Zwei Milestones, die diese Woche gefeiert wurden, nicht direkt etwas miteinander zu tun haben, aber denen jeweils das Netz zugrunde liegt:
- Am 12. Januar feierte Sascha Lobos
wöchentlicher BlogKolumne „Die Mensch-Maschine“ auf Spiegel Online zehnjähriges Jubiläum. Hier eine Spiegel-interne – Zitat – „Lob(o)hudelei“. Die ersten drei Jahre habe ich vermutlich jede seiner Kolumnen gelesen, heute ist mir das, wie seine Medienpräsenz, etwas zu viel, so dass ich nur noch nach Themen ausgewählte Ausgaben (und Auftritte) verfolge. Wenn ich das tue, kann ich diesen aber – wie früher, als Netzberichterstattung noch häufiger was vielversprechendes und seltener was bedrohliches war – immer was abgewinnen. (Ach komm: #bloggeburtstag) - Am 15. Januar ist unser aller Wikipedia 25 Jahre alt geworden. Fühlt sich mittlerweile wie ein elementarer Bestandteil des Webs an, aber ich muss selbst noch durch ein Web gesurft sein, in dem es die Online-Enzyklopädie nicht gab.1 Verrückt. Der erste Edit war übrigens die HomePage („This is the new WikiPedia!“), die ersten 100 Seiten diese hier. Die deutsche Wikipedia kam dann am 16. März 2001 dazu. Ich gratuliere, ChatGPT auch (höhö) und als Leseempfehlung gebe ich euch noch den Blogpost zum Jubiläum von Anil Dash mit auf den Weg, in dem er die Historie der Wikipedia nachzeichnet, die aktuellen Herausforderungen (Grokipedia & Co.) beschreibt und aufzeigt, was man selbst vom Erfolg der Wikipedia mitnehmen sollte.
- Dafür aber Microsoft Encarta auf CD-ROM. 😌 Übrigens 2009 gekillt durch das Geburtstagskind. [↩]
Und 20 Jahre lang seither kämpfe ich immer wieder dagegen an, dass Wikipedia doch Mist sei. Ich selbst habe Artikel geschrieben und weiß daher, wie stark selbst kleine Artikel zu unbekannten Themen beobachtet und bearbeitet werden. Ich kann die Uhr danach stellen, so schnell kommen Anmerkungen.
Stattdessen wurde früher irgendwo auf obskuren Seiten recherchiert bzw. heute die KI befragt. Was soooo viel besser ist…
@eay Für mich ist Lobo nicht mehr ernstzunehmen, da er es ihm bei der Substanz bzw. den technischen Hintergründen für mich zu oft gefehlt hat. Erinnere mich noch ein zwei Fälle:
– Rant gegen den „deutschen Rückstand“ bei mobile payments via Smartphone mit Verweis auf das afrikanische System „M-Pesa“ – welches völlig ohne Smartphones funktioniert.
– In einem Essay stand etwas in Richtung „im Internet ist jeder Draht nach Plan verlötet“. Da war jemand seit Jahrzehnten in keinem Datacenter…