Der Öl-Mann

Am Sonntagabend haben wir uns auf den Weg ins One Dollar House gemacht, um doch noch endlich den Oscar-prämierten und vielfach nominierten Film There will be blood zu sehen. So saßen wir also 2 ½ Stunden da und sahen dem Öl-Mann Daniel Plainview dabei zu wie er das tat, was er am besten kann: Leute über’s Ohr hauen und Öl fördern. Dass das Ergebnis dann sogar für den ‚Best Motion Picture‘-Oscar nominiert war, kann ich irgendwie nicht nachvollziehen: There will be blood ist lang, langatmig und langweilig. Okay, langweilig ist etwas übertrieben, schließlich hat der Film überaus spannende Momente – nur die leider viel zu selten. Was mir hingegen – nach kurzer Eingewöhnungsphase – wirklich gut gefallen hat, ist der Soundtrack. Wirkt zwar wie aus einem unheimlichen Fiebertraum, war aber sehr stimmig und passte zum Geschehen. Ansonsten, wie gesagt, Leere. Aufgrund der durchweg guten Rezensionen scheine ich mich hier aber zu täuschen. Vielleicht bleibt There will be blood für mich ein guter Wein, den ich erst mit den Jahren zu schätzen weiß – wenn ich zu alt für YouTube und Videospiele bin. Ja, vielleicht lerne ich dann, den Öl-Mann zu schätzen, wer weiß…

Shortlink: eay.li/cf Format: JSON

2 Reaktionen

  1. Eine ähnliche Hype-Enttäuschungs-Erfahrung habe ich ja mit 3:10 to Yuma gemacht, der mir mal in einem Satz zusammen mit There will be Blood empfohlen wurde… Ich hab den insgesamt DREI MAL angefangen zu gucken (im Flugzeug auf dem langen Flug nach Melbourne) und ich hab ihn drei mal nach einer Weile doch wieder ausgemacht. Das zweite und dritte mal bin ich vielleicht 10 Minuten weiter gekommen, als beim ersten Versuch, aber nie weiter als ca. 40 Minuten. Einmal hab ich ihn zugunsten der Muppets auf der Schatzinsel ausgemacht. 😉

  2. Okay, den hab ich noch nicht gesehen … und vielleicht lass ich’s jetzt auch. Jedenfalls war der vorherrschende Gedanke bei There will be blood: „Wäre ich jetzt zuhause, würde ich den ausmachen!“ Traurig, aber wahr…