#musik (240)

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Eine kleine Geschichte, an der sich andere Musiker ein Beispiel nehmen sollten

Es war einmal 2002 eine Kölner Band namens Angelika Express, die, so sagt es Wikipedia, „Popmelodien mit Gitarre, Bass und Schlagzeug sehr hart und laut im Punkstil“ spielten. Thematisch ging’s, klar, um die „Erlebniswelten im Leben junger Erwachsener“. Klar, oder? Nee? Na dann: so hören sich unsere auditiven Erlebniswelten an:
[mp3 url=“http://www.reverbnation.com/controller/audio_player/download_song/983118″]Angelika Express – Geh doch nach Berlin[/mp3]
Im August 2005 lösten sich besagte Band und ihre Erlebniswelten jedoch auf. Bis sich im April diesen Jahres der Angelika-Gitarrist Robert Drakogiannakis der Sache annahm und Angelika Express kurzerhand als Soloprojekt reaktivierte. Hier ein Bild:


Robert startete mit dem ehrgeizigen Ziel jede Woche einen neuen Song auf seiner Webseite zu veröffentlichen. Toll produziert. Und für lau. Dabei sind dann Perlen wie etwa „Fernsehen zu zweit“ oder „Dich gibts nicht“, der unangefochtene Anführer meiner persönlichen Heavy Rotation, herausgekommen:
[mp3 url=“http://www.reverbnation.com/controller/audio_player/download_song/880127″]Angelika Express – Fernsehen zu zweit[/mp3]
[mp3 url=“http://www.reverbnation.com/controller/audio_player/download_song/767057″]Angelika Express – Dich gibts nicht[/mp3]
Und die Rechnung geht auf: Zuvor war mir Angelika Express gänzlich unbekannt und erst durch die Blogberichterstattung der letzten Monate bin ich auf’s Schaffen von Robert (& Co.) aufmerksam geworden. Mittlerweile hab ich alle alten Alben von Amazon einfliegen lassen und warte nur auf die nächste Gelegenheit1 Angelika Express in neuer Besetzung live zu sehen.

Aber es geht noch weiter: Robert möchte mit Angelika Express einen weiteren, für die meisten Künstler unkonventionellen Weg gehen und das neue Album nach dem Shareholder-Prinzip finanzieren. Bei humanen Preisen für die Angelika-Aktie sag ich schon mal: count me in!

Wer jetzt mittelheiß bis heiß geworden ist, findet die Downloads von sämtlichen neuen Angelika Express-Titeln im offiziellen Blog und bei Reverbnation.

  1. Angelika Express live: heute Abend im Rahmen der c/o pop Eröffnungsfeier im Kölner Gloria und nächste Woche Donnerstag im Odonien (kommt wer mit mir?). [↩]

Justaloud angetestet

Bei Justaloud.com habe ich soeben zwei Alben und zwei EPs von Olli Schulz und der Hund Marie erstanden. Für nur 596 Cent. Die drei kompletten Kettcar-Alben gehen derzeit für 577 Cent über die virtuelle Ladentheke und alle vier Alben von Tomte gibt’s für 760 Cent. „Haha, 2 Euro für’n Album-Download? Der olle Eay macht uns hier doch nicht etwa auf einen illegalen allofmp3-Klon aufmerksam?!“, höre ich euch fragen. Doch keine Sorge, Justaloud ist vollkommen legal, stellt aber das Musikdownload-Geschäft auf den Kopf: die angebotenen MP3s (DRM-frei, bis zu 320 kbit/s) steigen im Preis je öfter sie runtergeladen werden – und beginnen bei Null. Nada. Kostenlos. Und danach geht’s im Cent-Takt weiter. Das Angebot ist natürlich (noch) recht spärlich, aber gerade die GHvC-Platten sind für den Preis ein Muss!

Wer’s mal antesten und mir nen kleinen Gefallen tun möchte, registriert sich über diesen Link, damit ich nen kleinen Gutschein bekomme. Und jetzt geh ich Leergut sammeln. (via)

Update: Feliks von Justaloud hat keine Kosten und Mühen gescheut und den besagten Link nun so abgeändert, dass jeder, der sich darüber anmeldet ein Startguthaben von 3 Euro erhält (nach Bestätigung der E-Mail-Adresse). Sehr cool!

Fest van Cleef in Köln


Am Samstagabend beim Fest van Cleef, dem Städte tourenden Festival von, mit und rund um das Hamburger Label Grand Hotel van Cleef, gewesen. Mit dabei in Odo Rumpfs Schrottplatz-Atelier Odonien waren diesmal Ghosts of Tom Joad, Niels Frevert, I am Kloot, Robocop Kraus und, klar, natürlich Tomte und Kettcar. Das Wetter war zwar unbeständig (zu Beginn tropische Temperaturen, dann am Abend Gewitter und Regen), die Musik aber gewohnt gut. Und die Location ist eh klasse. In meinem flickr-Stream gibt’s ein paar Eindrücke. Soll heißen: jederzeit wieder! Wer demnächst ein Fest van Cleef vor der Tür hat – unbedingt hingehen!

Feed the Animals

Mein Lieblings-Mash-Up-Künstler Girl Talk hat vor zwei Tagen sein neues Album „Feed the Animals“ released. Klar, wieder bei dem Label mit dem besten Namen der Welt: Illegal Art. Ähnlich wie beim letzten Radiohead kann man den Preis für den Download (120 MB) selbst bestimmen: kostenlos bis Ende offen, aber beim aktuellen Dollar-Kurs (und natürlich wegen der Musik) sollte man schon mal ne kleine Finanzspritze rüberschicken. Und außerdem gibt’s ab 10$ noch die CD obendrauf!

Übrigens hat Wikipedia eine komplette Sample-Liste und Pitchfork ein Interview mit dem guten Mann. Und wem’s gefällt, der muss auch unbedingt Night Ripper, Girl Talks Album von 2006, haben. Un-be-dingt, ja. (via)

Andere RaR-Berichte

Wem mein Rückblick auf den rockenden Ring nicht genügt, der sei hiermit an meine kleine RaR-Blogger-Sammelstelle erinnert, wo nach und nach weitere Berichte anderer Blogger gelistet werden. Unterhaltsam, wenn man so erfährt, was anderen widerfahren ist…

Alle, die mit dem ganzen RaR-Geblogge, das hier in den letzten Wochen stattfand, nichts anfangen konnten, können aufatmen: bis nächstes Jahr ist Schluss damit.

Rock am Ring 2008

Oh weh, nun ist’s schon ne halbe Woche her, dass ich Morgens betrunken, kurz vor dem Hitzetod im Auto aufgewacht bin und in unserem Müllberg etwas zum futtern gesucht habe. Was jetzt für den Festival-unerprobten Mitmenschen absurd und abstoßend klingt, ist zwar genau das, aber zudem noch musikalisch und Camping-technisch das beste was das Jahr zu bieten hat: Rock am Ring.

Dieses Jahr waren wir im Vergleich zu den letzten Jahren (2006, 2007) zwar mit weniger Leuten am Start, dafür aber mit mehr Fleisch und Bier. An Fressflash und „Suff-Ausrastern“ waren dieses Jahr also folgende Leute beteiligt, die hier aus Datenschutz-Gründen nur mit ihrem RaR-Pseudonym und aus Exhibitionismus-Gründen auch mit Twitter-Ding aufgelistet werden: Blu, der Ölmann (@Goldi1945), seine Freundin H.W. (@BlackDahlia), Enis Immel (@gamto), LaBeouf (@The_McLee), meine Freundin Paul Billekens (@Limpi) und ich, Horst Noord (@Eay). Ach ja, Udo war natürlich auch mit dabei, hatte es aber mal wieder versäumt eine Karte für’s Festival zu erstehen, der alte Pfahl, der…

Was euch aber sicherlich mehr interessiert als unsere Besetzung und den Zustand unseren Campingplatzes (den ihr übrigens auch in meinem RaR-Fotoset bei flickr selbst beäugen könnt), ist sicherlich die Musik wegen der ja ein Großteil der Festivalbesucher da war. Im folgenden also in aller Kürze (sogar chronologisch!) die zwölf Künstler, die ich mir angesehen habe, und was ich von ihnen hielt oder auch nicht: (mehr …)