Das 2002 gestartete Friendster war eines der ersten Social Networks und das erste, das über eine Millionen Nutzer*innen hatte, was bis 2011 sogar bei 115 Millionen Usern peakte. Hier ein früher Einblick durch das Web Design Museum. 2015 war aber auch schon wieder Schluss während andere Netzwerke den Markt dominierten.
Web-Entrepreneur Mike Carson1, der, wie er selbst angibt, seine Frau auf OkCupid kennengelernt hat und damit die Gründung seiner Familie Online-Services verdankt, verleiht Friendster nun neues, wenn auch anderes Leben ein. So hat er sich friendster.com samt auslaufendem Friender-Trademark gekauft und eine kleine Social-Networking-App darauf gestartet, allerdings mit dem Clou, dass die Nutzer*innen sich zunächst offline connecten müssen. Was 2026 wahrlich keine schlechte Idee ist. (via Kottke)
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Welche Online-Dienste und Apps würdet ihr denn gerne wieder aus der Versenkung holen?
Bei mir wäre es ganz klar das klassische Gowalla (2007), eine frühe, spaßige Check-In-App, die dann von Meta Facebook gekauft wurde (und die seitdem meine Daten in Geiselhaft halten!), und Placescore (2014), ein spaßiges, ortsgebundenes Puzzle-Spiel mit Bestenlisten von Marcel & Team.
- Name (≠ Handle) auf X ist „mike@bitcoin“, was gleich zwei Red Flags sind, also bitte mit Vorsicht genießen. [↩]
@eay @marcel studiVZ hat Spaß gemacht
@eay Wenn wir schon bei alten Sachen von @marcel sind: Wie hieß nochmal dieses Text-Snippet-Dings? Das fand ich toll.
@eay Sloblog!
@eay app.net 💔
Ganz klar del.icio.us oder die Stimmung vom alten Flickr.
Das Einstampfen von Google Reader war auch der Anfang vom Ende des Open Webs. Würds nicht mehr aus der Versenkung holen, da gibts heute sicher besser Alternativen, aber wie schön wäre es gewesen wenn der Dienst und damit auch dessen Kultur überlebt hätte?
Und OiNK. Kein Dienst im klassischen Sinne, und jahahaaa natürlich auch illegal, aber es war nur mal ein Torrenttracker von Musikenthusiasten für Musikenthusiasten: nur Qualität, keinerlei Enshittification, allen dort war daran gelegen das Bestmögliche rauszuholen. Wenn du irgendeine obskure Liveaufnahme von einem Konzert XY haben wolltest konntest du dir fast sicher sein, die ein paar Tage später auch zu haben. Wie toll das einfach war, wenn der Nutzer im Vordergrund stand, nicht irgendwelche Quartalszahlen.
@Ralf Süss Ja, hatte was. Ich hab ja zu dem Zeitpunkt studiert, was es nochmal lustiger gemacht hat. Bis dann Facebook kam und es relativ schnelle keine Rolle mehr gespielt hat.
@ralfSuess Ja, hatte was. Ich hab ja zu dem Zeitpunkt studiert, was es nochmal lustiger gemacht hat. Bis dann Facebook kam und es relativ schnelle keine Rolle mehr gespielt hat.
@el flojo (DenkfabrikBlog) Quote.fm. Das war in der Tat auch sehr unterhaltsam. Habe die Tage nochmal daran gedacht, dass so ein Recommendation-Netzwerk an sich ganz spannend war, aber heute und vermutlich auch da schon von Social Media abgebildet wurde bzw. werden kann.
@elflojo Quote.fm. Das war in der Tat auch sehr unterhaltsam. Habe die Tage nochmal daran gedacht, dass so ein Recommendation-Netzwerk an sich ganz spannend war, aber heute und vermutlich auch da schon von Social Media abgebildet wurde bzw. werden kann.
@Donswelt Ha, das musste ich tatsächlich googlen. Ging wohl irgendwie an mir vorbei damals.
@donnyglover Ha, das musste ich tatsächlich googlen. Ging wohl irgendwie an mir vorbei damals.
@./wssndrf :svmeppen: Oh yes. Aber genau genommen ist das ganze nun als quelloffenes Fediverse ja noch besser realisiert worden.
Fun-fact: Der App.net Wikipedia-Artikel hat ne ganze Weile einen Screenshot mit meinem Account gefeatured, siehe https://eay.li/36h.
@wssndrf Oh yes. Aber genau genommen ist das ganze nun als quelloffenes Fediverse ja noch besser realisiert worden.
Fun-fact: Der App.net Wikipedia-Artikel hat ne ganze Weile einen Screenshot mit meinem Account gefeatured, siehe https://eay.li/36h.
Status 2018-08-24 08:27
@Frank +1 für beides!
@Christoph Zustimmung beim Google Reader. Die heutigen Dienste haben schon mehr drauf, aber der wäre sicherlich noch weiterentwickelt worden. Ich kann bis heute allerdings nicht verstehen, warum sie es abgeschaltet haben, weil das kann Google doch nichts gekostet haben, während es gleichzeitig Insights in diese Multiplikator-Zielgruppe der RSS-Nutzer gebracht hätte.
Und zu OiNK: das habe ich jetzt mal nachgelesen, kenne ich nämlich tatsächlich nicht. Klingt aber ziemlich fantastisch. Erinnere mich an ein, zwei andere private BitTorrent-Tracker, die z.B. obskure Popkultur-Sachen verbreitet haben, was auch ziemlich genial war.
@eay Ich mag ja diese Single Purpose-Dinger, die nur eine Sache machen, aber die richtig gut.
@elflojo Absolut. Vor allem weil das ja auch mit iPad-App usw. sehr schön aufbereitet war. Und den Fokus weg von alleinigen Leseempfehlungen hin zu cleveren Textauszügen verlegt hat, was auch überaus nice war – und heute eigentlich fehlt.
@eay Stimmt, dennoch fand ich es damals sehr schade, als es vom Netz ging…
Mittlerweile ist der Screenshot leider verschwunden 😵💫
@eay @marcel Foursquare mit Check-ins wie früher (jaja Swarm, aber das ist ja nicht so ganz das Gleiche)