The Golden Circle (2017)

Nach dem hervorragenden ersten Teil war das Sequel um Eggsy und Konsorten trotz abge­hakter Origin-Story leider etwas enttäuschend. Der Film verliert sich in langweiligen Subplots und legt seine top­besetzten Neuzugänge unver­ständlicher­weise im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis. Der Charme des Originals scheint zwar hier und da durch, aber das war’s dann auch. Vielleicht reißt’s der unvermeidliche dritte Teil ja nochmal raus.  Rating: 2.5/5

Avatar Sequels

Dass James Cameron sein SciFi-Meisterwerk »Avatar« mit zwei Sequels beehren wird, wusste ich. Dass es insgesamt vier Fortsetzungen sein sollen, die mit drei Jahren Unterbrechung von 2020 bis 2025 in die Kinos kommen, war mir neu:

The four sequels will hit theaters starting on Dec. 18, 2020 for “Avatar 2.” “Avatar 3” will open on Dec. 17, 2021, followed by a three-year break for “Avatar 4,” set for Dec. 20, 2024. “Avatar 5” will then debut on Dec. 19, 2025.

Die Dreharbeiten zum Avatar-Overkill begannen übrigens in der vergangenen Woche und Kate Winslet wird auch mit von der Partie sein, wen’s interessiert.

Jurassic World 2 für 2018 angekündigt

Universal has announced that a sequel to Jurassic World will be released on Friday, June 22, 2018. Chris Pratt and Bryce Dallas Howard will return to star. Jurassic World helmer Colin Trevorrow and Derek Connolly, who did a rewrite on World, will write the script for the sequel.

Damit war natürlich gar nicht zu rechnen, nachdem »Jurassic World« 1,522 Milliarden Dollar an den internationalen Kinokassen eingespielt hat und damit nach »Avatar« (2,788 Milliarden) und »Titanic« (2,186 Milliarden) die Nummer 3 der All-Time Box Office Charts geworden ist.

Review: R.E.D. 2

Als »R.E.D.« 1, der erfreulicherweise bis auf Titel und Namen der Hauptfigur so rein gar nichts mit der unsäglichen Comicvorlage gemeinsam hatte, vor drei Jahren ins Kino kam, handelte es sich um eine so kurzweilige und unterhaltsame Action-Comedy, dass ich mir sogar wünschte, irgendwann “ein weiteres Mal in die Welt von Frank Moses und vor allem dem von Malkovich paranoid-genial dargestellten Marvin zurückzukehren”. Knapp 200 Millionen Dollar später sollte mir dieser Wunsch erfüllt werden.

In »R.E.D. 2« kehren die gealterten Auftragskiller Frank Moses (Bruce Willis), Marvin (John Malkovich) und Victoria (Helen Mirren) also in den aktiven Dienst zurück – obwohl gerade der erst genannte eben genau das tunlichst vermeiden wollte. Viel lieber möchte der mittlerweile ebenfalls leicht paranoide Frank nur ein ruhigen Lebensabend an der Seite seiner Freundin Sarah (wie im ersten Teil die sympathische Mary-Louise Parker) verbringen, was ihm jedoch erschwert wird, als in diesem Internet – dabei ist tatsächlich von “Wikileaks” die Rede – Geheimdokumente über eine frühere Operation geleakt werden, an der Marvin und er beteiligt waren und bei der im kalten Krieg eine Massenvernichtungswaffe im Herzen Moskaus platziert worden sei. Klar, dass den beiden nun Geheimdienste und Killer aus aller Welt auf den Fersen sind, um die Sache aus der Welt zu schaffen.

Genau genommen ist die Handlung aber Nebensache und vielmehr eine Aneinanderreihung von Orten und Actionszenen. Letztere sind dabei nie ganz so gelungen, wie noch im Vorgänger, wenngleich jede Szene mit Byung-hun Lee, dessen Figur es ebenfalls auf Frank abgesehen hat, schon ein Highlight ist. Ansonsten sind sie aber Schatten ihrer Selbst: Bruce Willis gibt den Standard-Bruce Willis, John Malcovich ist nicht mehr ganz so abgedreht-überragend wie noch im ersten Teil und Helen Mirren macht hier eh immer eine gute Figur. Dann wäre da noch Anthony Hopkins, der Anthony Hopkins in nichts nachsteht, aber auch nichts mehr retten kann.

Versteht mich nicht falsch: Der Film hat seine Momente, die Action, Coolness und Lacher des Vorgängers wird man aber schmerzlich vermissen. »R.E.D. 2« ist trotz größerem Budget nur »R.E.D.« auf Sparflamme. Vielleicht also beim nächsten Mal wieder.

EMDb – Rating: 2/5

Review-Rundumschlag #14 ¼

Bevor ich zum großen Oscar- und Blockbuster-Kino (und schließlich meiner Oscar-Prognose!) komme, hier noch die letzten Review-Schnellschüsse. Diesmal mit dabei der Zugthriller »Unstoppable«, das Politmischmasch »Fair Game«, die Fantasyschmu »Narnia 3« und der Familienwitz »Meine Frau, unsere Kinder und ich«.

Unstoppable

Eigentlich klingt »Unstoppable – Außer Kontrolle« wie der lächerlichste Actionfilm aller Zeiten: Ein mit gefährlichen Chemikalien befüllter, unbemannter Güterzug macht sich selbstständig und rast übers amerikanische Schienennetz. Niemand kann ihn stoppen. Doch Gott sie dank gibt es da diesen alten, abgebrühten von Denzel Washington gespielten Lokführer und seinen jungen, tollkühnen, von Chris Pine gespielten Kollegen, die auf einem ebenso schwerfälligen Güterzug die Jagd auf die „tickende Zeitbombe“ aufnehmen. Oh my, was habe ich Tränen beim Trailer gelacht! Nur um dann eines besseren belehrt zu werden: Altmeister Tony Scott beweist, dass er selbst aus dem zähsten Stoff eine action- und vor allem spannungsgeladene Achterbahnfahrt machen kann. Dass sich dabei dann auch ein paar Polizeiautos überschlagen, ist Ehrensache und wirkt tatsächlich weit weniger trashig als man sich das bei einem Actionfilm, dessen Grundkonstellation bereits durch die Erfindung der Schranke einiges an Potential einbüßt, vorstellt. Kurzum: Nichts weltbewegendes, dafür aber sehr, sehr grundsolide Actionkost.

EMDb – Rating: 3/5

Fair Game

Trotz geschickt gestreuter Fehlinformationen seitens der Werbung darf man sich nicht darüber hinweg täuschen lassen: »Fair Game«, „der neue Thriller von Die Bourne Identität-Regisseur Doug Liman“, ist eins dieser zutiefst US-amerikanischen Politdramen, für die sich hier hierzulande höchstens ein paar Politikstudenten und Verschwörungstheoretiker interessieren. Denn erzählt wird nicht weniger als eine tatsächliche so stattgefundene Verschwörung bei der CIA, in der plötzlich das Privatleben einer in Ungnade gefallenen Agentin öffentlich durchleuchtet wird. Perfekter Stoff für Hollywood also. Doch leider kommt »Fair Game«, obwohl handwerklich mehr als solide gemacht, einfach nicht richtig in Fahrt. Die absolut gähnende Langeweile bleibt uns zwar erspart, aber andere, ebenso actionlose Politdramen bieten da einfach mehr an Spannung und Mitgefühl.

EMDb – Rating: 1,0/5

Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte

»Die Reise auf der Morgenröte« ist die dritte Verfilmung von Clive Staples Lewis‘ Narnia-Reihe. Doch nachdem zwei der vier Hauptdarsteller mittlerweile zu alt für die Märchenwelt geworden sind, begleiten wir diesmal nur noch die zwei leider sehr unsympathischen jüngeren Geschwister zurück nach Narnia. Doch als wären sie nicht unsympathisch genug, bekommen wir noch einen äußerst ätzenden Cousin oben drauf, der in die Geschichte des Fantasyfilms als Narnias Jar Jar Binks eingehen wird. Nun denn, worum geht’s? Scheißegal, denn Narina 3 ist nicht mehr als eine bloße Aneinanderreihung von scheinbar glücklichen Zufällen. „Was? Wir brauchen ein seit Jahrtausenden verschollenes Schwert? … Och, guck mal, da vorne liegt’s ja!“ Dieses Nichtvorhandensein eines Handlungsbogens, geschweige denn eines alle drei Filme übergreifenden Handlungsbogen, hat bei den »Chroniken von Narnia« schließlich System, wird eine neue Fortsetzung von Disneys Gegenstück zu Warners Fantasy-Monopol (a.k.a. »Harry Potter«) doch nur dann gedreht, wenn der Vorgänger Erfolg an den Kinokassen hatte.

In »Die Reise auf der Morgenröte« wird dieses Improvisationserzählen zwar bis zur fast schon unterhaltsamen Absurdität perfektioniert, dass das aber irgendjemand ohne filmisch-masochistische Ader wirklich gut findet, wage ich jedoch stark zu bezweifeln. (Doch, oh je, man hört bereits von einem vierten Film mit diesem Jar Jar Binks-Verschnitt als Titelhelden…)

EMDb – Rating: 1,5/5

Meine Frau, unsere Kinder und ich

»Meine Frau, unsere Kinder und ich« [hier Kommentar über die wahnwitzige deutsche Betitelung einsetzen] ist der dritte Teil der Focker-Trilogie und wie bei den Vorgängern liegt das Thema auch hier auf dem schwierigen Verhältnis zwischen Greg Focker (Ben Stiller) und seinem Schwiegervater Jack Byrnes (Robert De Niro). Und wie schon bei seinen Vorgängern ist die Story mehr als belanglos und austauschbar. So habe ich beispielsweise alle drei gesehen, deren Handlung jedoch wiederzugeben, geschweige denn einem Film zuzuordnen, bin ich nicht im Stande. Doch das muss nichts schlechtes sein, denn Greg und Jack sind und waren seit eh und je die tragenden Elemente des Focker-Universums. Steck die beiden in ein Bällebad und der gemeine Zuschauer hat Spaß. Ich bin da keine Ausnahme. Und wenn’s ewig so weiter geht, weil die Herren Stiller und De Niro das Geld brauchen, soll es wohl einfach so sein. Ich wehre mich nicht.

EMDb – Rating: 2,5/5

Kick-Ass 2 #1

Dave Lizewski always wanted to be a superhero. Now he is one.


Apropos Kick-Ass: Obwohl der grandiose Film es nicht vermochte, allzuviele Kinogänger zur Kasse zu bitten, ließen es sich die Macher1 nicht nehmen alsbald2 ein Sequel anzukündigen. Und dass das wieder auf einer passenden Comic-Miniserie von Millar und Romita Jr. basieren sollte, ist natürlich Ehrensache. Und die Nummer 1 zu genau diesem zweiten Anlauf ist diese Woche in den USA erschienen. /film hat ein Preview der ersten fünf Seiten, das uns die Wartezeit verkürzt bis die US-Ausgabe hierzulande beim Comic-Dealer unseres Vertrauens eingetroffen ist. Bis zum Release des zweiten Films dauert’s dann leider noch bis 2012…

  1. Das lustige bei Kick-Ass war ja, dass Regisseur Matthew Vaughn und Autor Mark Millar den Film zuerst quasi im Alleingang produziert haben (und daher auch so richtig auf die Kacke hauen konnten) und Lionsgate sich erst später ins Projekt eingekauft hat. []
  2. Spätestens als klar wurde, dass die DVD-/Bluray-Verkäufe durch die Decke gehen. []