Wes Cook and the Centralia McDonald’s Mural

Cabel Sasser von Panic hat 2024 auf der letzten XOXO-Konferenz einen wunderbaren Vortrag über … McDonald’s und ein außergewöhnliches Ronald-McDonald-Wandbild von 1980 gehalten, das er in einem Vintage McDonald’s gefunden hat.

Seht euch die Video­aufzeichnung an, um zu erfahren, was aus der, wie er es nennt, Sixtinischen Kappelle der McDonald’s-Kunst geworden ist. Und lest anschließend seinen jetzt veröffentlichten lesenswerten Blogeintrag mit weiteren Infos und Behind-the-Scenes-Einblicken.

Wenn ihr euch für Kunst, Popkultur und hyperfokussierte Nonsens-Obsessionen erwärmen könnt (und wenn das nicht so wäre, würdet ihr ja nicht hier mitlesen), solltet ihr euch die 30min für Video und Blogpost definitiv geben. Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen.

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cabel.com

Wes Cook and the Centralia McDonald's Mural

A personal story about discovering a mural in a McDonald's, an unknown artist named Wes Cook, trying to save the mural, and a conference talk about it all.

Das eigene Blogarchiv lesen – oder: KI-Zusammenfassungen im Blogarchiv

Da das Bloggen über’s Bloggen für den Bloggenden bekanntlich nicht langweilig wird, soll es heute kurz um das Lesen des eigenen Blogs gehen.

Darüber haben sich zuletzt auch Marco und dann Thomas Gedanken gemacht, die beide berichten, dass sie gerne in ihren eigenen Blogarchiven lesen, Veränderungen und Entwicklungen beobachten. Marco erkennt dabei für sich:

Vielleicht ist genau das der größte Wert eines Blogs für mich. Nicht, dass jemand ihn liest. Nicht, dass er wächst. Sondern dass ich später nach­schauen kann, was mich zu einem bestimmten Zeitpunkt beschäftigt hat.

Mir geht es da tatsächlich ähnlich. Nicht wegen der hoffentlich vorhandenen Weiter­entwicklung meiner Persönlichkeit und meines geschriebenen Worts, sondern vielmehr wegen des Rückblicks auf die Themen, mit denen ich mich damals™ beschäftigt habe. Da – wie es auf der About-Seite heißt – „alles andere zwischen den Zeilen [steht]“, wird mir und z.T. euch natürlich auch einiges an Privatem offenbart, aber eigentlich sind es die Interessen und Obsessionen, die mich gerne und – wie bei Thomas – sehr regelmäßig zurück in mein Blogarchiv führen.1

Bei – mit diesem – 4.239 Posts ist das Stöbern im Archiv nicht nur voller Überraschungen, sondern auch immer öfter Glückssache. Die Suche (einfach s-Taste drücken) ist vor allem seit den letzten Änderungen gut, wenn man sich aber auf der Archiv-Übersichtsseite in die aktuell 227 monatlichen Archiv­seiten verirrt, ist man verloren.

Weshalb ich mir nach dem Vorbild der US-Wirtschaft dachte: „AI to the rescue!“ Schließlich habe ich ein gepflegtes, statisches Archiv meines dynamischen WordPress-Blogs, das immer mehr zur Working Copy meiner Arbeit mit dem Textkorpus hier wird. Ob ich nun Romane zähle oder – wie jetzt – kurze, einleitende Highlights und Zusammen­fassungen für jeden Monat seit Anbeginn der Zeit des Archivs ergänze.

Die Idee ist offenkundig, einen schnellen Überblick zu bekommen, worum es in besagtem Monat geht. Dazu habe ich die LLMs meiner Wahl, namentlich Claude Sonnet 4.5 und GPT-5.3, einmalig (!) über das Static Archive laufen lassen und entsprechend eines Regelsets jährliche _summary.json-Dateien erzeugen zu lassen (Beispiel), die anschließend hier importiert und angezeigt werden. Was dann so aussieht:

Screenshot eines Blog-Monatsarchivs („Einträge von Oktober 2022 (12)

Unten drunter dann noch der Hinweis, dass es sich um KI-generierte Zusammen­fassungen handelt, inklusive Ausklapper, der offenbart, welches Modell zu welchem Zeitpunkt benutzt wurde (hier z.B. Januar 2026 via GPT-5.3 und Dezember 2025 via Sonnet 4.5). Überaus wichtig, denn 1. ist hier ansonsten nichts KI-generiert und 2. lesen sich etwa die KI-Highlights von Februar 2025 so:

Highlights: Bundestags­wahl AfD 20%, USA keine Demokratie, Merz-Ära

Was eindeutig Lowlights sind. Sehr low sogar. Und qualitativ gibt es system­bedingt natürlich eine große Bandbreite. So erwecken die Zusammen­fassungen z.B. den Eindruck, ich hätte im November Geburtstag, nur weil ich dort mal über das Älterwerden gejammert habe. Oder sie schließen mit Erkenntnissen à la „Ein dichter Monat zwischen Netzpolitik, Nerdkultur und Pop“. Na danke.

Dennoch freue ich mich über die kurze Einleitung, wann immer ich jetzt auf einen Monat klicke. Und irgendwie trägt es auch zur (technischen) Weiter­entwicklung von Blogs bei, finde ich. Ein Thema, dem ich mich, wie kryptisch angekündigt, in diesem Jahr noch mehr widmen will.

Update, 12.02.: Ich habe heute noch Links zu den Summaries hinzugefügt, so dass diese direkt auf die entsprechenden Posts verlinken, wenn möglich. Ursprünglich dachte ich, dass das zu sehr vom Weiterlesen im Archiv ablenken würde, aber in der Benutzung merkte ich, dass das Suchen nach einem bestimmten Punkt der Zusammenfassung doch deutlich anstrengender ist.

  1. Bei Kagi, meiner Such­maschine der Wahl, habe ich dieses Blog sogar nach oben gepinnt, damit mir Inhalte/Themen, die ich schon verbloggt habe, direkt dort wieder nach oben gespült werden, sollte ich erneut nach ihnen suchen. Es ist nämlich schon einige Male passiert, dass ich Jahre später Links bloggen wollte, die es schon längst hierher geschafft hatten. 😅 []

Are we stuck with the same Desktop UX forever?

 
(YouTube Direktlink)

In this talk, Scott Jenson gives examples of how focusing on UX – instead of UI – frees us to think bigger. This is especially true for the desktop, where the user experience has so much potential to grow well beyond its current interaction models. The desktop UX is certainly not dead, and this talk suggests some future directions we could take.

Großartiger Vortrag beim Ubuntu Summit 25.10 von Scott Jenson, seines Zeichens UX-Designer, der zuvor bei Apple und Google gearbeitet hat und nun Mastodon und Home Assistant unterstützt.

Während Jenson über die UX unserer Desktop-Betriebssysteme und fehlende Innovationen in dem Bereich von Apple & Co. spricht und sich damit natürlich an die Linux-Entwickler im Raum richtet, droppt er so viele Konzepte und Ideen, dass ich – ohne selbst Operating Systems zu designen, sondern nur kleine und manchmal große Anwendungen – vor Inspiration geflasht war, den Talk schon drei Mal geguckt habe und natürlich auch den Studierenden meines User-Experience-Seminars nahegelegt habe.

Wenn ihr euch für das Feld interessiert, also eine große Empfehlung!

Einen Monat (und eine Woche) jeden Tag bloggen

Noch gar nicht dazu gekommen, das festzuhalten, aber hey, we did it! Also… genau genommen ich, aber ihr habt es evtl. gelesen: Im Januar habe ich tatsächlich jeden Tag gebloggt. Es sind sogar 36 Posts geworden, was ich zuletzt im Pandemie-Februar 2021 geschafft habe mit ebenfalls 36 Posts1 und davor das letzte Mal in ähnlicher Höhe im Mai 2014 mit 44 Posts (!).2

Ich weiß nicht, wie ihr es empfunden habt, aber nach meinem Ermessen gab es dabei auch keine Lücken­füller. Vielmehr haben die 36 Posts tatsächlich mal wieder die gesamte Bandbreite von „Medien, Popkultur und Technologie“, wie es oben drüber steht, abgedeckt.

Screenshot der Posting-Heatmap und des Posts-pro-Monat-Balkendiagramms aus dem Archiv.

An zwei Tagen ist es zeitlich recht knapp geworden, die Posts rechtzeitig zu veröffentlichen. Der Februar gestaltet sich gerade auch deutlich schwieriger, denn zwischen ausgefallener Kinderbetreuung inkl. explo­dierender WhatsApp-Gruppen und wichtigen Kunden­projekten, die gerade zum Abschluss gebracht werden wollen, bleibt nicht immer die nötige Zeit, um noch etwas für’s Blog vorzubereiten. Klar, es gibt einen Backlog an halb fertigen Texten und an Ideen sowieso, aber manchmal wird das nicht passen. Zumindest ist das abzusehen. Schlafmangel und Karneval werden ihr Übriges tun, fürchte ich.

Aber egal, für den Moment hat es geklappt! Und dass die Frequenz hier wieder deutlich angestiegen ist und das auch so fortgeführt wird, halte ich – Stand jetzt – für überaus wahrscheinlich! 🎉

Blogging is back, und zum Glück ja nicht nur hier.

  1. Aber nur dank der Photoblogging Challenge von Micro.blog in besagtem Monat. []
  2. Zur zeitlichen Einordnung zwei Beispielbeiträge aus dem Monat: Google zeigt den Prototyp seiner selbstfahrenden Autos und Netflix bestätigt Deutschlandstart. 👴🏻 []

How Substack makes money from hosting Nazi newsletters

The global publishing platform Substack is generating revenue from newsletters that promote virulent Nazi ideology, white supremacy and antisemitism, a Guardian investigation has found.

Es war ja bereits bekannt, dass Substack eine Nazi-Bar ist. Der Guardian hat das nun noch mal belegt. Wenn ihr also einen eigenen Newsletter betreibt, solltet ihr nun noch einmal darüber nachdenken, das nicht via Substack zu tun.

That said: Ich habe auch noch einige eurer Substacks im (kostenlosen) Abo, weil ich eure Inhalte gerne lesen möchte. Das Umfeld dort ist aber ähnlich schlecht wie bei X – wenn auch nicht so öffentlich –, so dass man sich davon alsbald abwenden sollte. Bitte & Danke.

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theguardian.com

Revealed: How Substack makes money from hosting Nazi newsletters

Exclusive: Site takes a cut of subscriptions to content that promotes far-right ideology, white supremacy and antisemitism

IPTV Garden

Thousands of free, publicly available live TV streams from over 130 countries on a single platform where you can bookmark favs or browse by category. No signup, no subscription. It’s essentially a nicer skin of the open-source [iptv-org] on Github.

(Quote & Link via Dense Discovery #374)

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iptv.garden

IPTV.garden - Watch Free Live TV Online

Watch over 10,000+ free TV channels online. No registration required. Explore global live television, sports, news, and movies on IPTV.garden.

Birth Lottery

We started this project with a simple question: “How can we make global inequality more tangible?” From that came an idea: an interactive simulation that lets people experience, statistically, where and how they might be born.

Each spin randomly assigns you a country based on the number of births per country. The higher a country’s number of births, the more likely you are to land there. The metrics you see — life expectancy, income, education and more — show what life on average looks like for someone born in that place.

Fast zwei Dutzend „Spins“ und ich habe kein Land angezeigt bekommen, in dem es besser als hierzulande wäre. Was den Rechtsruck in all den westlichen Demokratien noch unverständlicher macht, wenn man sich bewusst macht, wie unglaublich privilegiert wir sind. Womit diese Visualisierung hilft.

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givingwhatwecan.org

Birth Lottery

If you were reborn today, where would you land? And how would that change your life?

Bewegtbildstefan in YouTube-Werbung

Animierte iMessage-Notification mit dem Text 'Was machst du in meiner YouTube-Werbung?'

Diese Nachricht habe ich in den letzten Wochen so oder so ähnlich dutzend­fach in den diversen Messengern oder im Social Web bekommen.

Grund dafür ist, dass meine Firma Hypercode vom Team von awork besucht wurde und diese eine schöne Customer Story über uns und unsere awork-Nutzung gemacht haben – und das anschließend bei YouTube mit Geld beworfen haben. Aktuell liegen zwei sehr ähnliche Fassungen des Videos bei insgesamt über 270.000 Views.

Da das Video mit mir eröffnet, bedeutet das, dass mich einige Leute in den vergangenen Wochen erstmalig oder mal wieder in Bewegt­bild gesehen haben. Der obige Wortlaut stammt z.B. von meinem ehemaligen Kollegen Dominik (Grüße, Spezialeins!).

Wenn ihr also schon immer mal wissen wolltet, wie ich klinge und wie kräftig ich auf einem Laptop tippe, der nicht meiner ist, dann habt ihr jetzt die Gelegen­heit dazu (ich finde zwar, ich sehe auf dem Thumbnail etwas ängstlich aus, aber das ist nur fair, denn wie muss es euch erst gehen, wenn ich plötzlich und unvermittelt in eurer YouTube-Werbung auftauche? 🙈):

 
(YouTube Direktlink)

Und apropos awork: Ihr erinnert euch richtig, wenn ihr euch daran erinnert, dass diese hier bereits Erwähnung fanden. Denn im vergangenen April haben wir eine awork-Raycast-Extension veröffentlicht, die unsere Lieblings-Produkt­management­software mit unserem Lieblings-Application-Launcher vereint.

a.gup.pe

Screenshot der a.gup.pe Website aus dem Internet Archive

Ich habe gerade erst erfahren, dass a.gup.pe, der Group-Service im Fediverse, im September eingestellt wurde, nachdem die Domain abhanden gekommen ist. Die Kagi KI klärte mich auf:

The service a.gup.pe, which provided decentralized groups on Mastodon, encountered significant issues in September 2025 when its domain name, gup.pe, was reportedly taken before its expiration due to unusual registration terms. This event led to the service’s shutdown, with the domains gup.pe and immers.space expiring and a.gup.pe being replaced by a WordPress site (1).

Das ist überaus schade, konnte man doch durch die Nennung von z.B. @filmeundserien@a.gup.pe sicherstellen, dass das eigene Posting bei allen im Feed auftauchte, die ebenfalls der @filmeundserien-Gruppe folgten. Gleiches galt für @frontend, @fussball & Co. Eine schöne Möglichkeit zur Vernetzung, insbesondere während die Hashtags auf Mastodon unter der Dezentralität leideten.1

Genutzt haben das wenige Tausend Fediversierte™ von denen auch ein paar überlegt haben, den Dienst neu zu starten, was aber bisher doch nicht weiter verfolgt wurde. Schade, denn a.gup.pe war ein, wenn auch erstmal wenig zugängliches, aber spannendes Tool im Fediverse.

  1. Eines der coolsten Features im vermeintlich dezentralen Bluesky sind dahingehend die Custom Feeds, wie z.B. der, den ich über den 1. FC Köln betreibe. []

Jurassic Park… Works

 
(YouTube Direktlink)

Mr. Hammond, after careful consideration, I’ve decided to happily endorse your park.

Am Sonntag findet der 60. Super Bowl statt. Für alle, die sich nicht für Football interes­sieren, sind eher die Halftime-Show von Interesse sowie die in den Unter­brechungen gezeigten Werbe­spots, wovon schon einige veröffent­licht wurden und z.T. bereits zuvor viral gehen. Einer davon ist der Werbespot des Internet-Providers Xfinity, der zeigt, dass die Probleme im originalen Jurassic Park mit ihrer zuver­lässigen Internet­verbindung und ihren Support-Mitarbeitenden nicht aufge­treten wären.

Taika Waititi führte bei dem Werbespot Regie. Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum sind in ihren Parade­rollen wieder mit dabei und wurden digital de-aged, was mitunter etwas komisch aussieht – Stichwort Uncanny Valley –, aber insgesamt die stimmige, lustige Prämisse unter­streicht. Hier noch ein nettes, kurzes Behind the Scenes zur Produktion.

Uh, Wi-Fi finds a way.