#finanzen

Goodbye Airtable

Ich nutze Airtable ja seit Jahren sehr gerne, aber mit dem Limit von 1.000 Records pro Base im Free-Account bei gleichzeitiger Abwesenheit eines bezahlbaren Pro-Tiers für Privatanwender/Familien bringt sich der Dienst langsam aber sicher selbst auf meine Abschussliste.

Wir sammeln z.B. unsere monetären Ausgaben in einer Airtable-Datenbank, schön kategorisiert und vertaggt. Bei 1.000 Records, was insgesamt nur wenige KB sein dürften, reicht das für ca. ein Jahr. Danach würde uns dieses advancedte Excel zu zweit aber 240$ im Jahr (!) kosten.

Notion, für das ich privat und beruflich zahle, könnte diesen und viele, viele andere Use Cases mittlerweile auch sehr gut abdecken – zu einem Bruchteil der Kosten. Selbst unser Scriptable-Widget zum Auslesen der Ausgaben per API wäre mittlerweile problemlos möglich.

Anstatt die vollgelaufene Airtable-Datenbank also jedes Jahr zu duplizieren, um weiterhin im Free-Tier verbleiben zu können, werde ich Airtable also bald zugunsten von Notion den Rücken kehren, wo es – Stichwort Knowledge Base – eh besser aufgehoben sein wird.

Klar, Airtable schielt eher auf Business-Anwender, aber es sind halt oft die Privatanwender, die Software/Dienste in Unternehmen platzieren. Da war Notion von Beginn an besser aufgestellt und wird dieser Tage deutlich häufiger empfohlen. Chance leider vertan & verspielt, Airtable.

The Case Against Crypto

Stephen Diehl erklärt mit Blick in die Geschichts­bücher sehr anschaulich, was das Problem mit Crypto­currencies ist und warum man die Finger von Bitcoin & Co. lassen sollte:

Crypto coins are simply speculative gambling products that only create a massive set of negative externalities on the world. It is introducing artificial volatility into markets untethered to any economic activity and creates an enormous opportunity cost where the only investment opportunity is as an economically corrosive synthetic hedge against all productive assets. This is not innovation, this is technical regression and flirtation with ecological disaster in a time when we cannot afford to gamble our planet’s fate on pyramid schemes and dog memes.

[Crypto] cannot create or destroy real money because unlike a stock there is no underlying company that generates income. So if you sell your crypto and make a profit in dollars, it’s exactly because a greater fool bought it at a higher price than you did. So every dollar that comes out of a cryptocurrency is because a later investor put a dollar in. […] For every winner there are guaranteed to be multiple losers.

Ich habe meine Cryptocurrencies aus genau diesem Grund und wegen der katastrophalen Ökobilanz vor einem Jahr abgestoßen.

Entwickler hat Bitcoins im Wert von 220 Millionen US-Dollar – und kennt das Passwort zum entschlüsseln nicht mehr

The password will let him unlock a small hard drive, known as an IronKey, which contains the private keys to a digital wallet that holds 7,002 Bitcoin. […]

The problem is that Mr. Thomas years ago lost the paper where he wrote down the password for his IronKey, which gives users 10 guesses before it seizes up and encrypts its contents forever.

Er hat noch zwei Versuche.

Schätzungen gehen derweil davon aus, dass rund 20 Prozent aller Bitcoins wegen verlorener Passwörter nicht mehr genutzt werden können. (via @foodfindr)

Ich habe derweil am Freitag – pünktlich zum Allzeithoch – meine wenigen Bruchstücke an Cryptocurrencies gewinnbringend verkauft. 😎