#crowdfunding (27)

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Outcast-Reboot als Kickstarter-Kampagne

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Großartige Neuigkeiten! Nachdem die Macher von Outcast die Rechte an ihrem Spiel im letzten Jahr zurückkauften, haben sie nun eine Kickstarter-Kampagne gestartet, um ein HD-Remake des großartigen SciFi-/Fantasy-Abenteuers von 1999 zu produzieren. Ab 600.000 Dollar ist das Ding finanziert und das Remake erscheint für PC. Bei mehr Geld gibt’s mehr Plattformen (Mac, Linux, Next-Gen-Konsolen und sogar Oclulus Rift-Support), bessere Animationen und diverse Spielerweiterungen. Bekommen die Fans 1,7 Millionen Dollar zusammen, wird zudem eine neue Welt zum Outcast-Universum hinzugefügt.

Outcast war damals ein wirklich außergewöhnliches Spiel und seiner Zeit weit voraus. Es gab eine große, frei erkundbare Welt, in der es gefühlt unendlich viel zu entdecken gab, eine für damalige Verhältnisse kluge Gegner-KI und sehr viel Humor, etwas was vielen Genre-Vertretern bis heute fehlt. Da ich unzählige Stunden auf Adelpha, dem Planeten, dessen Bewohner Protagonist Cutter Slade aus der Tyrannei befreien will, verbracht habe und Outcast bis heute einen festen Platz in meiner ewigen Top Ten hat, habe ich die Kickstarter-Kampagne natürlich unterstützt. Bis zum 7. Mai könnt und solltet ihr es mir noch gleichtun.

Update, 07.05.2014: Leider konnten nur 255.000 der gewünschten 600.000 Dollar erzielt werden, wodurch die Kickstarter-Kampagne leider gescheitert ist. Die Macher kündigten aber bereits an, das Spiel dennoch durch Finanzierung auf anderem Wege umsetzen zu wollen.

„We’re not shooting for realism, we’re shooting for awesome“

Und schon wieder Crowdfunding: Planetary Annihilation soll der Nachfolger des 1997 erschienenen Echtzeitstrategiespiels Total Annihilation werden, das ich aus irgendeinem merkwürdigen Grund nie gespielt habe, obwohl ich zu dieser Zeit quasi alles gespielt habe. Doch auch ohne irgendeinen Bezug zum Titel zu haben, sieht Planetary Annihilation für mich ziemlich großartig aus. Ich meine, wer würde nicht gerne Planeten ineinander smashen lassen? Richtig! Und aus diesem Grund sollten wir jetzt alle das voraussichtlich im Juli 2013 für PC & Mac erscheinende Spiel bei Kickstarter unterstützen. Und wo wir schon mal dabei sind: Kann bitte auch jemand ein Remake von KKND und/oder Dark Reign machen?! Die habe ich 1997 nämlich intensivst gespielt und sind, wenn ich so drüber nachdenke, wahrscheinlich der Grund dafür, dass ich keine Zeit für Total Annihilation hatte. (via Maxvoltar)

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App.net

Während ich dies schreibe läuft die Crowdfunding-Geschichte von App.net noch 24 Stunden. Das Ziel, 500.000 Dollar, ist aber schon seit gestern erreicht – aktuell steht man bei $645.000, wozu auch ich einen Teil beigetragen habe. Nun möchte ich euch aber nicht bitten oder auffordern, es mir gleich zu tun, sondern nur kurz erklären, warum ich mich dazu entschlossen habe App.net zu backen. Obwohl Dave Winer natürlich nicht so ganz Unrecht hat, wenn er sagt, dass die App.net-Finanzierung vor allem für App.net gut ist. Aber es geht mir und wohl auch vielen anderen auch nicht darum, unbedingt „diesen einen Service“ zum leben zu wecken, sondern vielmehr darum, für den Tag, an dem Twitter endgültig den Vogel abschießt, alles mit Werbung zupflastert und Third Party Clients verbietet, eine lauffähige Alternative zu haben. Dieser Tag mag vielleicht niemals kommen, vielleicht ist es aber auch schon nächste Woche so weit.

Natürlich ist App.net weder dezentralisiert, noch vollkommen offen, so wie wir es uns am liebsten gewünscht hätten. Im Gegensatz zu solch tollkühnen Ideen hat es jedoch schon einen entscheidenden Vorteil: es funktioniert bereits. Die Alpha-Version kann fleißig befüllt werden und in den letzten drei Tagen sind schon ein paar Dutzend Apps programmiert worden; viele weitere sind in Entwicklung. Generell fühlt sich App.net wie Twitter 2006/2007 an: Zur mobilen Nutzung benutzt man zur Zeit noch Webapps (wie z.B. shrtmsg), man kann noch problemlos in der globalen Timeline mitlesen und mit fremden Menschen irgendwo auf der Welt kommt man unweigerlich ins Gespräch. Bei Twitter befinden wir uns gefühlt seit 2009 in einer Blase aus den immer gleichen Leuten. Klar, stoßen ab und zu neue dazu, aber Kontakt über die eigene Timeline hinaus ist jenseits von »Schlag den Raab« eher selten geworden.

Mit zunehmendem Erfolg wird das zwar auch bei App.net schwinden, aber für den Moment ist es toll und wer weiß, vielleicht hat ja einer der App.net-Entwickler eine Idee, wie man diese Diskussionskultur auch bei mehr als 10.000 Nutzern aufrecht erhält und bestenfalls jenseits von Hashtags und Suchanfragen (wie bei Twitter). Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, erstmal braucht es ordentliche Third Party Clients für iPhone & Co. Und dann dürfte der Weg zu einer App, die Twitter- und App.net-Stream parallel betreibt nicht mehr weit sein. Man darf jedenfalls gespannt sein (und darauf hoffen, dass es noch ein ansprechendes Logo und bitte, bitte, bitte einen neuen Namen gibt).

„You should follow me on App.net here.“