Einträge von März 2020

Samurai & Shogun

Großartiger, blutiger, fünf Minuten langer Anime-Kurzfilm, der vom japanischen Studio Deen produziert wurde und uns die Wartezeit auf den zweiten Teil der vierten Staffel von »Rick and Morty« verkürzt. Wann die erscheint, wissen wir derweil aber immer noch nicht [doch, siehe unten].

 
(YouTube Direktlink)

Update, 01.04.: Ein zwischenzeitlich veröffentlichter Trailer für »The Other Five«, die zweite Hälfte der Season, offenbart, dass es am 3. Mai weitergeht.

Screenshot von Yonks

Mein letzter Kinobesuch ist heute 50 (!) Tage her. Ich habe gerade nachge­guckt: Seitdem ich die Kinostatistik führe (was ich jetzt seit 13 Jahren tue), war ich kein einziges Mal so lange nicht im Kino.

Und es werden wohl noch ein paar Tage mehr. 😔

iPadOS 13.4 – Cursorcalypse

iPad zwischen Bildschirmen

Lustig: Ich habe all diese riesigen Bildschirme um mich herum, aber am spannendsten ist es gerade auf diesem kleinen Touch-Device per Trackpad und Tastatur rumzutippeln.

Es wurde bereits vielerorts gesagt, aber die Cursor-Eingabe in iPadOS 13.4 fühlt sich – nach einem kurzen Moment der Irritation – sehr erfrischend an: Der halbtransparente Cursor-Kreis passt sich den unter ihm befindlichen Gegeben­heiten an. Nicht so, dass über Hyperlinks kleine Hände mit ausgestrecktem Finger angezeigt werden, sondern so dass er die Form von Icons und Buttons annimmt, die er gerade auswählen kann. Das sieht nicht einfach lustig aus, sondern denkt das ehemalige Touch-only Interface konsequent für die Bedienung mit externen Gerätschaften weiter. Für viele, gerade ungeübte Maus- und Trackpad-Nutzer könnte das eine echte Hilfestellung sein.

Soll heißen: Mit optionaler Tastatur und Cursor-Steuerung ist das sicherlich der optimale Computer für unsere Eltern, Reisende, Schüler (!) und alle Pros, die (zwischendurch) mal keine High-End-Workstation brauchen. Da viele Menschen ihren PC-Bedarf mittlerweile durch iPads gedeckt haben, wage ich sogar zu prophezeien, dass dies – iPad mit Touch-Steuerung für die Couch plus dasselbe iPad mit Cursor-Steuerung und physikalischer Tastatur für die Steuererklärung – das ist, was den Mainstream-Computer-Markt in den nächsten Jahren als vorherrschendes Nutzungsparadigma dominieren wird.

There, I said it.

(Selbstredend wurde dieser Blogeintrag komplett auf dem iPad geschrieben1 und veröffentlicht2, inklusive Bildbearbeitung3 und -upload4, was tatsächlich nur minimal langsamer zuging als auf dem Mac.)

  1. In Drafts, das zum Glück ja auch meine TextExpander-Snippets versteht, die ich beim Schreiben definitiv brauche. []
  2. Über das WordPress-Admin-Interface im Browser. []
  3. Mit Annotable, Darkroom und Desqueeze. []
  4. Per SFTP via Secure ShellFish. []

Dark Neill

Screenshot of Dark Neill

Es ist jetzt fast drei Jahre her, dass die aktuelle Inkarnation des hiesigen Designs – Codename „Neill“ (as in „Neill Blomkamp“) – hier einge­führt wurde. Seitdem ist Webdesign-technisch viel passiert: Devices werden gleichzeitig immer größer und kleiner, Browser und Betriebs­systeme unterstützen mit ihrem jeweiligen „Dark Mode“ mittlerweile unsere dunklen Seiten. Und das nicht nur für nativen Anwendungen, sondern auch für Websites.

Während ich dieser Tage in der glücklichen Lage bin, meine Brötchen weiterhin im Home Office zu verdienen, dachte ich mir, dass ich ja nicht nur anderer Leuts Websites und Apps konzipieren, gestalten und entwickeln könnte, sondern den Lockdown auch mal dazu nutzen könnte, meine eigenen Projekte und inbe­sondere diese Seite voran­zubringen. (Womit ich nicht alleine bin.)

Und so habe ich die letzten Abende damit verbracht, ein paar Optimierungen am hiesigen Theme vorzunehmen. Das Offenkundigste, wie diejenigen unter euch, die sich gerade auf dieser Website befinden und den Dark Mode in ihrem Betriebssystem/Browser aktiviert haben, bereits wissen: Es gibt hier nun auch ein dunkles Farbschema. D.h. je nach System­präferenz wird euch eay.cc nun hell oder dunkel angezeigt. Aus „Neill“ wird „Dark Neill“. Wenn ihr wollt.1

Darüber hinaus gibt’s viele kleinere Opti­mierungen, wie z.B. eine größere Skalierung der Website, wenn ihr sie auf größeren Displays besucht. Zudem habe ich noch weitere Anpassungen (not sure to call them features yet) für die nächsten Quarantäne­abende angedacht. Und vielleicht kommt hier und da sowieso noch was Neues. Warten wir ab und bleiben wir gesund!


An die anwesenden Techniker: Zwei Artikel, die äußert hilfreich bei der Um­setzung eures ersten Dark Mode sind, sind dieser Blogpost von Jeremy Keith und dieser Deep Dive zum Thema von Tom Steiner (mit dem großartigen Titel „Hello darkness, my old friend“). You’re welcome. 🌚

  1. Im nächsten Schritt werde ich noch einen Umschalter implementieren, mit dem sich eure System­präferenz auf Wunsch überschreiben lässt. []

📺 Nachdem ich in der letzten Woche im linearen Fernsehen (ja, ich weiß, verrückte Zeiten!) die ARD-Dokumentation »Colonia Dignidad – Aus dem Innern einer deutschen Sekte« gesehen habe, habe ich doch tatsächlich die Ausstrahlung des zweiten Teils in meinen digitalen (!) Kalender eingetragen und eben – auch wieder ganz linear – geschaut.

Sehr gute Doku, zu einer unglaublich schrecklichen, unver­ständlicher­weise über vier Jahrzehnte andauernden Episode deutscher und chilenischer Geschichte. Ich war bisher nicht weiter mit der Kolonie und Sekte vertraut und war erschrocken, wie diablolisch es dort zuging. Harter Stoff, sehr gut aufbereitet und jetzt als Teil 1 und Teil 2 in der ARD-Mediakthek zu finden.