Ich bin Legende

Das erste mal im Kino dieses Jahr und schon gibt es – das wollen uns Print, Funk und Fernsehen einreden – den (nein, nicht etwa den ersten, sondern den) Blockbuster des Jahres zu sehen: I am Legend, die dritte Verfilmung des gleichnamigen Buches, das hierzulande sinnigerweise den fantastischen Titel Ich bin Legende trägt. Story-technisch hat man das ganze etwas mehr ins Jahr 2008 verfrachtet und das geht dann so: Ein Virus, das ursprünglich dazu entwickelt wurde, Krebs zu heilen, rafft 99 Prozent der Menschheit dahin. Der Rest verwandelt sich in Zombie-Vampire, die unglaublich viel Hunger und unglaublich viel Angst vor Sonnenlicht haben. Aber wie das halt so ist, wenn die Menschheit ausstirbt: einer (Will Smith, der hier wirklich überzeugen kann) bleibt übrig und versucht wieder alles ins Lot zu bringen. Wow. Währenddessen gibt’s wunderbare Bilder vom verlassenen New York (plus Hidden Tracks) und durchaus spannende und erschreckende Momente. Was dann aber ab der 90. Minute passiert, geht meiner Meinung nach gar nicht, weshalb ich euch an dieser Stelle an einen Film mit sehr ähnlichem Setting verweise, diesmal aber im verlassenen London, und unterm Strich besser: 28 Days Later – gibt’s auch schon zum Preis von Kinokarte und Futter.

Gimmick: Wer auf schwarzweiß und kostenlos steht, der kann sich die 1964er Verfilmung „The Last Man on Earth“ hier ansehen (und danach gerne erzählen wie’s war).

Shortlink: eay.li/yg Format: JSON

12 Reaktionen

  1. Ich fand den Film nicht so gut. Das Beste ist noch das verlassene New York, aber ansonsten war es das dann auch.

  2. noch nicht angesehen, werd ich wahrscheinlich auch nicht, weil der trailer zu dem neuen film „tödliche versprechen“ mit viggo mortensen eh viel cooler kommt.
    by the way, ich kann mich dunkel daran erinnern dass irgendwer auf dieser seite ne facharbeit zu „leon – der profi“ schreibt. da frag ich mich gleich zwei dinge: 1. welches fach muss man studieren damit man über so ein dermaßen tolles thema eine arbeit schreiben darf? 2. wird die arbeit dann evtl. mal online gestellt, damit wir an den großartigen geistigen ergüssen zu einem großartigen film teilhaben können?

  3. ich geh gleich in den film… bin mal gespannt wie gut er wird 😀

    allein schon will smith … ; )

  4. @ core: Das ist ja so ungefähr das, was ich meinte. 😉

    @ Soundwave: „Tödliche Versprechen“ klingt nach dem, was ich gerade gelesen habe, auf jeden Fall cool. Müsste ich mir wohl auch mal ansehen…

    Zur Léon-Hausarbeit: Ich studier Medienwissenschaften und wenn ich die Hausarbeit irgendwann mal geschrieben, abgegeben und wiederbekommen hab, dann könnte ich mir durchaus vorstellen sie online zu stellen. Aber das wird dann wohl erst nächstes Semester.

    @ Alitsche: Dann bin ich mal gespannt wie’s dir gefallen hat.

  5. Also ich fand den Film ja gar nicht so schlecht. Das verlassene New York ist wirklich toll umgesetzt und sehr atmosphärisch. Gegen Ende wird’s wirklich etwas…seicht…was vielerlei Dinge angeht, stört mich hier aber gar nicht, weil ich von dem Film ehrlich gesagt auch nur genau das erwartet hatte, und das ist nicht mal negativ gemeint, Couch-Kino halt, man wird unterhalten, aber der Blockbuster des Jahres ist das sicher nicht. Mir wurde kürzlich übrigens als gute Enzeit-Altrernative mal The Quiet Earth empfohlen, welchen ich mir dann bald auch mal geben werde. Eine etwas sehr viel trashigere Alternative wäre auch America 3000 den ich noch aus meiner Kindheit kenne, und der damals schon scheiße, aber lustig war… 😛

  6. „The Quiet Earth“ und „America 3000“ werden demnächst in unserer Videoabteilung geliehen. Na gut, America 3000 vielleicht eher doch nicht (IMDb-Rating: 3,3 von 10)… 😀

  7. Ich glaub ja für das ende is der selbe typ verantwortlich, der schon end of days verkackt hat 😉

  8. Jetzt ist mir das Ende von End of Days leider nicht mehr so präsent…

  9. es sind punkt zwölf uhr, eigentlich ist alles gut und jericho (arnie) springt in die klinge. so oder so ähnlich.

  10. Ja, dann ist das Ende keineswegs besser als bei I am Legend. Ich sag ja nur: 28 days later!

  11. der film war gut. gut und nicht besser, aber gut. Will Smith einfach spitze so wie immer ^^ und der hund die meiste zeit sehr süß :>
    ich mochte den film, zum einmal gucken is er perfekt !

  12. Ich hab mir gerade doch tatsächlich den alten Schinken reingezogen auf den du verlinkt hast^^
    Sterbenslangweilig mit wenig Dialog und extrem schlechter Technik… irgendwie witzig^^