#science fiction (63)

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„Is That A Pita In Your Pocket?“

Der Science-Fiction-Autor David Gerrold wurde 1999 gebeten für das „Sm@rt Reseller“-Magazin eine kurze Einschätzung zur „Future of Computing“ zu geben und traf damit, wie sich 19 Jahre später herausstellt, voll ins Schwarze, was Technik, Anwendungsfälle und Datenschutz angeht:

Aktuell hat sich Gerrold übrigens über die Zukunft der Robotik geäußert. In 20 Jahren wissen wir dann, wie richtig oder falsch er damit lag.

»Mute« – Trailer

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Hier der Trailer zu »Mute«, dem lang erwarteten neuen Science-Fiction-Film von Duncan Jones, der mit »Moon« 2009 einen grandiosen Debütfilm ablieferte, dann mit »Source Code« einen okayen Film nachlegte und schließlich mit »Warcraft« einen beschissenen verantwortete. »Mute« wird nicht nur im selben, fiktionalen Universum wie »Moon« spielen, sondern hoffentlich auch an dessen Großartigkeit anknüpfen.

Berlin. Forty years from today. A roiling city of immigrants, where East crashes against West in a science-fiction Casablanca. Leo Beiler (Alexander Skarsgård), a mute bartender has one reason and one reason only for living here, and she’s disappeared. But when Leo’s search takes him deeper into the city’s underbelly, an odd pair of American surgeons (led by Paul Rudd1 ) seem to be the only recurring clue, and Leo can’t tell if they can help, or who he should fear most.

Am 23. Februar wird »Mute« auf Netflix (!) veröffentlicht.

  1. Happy Paul Rudd Day everyone! Heute ist nämlich auch gleich der Trailer zu »Ant-Man and The Wasp« erschienen. [↩]

Geostorm (2017)

Meine Frau und ich haben ein Guilty Pleasure: Katastrophenfilme. Und zwar die seichte Sorte von Katastrophenfilm, die gerade noch so viele Hollywood-Dollars zugesteckt bekommen hat, um vom Direct-to-DVD-Stigma verschont zu bleiben.

»Geostorm« ist der neueste Vertreter dieser Zunft und steht den Days after Tomorrow und San Andreasen in nichts nach. Nur dass der Klimawandel hier die Erde schon fast zerstört hat, was man mit einem globalen Wetter­satelliten­netz aber noch in der Griff bekommen hat. Doch – oh no! – wird eben diese Technik jetzt von konspirativen Kräften als Waffe eingesetzt. Klar, dass nur Erfinder des Systems und Part-Time-Badass Gerard Butler Tag und Planeten retten kann.

Captain Obvious war dabei besonders fleißig, hält »Geostorm« dank offensichtlicher Besetzung und „beiläufig“ erwähnter Plot Points genau gar keine Überraschungen betreit. Ordentliche Effekte und Kinder-Voiceover runden das platte, aber überraschend amüsante Erlebnis ab. Prädikat: Schreck- und herrlich zugleich.  

Blade Runner 2049 (2017)

Wenn Art Direction, Score und World Building das sind, was einen Film alleine ausmacht, würde hier die volle Punktzahl stehen.

Leider gehört jedoch noch ein bisschen mehr dazu und dahingehend fand ich den Film eher enttäuschend. Chosen One mit Kafka-Referenz? Geschenkt. Die Handlung ist komplett irrelevant und scheinbar nur auf ein Wiedersehen mit Harrison Ford ausgelegt.1 Das Schlimmste (für Science Fiction): Es gibt hier keine Botschaft. Während das Original essentielle Fragen aufwirft2, vermittelt uns »Blade Runner 2049« was genau? Dass Spike Jonzes »Her« ein ziemlich guter Film ist. Und nur weil wir sehen, wie Schnee auf die Hand eines zweifelnden Protagonisten fällt, ist das noch lange kein Tiefgang.

Dennoch: Meckern auf ästhetisch so hohem Niveau, dass sich ein Kinobesuch dennoch lohnen kann.3  

  1. Mr. Ford, please stop destroying my childhood! [↩]
  2. Was macht einen Menschen zum Menschen? Sind Maschinen, die wie Menschen fühlen, nicht auch Menschen? [↩]
  3. Es sei denn, ihr habt ein kräftiges 4K-Heimkino-Setup. Dann könnt ihr auch getrost noch etwas warten. [↩]

Neill Blomkamp’s »Oats Volume 1«

Neill Blomkamp, Regisseur von »District 9«, »Elysium« und »Chappie« und Namensgeber des hiesigen Themes, teasert seit einigen Wochen seine neue Kurzfilmreihe an, für die er unter dem Namen „Oats Studios“ firmieren wird. Nun ist der erste Trailer zu »Oats Volume 1« erschienen, was nach einer Anthologie von Blomkamp’schen SciFi-Kurzfilmen aussieht.

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Ich bin überaus gespannt, was dabei rumkommt und wie sich das entwickelt. Das ein eigentlich etablierter Regisseur sich (warum auch immer) wieder der Kurzfilmform annimmt und das Netz, oder genauer gesagt Steam, als Distributionsweg wählt, ist spannend und eine gute Entwicklung. Vorbei an blockierenden Studios, finanziert direkt durch den Long Tail.

Würde doch bloß jemand ein Netflix für Kurzfilme bauen… 😉