Einträge von Januar 2018

Bundesrechnungshof veröffentlicht Bericht über Planungschaos bei Breitbandausbau

Die Rüge der Kassenprüfer für den früheren Minister für digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, ist neuerdings schwarz auf weiß nachzulesen: Mitten in den schwarz-roten Koalitionsgesprächen hat der Bundesrechnungshof seine Kritik am Berliner Breitband-Planungschaos publik gemacht.

Man kann ja viel über die Herausforderungen der Digitalisierung für Industrie und Gesellschaft sprechen, wenn es aber an der flächendeckenden Infrastruktur für eben diese fehlt, ist das alles eine Luftnummer.

Den Bericht sandten die Kontrolleure vor zwei Jahren an die Berichterstatter im Haushaltsausschuss des Bundestags. Große Folgen für Dobrindt und seine Breitbandpolitik hatte dies nicht.

Weiter so. 😐

»Mute« – Trailer

 
(YouTube Direktlink)

Hier der Trailer zu »Mute«, dem lang erwarteten neuen Science-Fiction-Film von Duncan Jones, der mit »Moon« 2009 einen grandiosen Debütfilm ablieferte, dann mit »Source Code« einen okayen Film nachlegte und schließlich mit »Warcraft« einen beschissenen verantwortete. »Mute« wird nicht nur im selben, fiktionalen Universum wie »Moon« spielen, sondern hoffentlich auch an dessen Großartigkeit anknüpfen.

Berlin. Forty years from today. A roiling city of immigrants, where East crashes against West in a science-fiction Casablanca. Leo Beiler (Alexander Skarsgård), a mute bartender has one reason and one reason only for living here, and she’s disappeared. But when Leo’s search takes him deeper into the city’s underbelly, an odd pair of American surgeons (led by Paul Rudd1 ) seem to be the only recurring clue, and Leo can’t tell if they can help, or who he should fear most.

Am 23. Februar wird »Mute« auf Netflix (!) veröffentlicht.

  1. Happy Paul Rudd Day everyone! Heute ist nämlich auch gleich der Trailer zu »Ant-Man and The Wasp« erschienen.

Karnevalisten gegen Leukämie

Dennis, der einen Ort weiter aufgewachsen ist, früher in unserer Stammkneipe kellnerte und mir während des Studiums einen Nebenjob organisiert hat, ist an Leukämie erkrankt. Seine Karnevalsgruppe veranstaltet daher eine große Typisierungsaktion, um einen passenden Stammzellenspender für ihn zu finden. Die Aktion findet am Samstag, den 3. Februar, von 11 bis 16 Uhr in den Räumen der Friedenskirche der Baptisten (Holzgasse 12, 50676 Köln; direkt am Schokoladenmuseum) statt. Mund auf, Stäbchen rein, helfen! Mache ich auch.

📺 Das Märchen-Setting der zweiten Staffel von »Dirk Gently’s Holistic Detective Agency« ist zwar etwas befremdlich und der Story Arc zum Schwarzen Flügel leicht nervig, aber all die WTFs (Scherenschwertkämpfe!), die neuen Figuren (Sherlock Hobbes & Tina ftw!) und kleinen Momente („War das deine Hobbit-Stimme?“) machen auch den zweiten Rundgang zu einem großen Vergnügen.

Umso schlimmer, dass die BBC keine dritte Staffel in Auftrag gegeben hat. Doch die Hoffnung stirbt auch im Fernsehgeschäft bekanntlich zuletzt: Netflix to the rescue!

Die Oscar-Nominierungen 2018

Heute wurden die diesjährigen Oscar-Nominierungen bekannt gegeben. Am häufigsten wurde Guillermo del Toros Fantasy-Horror-Romanze »The Shape of Water« genannt (13)1, gefolgt von Christopher Nolans »Dunkirk« (8) und Martin McDonaghs »Three Billboards Outside Ebbing, Missouri« (7)2.

Bis zum 4. März haben wir noch Zeit all die ungesehenen Perlen aufzuholen.

  1. Deutscher Kinostart am 15.02.
  2. Deutscher Kinostart am kommenden Donnerstag, den 25.01.

Quentin Tarantino’s Star Trek

Nach der überraschenden Ankündigung von neulich, dass Quentin Tarantino an einem Star Trek-Film arbeite, hier nun der passende Fan-made Mashup-Trailer dazu, der Kirk & Co. in Tarantinos Grindhouse-Welt verfrachtet:

 
(YouTube Direktlink)

Set your phasers to „thrill“ with this Nerdist Presents parody that explores classic Star Trek in the style of the pulpy B-movies that influence Quentin Tarantino. With shades of Pulp Fiction, Kill Bill, and Inglorious Basterds, „Quentin Tarantino’s Star Trek: Voyage to Vengeance“ clips out the bloodiest, punchiest, killingest moments from The Original Series and recuts them in a style that Tarantino would approve of.

Mord zur Verhinderung eines Atomkriegs

Wo wir gerade schon fast beim Atomkrieg waren: Jason Kottke hat eine „schöne“ Idee des Rechtwissenschaftler Roger Fisher zur Verhinderung eines Atomkriegs ausgegraben, die dieser 1981 in einem Artikel namens „Preventing nuclear war“ propagierte. Danach sollte der US-Präsident, vor der Nutzung von Nuklearwaffen zunächst eine unschuldige Person mit bloßen Händen umbringen müssen, um an die Abschusscodes zu kommen – um so aus erster Hand zu erfahren, wie es ist, Mord an Unschuldigen zu begehen:

My suggestion was quite simple: Put that needed code number in a little capsule, and then implant that capsule right next to the heart of a volunteer. The volunteer would carry with him a big, heavy butcher knife as he accompanied the President. If the President ever wanted to fire nuclear weapons, the only way he could do so would be for him first, with his own hands, to kill one human being. The President says, “George, I’m sorry but tens of millions must die.” He has to look at someone and realize what death is — what innocent death is. Blood on the White House carpet. It’s reality brought home.