Sehenswertes Kurzportrait über die Mutter des Filmemachers Sean Donnelly, die den allseits bekannten, absurden Verschwörungstheorien verfallen ist:
#netzkultur (577)
What the ephemerality of the Web means for your hyperlinks
Beim Columbia Journalism Review hat man sich eine halbe Millionen Online-Artikel der New York Times von 1998 bis 2018 angesehen, um zu prüfen, wieviele der insgesamt 2,2 Millionen externen Links in den Artikeln noch verfügbar sind:
25 percent of all links were completely inaccessible. Linkrot became more common over time: 6 percent of links from 2018 had rotted, as compared to 43 percent of links from 2008 and 72 percent of links from 1998. Fifty-three percent of all articles that contained deep links had at least one rotted link.
Um zu verifizieren, ob die intakten Links denn auch den ursprünglich verlinkten Inhalt enthalten, haben sie sich dann 4.500 Links händisch angesehen:
Thirteen percent of intact links from that sample of 4,500 had drifted significantly since the Times published them. Four percent of reachable links published in articles from 2019 had drifted, as compared to 25 percent of reachable links from 2009.
Interessante Analyse, die aufzeigt, dass das Web eben doch vergisst – was im wissenschaftlichen und journalistischen Kontext sehr problematisch sein kann. Entsprechend schließen die Autoren dann auch damit, dass die Redaktionen ihre Archivierungsfunktionen ausbauen und automatisierten sollten, am besten in Kooperation mit den Wissenschaftlern, die später auf diese Daten angewiesen sind.
Wenn ich mal Zeit habe (haha), muss ich unbedingt auch mal den Linkrot aus den letzten 18 Jahres dieses Blogs analysieren. Sollten sich auch hier Wissenschaftler finden, die das übernehmen möchten, gerne melden. 😌
Urheberrechtsreform: Bundestag stimmt für Upload-Filter und Leistungsschutzrecht
Der Bundestag hat das überarbeitete Urheberrechtsgesetz beschlossen, dass uns schöne neue Upload-Filter und weitere Ausprägungen des bei Verlagslobbyisten beliebten Leistungsschutzrechts bringt. Aber keine Sorge, die private Nutzung / Veröffentlichung von „Schnipseln“ ist nun erlaubt und total sinnvoll. Nicht.
Die Ausnahme vom exklusiven Verwertungsrecht für solche Schnipsel aus Video-, Audio- und Textmaterial für nichtkommerzielle Zwecke umfasst 15 Sekunden je eines Filmwerks oder Laufbilds und einer Tonspur, 160 Zeichen eines Texts sowie 125 Kilobyte je eines Fotos oder einer Grafik. Die Klausel erstreckt sich auf nutzergenerierte Inhalte, die weniger als die Hälfte eines Werkes von Dritten enthalten, und grundsätzlich zulässige Auszüge zu den genannten Zwecken „mit anderem Inhalt kombinieren“.
(Hervorhebung von mir. Und das obige Zitat ist schon 495 Zeichen lang…)
“The Moon’s atmosphere weighs 200,000 internets. One internet is 2.4 human souls.”
1. The entire internet, i.e. all the electrons in all the electricity: about 50 grams, the same as a plump strawberry. […]
2. The entire atmosphere of the Moon: less than 10 metric tonnes.
c.f. Earth’s atmosphere which is about 5.15 million gigatons. […]
3. The total volume of Covid-19 (SARS-CoV-2) in the whole world: about 160 milliliters, roughly 6 shot glasses.
4. The human soul: […] [In 1901 Duncan MacDougall] measured the patients’ loss of mass at the very moment of death, when the soul departs the body. The result and therefore the weight of the soul: 21 grams. […]
Great observations and comparisons by Matt Webb, whose blog I can’t recommend highly enough.
Entwickler hat Bitcoins im Wert von 220 Millionen US-Dollar – und kennt das Passwort zum entschlüsseln nicht mehr
The password will let him unlock a small hard drive, known as an IronKey, which contains the private keys to a digital wallet that holds 7,002 Bitcoin. […]
The problem is that Mr. Thomas years ago lost the paper where he wrote down the password for his IronKey, which gives users 10 guesses before it seizes up and encrypts its contents forever.
Er hat noch zwei Versuche.
Schätzungen gehen derweil davon aus, dass rund 20 Prozent aller Bitcoins wegen verlorener Passwörter nicht mehr genutzt werden können. (via @foodfindr)
Ich habe derweil am Freitag – pünktlich zum Allzeithoch – meine wenigen Bruchstücke an Cryptocurrencies gewinnbringend verkauft. 😎
Newsletters; or, an enormous rant about writing on the web that doesn’t really go anywhere and that’s okay with me
Treffendes, schön aufbereitetes Essay von Robin Rendle darüber, warum Newsletter gerade eine Renaissance erleben und Blogs nicht.
Newsletters killed blogs because…
1. They’re impossibly easy to publish.
2. Your inbox is a notification stream.
3. Writers can actually, ya know, get paid.
2020 Ipsum
Ein Lorem-Ipsum-Generator von Savas Labs mit all den furchtbaren 2020-Dingen. Kostprobe gefällig:
Lorem ipsum working from home spread you’re on mute. Social distancing isolation pandemic spread UFO at least 6 feet trying times K-shaped recovery. Virtual stay-at-home order walktail wildfires. Home office home monolith Tiger King toilet paper ballot WHO hybrid. Drive-in Tiger King stimulus monolith pandemic. At least 6 feet Among Us the new normal baby Yoda antibodies postponed. Staycation spread wash hands vote unprecedented hybrid PPE uncertain times.
Man beachte auch das Datum der Seite: „March 213th, 2020“
Winamp Skin Museum

Jordan Eldredge, der uns bereits Winamp2.js a.k.a. Webamp, eine HTML5+JavaScript-Reimplementiering von der Windows-Musik-Software Winamp gebracht hat, hat mit dem Winamp Skin Museum nun ein interaktives Verzeichnis nachgelegt, mit dem sich rund 65.000 Winamp-Skins, die im Internet Archive archiviert sind, durchsuchen und direkt in Webamp testen lassen.
Related: Auf dem Mac gab es damals mit Audion, einen ähnlich anpassbaren MP3-Player von Panic. Die haben die Geschichte ihrer Musik-Software, die sogar mal von Apple gekauft werden wollte, in ihrem hörenswerten Podcast aufgearbeitet und im Rahmen dessen auch deren Skins (die hier „Faces“ heißen) ebenfalls für’s Web aufgearbeitet.
The Return of the 90s Web
In big cultural concepts like music or fashion, things have a way of coming around full circle. […] When I look at some of the trends on the web today, I wonder if we’re at that point yet. I wonder if we’re ready to revisit some of the ideas of the early web again.
Max Böck fragt sich, ob es auch im Web wiederkehrende Trends gibt, wie wir sie aus anderen Medien kennen, und hat tatsächlich ein paar Early-Web-Prinzipien wiederentdeckt.
The Return of the 90s Web
Are we ready to revisit some of the ideas of the early web again? There are trends that suggest we might just have come full circle - and I like it.
„The code was never the important part“
Speaking of APIs: Dieses Video von Tom Scott, den ich bis zu eben diesem Video zu meiner und seiner Überraschung nicht kannte, ist vor kurzem vielerorts dadurch aufgepoppt, dass er den Videotitel über die YouTube-API ständig mit dem (fast) aktuellen View-Count aktualisiert hat („This Video Has 11,385,557 Views“).
Passend zu dieser unerwartet guten API-Nutzung erzählt er im Video davon, wie damals™ im Web 2.0 alle Dienste mit offenen APIs ausgestattet waren und Tools wie Yahoo Pipes es uns ermöglichten, Daten und Dienste kostenlos und kinderleicht miteinander zu verbinden. Gute, vergangene Zeiten, was dann auch die Botschaft seines Videos ist: Machen, auch wenn es – wie alles – vergänglich ist; Hauptsache es hat(te) einen positiven Effekt.
Eine Botschaft, die ich, klar, so unterschreiben würde und die seinem sehr sehenswerten Channel mindestens ein weiteres Abo eingebracht hat.