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iOS-Apps generieren mehr Geld als US-Kinokassen

Vielleicht sollte ich zusätzlich zur Kinokostenstatistik auch mal mein Kaufverhalten im App Store analysieren.

· am verlinkt 26.01.2015

Kinostatistik 2014

2014 neigt sich dem Ende, Zeit für die allseits beliebte, alljährliche Kinostatistik! Den “Du bist ja wahnsinnig!”- und “Darauf freue ich mich das ganze Jahr”-Artikel, wie mir – auch offline – immer wieder mitgeteilt wird. Zum achten Mal in Folge gehe ich heute also der Frage nach, wie oft es mich in den vergangenen 365 Tagen ins Kino gezogen hat, wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kinopreise hierzulande entwickelt haben. Also wollen wir mal sehen…

2014 habe ich es nur auf 43 Kinobesuche gebracht – genau wie 2009, was uns zu einem spannenden Fünf-Jahres-Vergleich bringt. Von den 0,8 Kinobesuchen pro Woche1 profitierte unser Stammkino in Kerpen mit 30 Besuchen abermals am meisten.2 Fünf Filme habe ich während des Fantasy Filmfest in Köln gesehen, insgesamt 12 Filme in 3D (wie schon 2011 und 2012). Nur einer davon, der letzte Hobbit, zudem in HFR, was wohl bedeutet, dass die Technik außer Peter Jackson und James Cameron niemanden zu interessieren scheint und wir bis zu den Avatar-Sequels davon verschont bleiben. Kinogott sei Dank! Einen Film, »Guardians of the Galaxy«, habe ich zwei Mal gesehen, nämlich ein Mal im O-Ton.

Die 43 Kinobesuche kosteten mich insgesamt 372,60 Euro, wobei ich insgesamt 5 Euro Studentenrabatt erhielt. Im Vergleich zum Vorjahr habe ich also 170,70 Euro gespart, aber auch 25 Filme weniger gesehen. Interessanter ist der Vergleich zu 2009: Vor fünf Jahren haben 43 Kinobesuche 287,20 Euro gekostet, also 85,40 Euro weniger als 2014. Besonders deutlich wird der Preisanstieg im Durchschnitt: Während ich 2009 pro Besuch 6,68 Euro zahlte, wurden 2014 pro Besuch 8,67 Euro fällig. Eine Preiserhöhung um fast zwei Euro in fünf Jahren – das sind fast 30 Prozent mehr! Auch gegenüber 2013 wird das deutlich: Im Schnitt wurden 56 Cent mehr pro Besuch als 2013 an der Kinokasse verlangt (rund 7 Prozent mehr). Ohne die fünf Euro Rabatt wären es sogar 8,78 Euro pro Besuch gewesen.

Die zwölf 3D-Filme kosteten insgesamt 134,20 Euro, im Durchschnitt also rund 11,19 Euro (2012 und 2013: 10,57 Euro), und waren somit für fast ein Drittel der Kosten verantwortlich.3 Ohne die 3D-Filme würde ein Kinobesuche demnach durchschnittlich 7,69 Euro kosten (2012: 7,68 Euro; 2013: 7,27 Euro). Mit 13 Euro waren 3D-Vorstellungen von Donnerstag bis Sonntag am teuersten, am günstigsten war man mit 5 Euro Dienstags bei 2D-Filmen unterwegs. Am häufigsten zog es mich Donnerstags ins Kino (12x), gefolgt vom Mittwoch und Sonntag (jeweils 9x).4

Seit letztem Jahr betrachte ich außerdem die Genres der Filme, die ich mir angesehen habe (vgl. 2013). Dabei verwendet ich die Genres der IMDb, wo die besagten 43 Filme in 2,5 Genres pro Film eingeteilt wurden. Interessanterweise Science-Fiction mit 17 Filmen in diesem Jahr noch häufiger vertreten als 2013, wo es noch 13 Filme waren, obwohl wir das ja eigentlich als das “Science-Fiction-Jahr” ausgemacht haben. Ansonsten dominiert Action, es gab ein bisschen mehr Adventure und weniger Crime. Und offensichtlich deutlich weniger zu lachen.

Dass unser Kino-Rekordjahr 2013 nicht annähernd erreicht werden konnte, lag dann auch an einer Vielzahl sehr erfreulicher und sehr unerfreulicher Ereignisse in diesem Jahr. Und dann startete im September natürlich noch Netflix hierzulande, wo zum Preis einer Kinokarte unendlich viele Stunden Bewegtbildunterhaltung bereitgestellt werden. Und in der Tat haben wir uns dieses Jahr des öfteren dabei erwischt, wie wir das Streaming von der Couch aus dem abendlichen Aufbruch ins Kino vorgezogen haben. Ich schätze, dass es in Zukunft immer mehr Rezipienten immer häufiger so gehen wird. Schließlich liegt der Einstiegspreis bei Netflix mit 7,99 Euro bereits jetzt unter dem Durchschnittspreis im Kino.

Nichtsdestotrotz haben meine Frau5 und ich in diesem Jahr wieder knapp drei Tage im Kinosessel gesessen, womit wir wieder bei einem Wochenendtrip wären. Oder eben 71,6 Stunden durch die ganze Welt. Und da stellt sich doch die Frage nicht!

Und jetzt kann 2015 kommen – hoffentlich in jeder Hinsicht so vielversprechend wie sein Kinoprogramm!

  1. Der Durchschnittsdeutsche kommt auf 1,6 Kinobesuche pro Jahr, vgl. Statistisches Jahrbuch 2014, S. 644. []
  2. Genaue Verteilung: 30x Euromax in Kerpen, 6x Cinedom in Köln, 5x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau. []
  3. Dabei sollten die Anschaffungskosten der Technik, die uns bereits seit Jahren als Ursache für den Preisanstieg genannt wird, mittlerweile doppelt und dreifach refinanziert sein. Eigentlich gibt es also keinen Grund für weitere Preiserhöhungen, von denen aber natürlich auszugehen ist. []
  4. Genaue Verteilung: 12x Donnerstags, 9x Mittwochs, 9x Sonntags, 4x Dienstags, 3x Montags, 3x, Freitags, 3x Samstags. []
  5. Das erste Mal, dass ich sie im Rahmen der Kinostatistik so nennen darf! Letztes Jahr stand da noch “Verlobte” und in den Jahren davor “Freundin”. []

The Force Awakens

Vor lauter Arbeit bin ich noch gar nicht dazu gekommen, mich zum Titel oder Teaser von Episode VII zu äußern. Mittlerweile wissen wir natürlich schon mehr, aber damit meine Fanboy-Credibility nicht unter so weltlichen Dingen leidet, möchte ich kurz vor 2015, dem Release Year, auch noch meine Meinung kundtun.

Der Titel

Episode VII wird bekanntlich »The Force Awakens« bzw. hierzulande »Das Erwachen der Macht« heißen und “Episode VII” aus dem Titel gestrichen. Letzteres deutet offenkundig auf die Pläne hin, die Disney in den nächsten Jahren mit dem Star Wars-Franchise hat. Schließlich wird da noch einiges auf uns zu kommen und die römische Schreibweise macht die Sache (wie beim Superbowl) nicht einfacher. Neben der neuen Sequel-Trilogie wird es auch eine Vielzahl an Spin-Offs, One-Shots und transmedialen Vorkommnissen geben (Boba Fett-Movie anyone?). Würde Disney die Skywalker-Storyline nun weiter beziffern, würde das den Rest entwerten (“Ich sehe mir nur die richtigen Star Wars-Filme an!” “Und den von Pixar!”). Wir sollen aber immer weiter ins Kino gehen, selbst wenn’s mal nicht um Anakin, seine Kinder oder (Ur-)Enkel geht.

Disneys Reboot des Star Wars-Universums kulminiert dann auch im Titel »The Force Awakens«. Das ist der erste von vielen neuen Filmen aus einer weit, weit entfernten Galaxie. Alles, was es bisher gab, war eigentlich nur das Vorgeplänkel für das, was jetzt noch kommen wird. Ein global erlebter Moment des Erwachens im Dezember 2015! (Vorausgesetzt »The Force Awakens« wird gut, aber davon ist auszugehen. Der neue Star Wars ist wahrscheinlich das wichtigste Disney-Release unserer Zeit, Avengers eine Fußnote dagegen. Dass eine Produktion mit quasi unbegrenzten finanziellen Mitteln, um die sich die besten ihres Fachs streiten, scheitert, kann eigentlich ausgeschlossen werden.)

Aus Marketing-Sicht macht »The Force Awakens« also mehr als Sinn. Inhaltlich überzeugt mich das jedoch nicht so sehr. Luke dürfte lange Zeit der letzte Jedi gewesen sein, die Macht alles andere als allgegenwärtig. Obwohl sie nun in Form einer neuen Generation und neuer Siths zurückkehrt, erwacht sie? Erst jetzt? War Yoda etwa nur ein Dösen der Macht? Der Imperator nur ein Stümper?

Wenn da nicht ein noch viel mächtigeres Wesen auftaucht, erwacht da überhaupt nichts. The Force Returns! Klingt aber kacke. »Recurrence of The Force« o.ä. hätte mir zugesagt (und das Internet mit mächtigen Rekursionswitzen überflutet). Aber vielleicht täusche ich mich ja und da erwacht doch noch irgendwas anderes als nur das Franchise zu neuem Leben.

Der Teaser

Der 88 Sekunden kurze Teaser steht dann auch ganz im Zeichen dieses frischen Neuanfangs: Wir sehen Tatooine, Stormtrooper, die 2015er Edition von R2-D2, X-Wings, TIE-Fighter und den Millennium Falken. Jedes Bild schreit: Ihr kennt das alles! Aber es ist trotzdem anders! So gibt es dann überarbeitete Stormtrooper-Outfits und Raumschiffe, eine Art Landspeeder-Bike und Sternenkrieg auf einem Planeten. Und natürlich den umstrittenen Crossguard Lightsaber.

Und was wir da zu sehen (und hören!) bekommen, sieht vielversprechend aus und macht definitiv Lust auf mehr. Ich bin auf die neuen Helden und Bösewichte gespannt und natürlich noch sehr viel mehr auf unsere gealterten Freunde Luke, Leia, Han und Chewie. Auch wird es spannend sein, zu sehen, wie sich das Imperium und die Rebellion geschlagen haben. Wer nun an der Macht ist. Auf all das gibt uns der Teaser jedoch noch keine Hinweise. Der richtige Trailer, der womöglich vor »Avengers: The Age of Ultron« im Mai kommt, wird da deutlich auskunftsfreudiger sein.

Kurzum: Der Teaser war gut, das Wiedersehen mit dem rasenden Falken und John Williams Score natürlich Gänsehautgaranten. Von den Socken hat mich das allerdings noch nicht gehauen. Als Einstimmungsschnipsel erfüllt der Teaser seinen Zweck allerdings voll und ganz. Ich bleibe also bei meiner etwas enthusiastischen Prophezeiung:

2015 wird das beste Kinojahr aller Zeiten!

Und das neue Lichtschwert?

Too much, meiner Meinung. Stellt euch vor, ihr habt die perfekte Waffe. Und kommt dann plötzlich auf diesen Twist, so dass sich ein jeder Zuschauer fragt, warum er bisher nicht daran gedacht hat:

Und 16 Jahre später kommt ihr hiermit um die Ecke:

Im Dezember 2015, wenn wir das Teil in Aktion gesehen haben, wird unser Urteil aber deutlich milder ausfallen, schätze ich.

Die Geschichte von Hollywood in weniger als 10 Minuten

 
(YouTube Direktlink)

· am veröffentlicht 24.07.2014

File-Sharing hat keine Auswirkungen auf Kinoeinnahmen

New research by economist Koleman Strumpf shows that there is no significant effect of movie piracy on box office revenues. This conclusion is based on data from 150 blockbuster movies that were released over a period of six years, using the popular Hollywood exchange as an indication for the revenue impact.

Überraschung. Strumpfs Paper findet sich hier.

· am verlinkt 23.07.2014

DVDs > Blu-rays

Nachdem das Wochenende für mich mit 39+ Grad Fieber begann, habe ich Samstag und Sonntag mit Schlafen und »Boardwalk Empire« verbracht. Beim Wechsel der DVDs (Staffel 2 = 12 Episoden = 6 DVDs) kam mir dann so die Idee, dass die Produktion vieler DVD-Scheiben mit allem drum und dran eigentlich doch teurer als die Produktion weniger Blu-ray-Discs sein muss:

Julian hat zu Recht bemerkt, dass sich die Kosten für die Hersteller gegenseitig aufheben, aber trotzdem müssen die DVDs doch (minimal) teurer sein, oder? Ich konnte auf Anhieb leider keine Zahlen finden, lasse mich aber liebend gern aufklären. Bis dahin:

· am veröffentlicht 06.01.2014

Kinostatistik 2013

Bereits seit sieben Jahren halte ich hier am Jahresende fest, wie oft es mich in den vergangenen 365 Tagen ins Kino gezogen hat, wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kinopreise hierzulande entwickelt haben. So natürlich auch dieses Jahr. Zeit für meine allseits beliebte, alljährliche Kinostatistik!

Ohne dass ich es darauf angelegt habe, ist es mir gelungen die letzten zwei Rekordjahre zu toppen, indem ich es 2013 auf wahnwitzige 68 Kinobesuche gebracht habe.1 Das entspricht rund 1,3 Kinobesuchen pro Woche, wovon vor allem – nämlich praktisch wöchentlich – mein Stammkino in Kerpen profitierte.2 Vier der 68 Filme habe ich im Rahmen des Fantasy Filmfests gesehen, drei im Sneak Preview und drei als Triple Feature (»Hangover« 1-3). Des weiteren waren darunter 15 3D-Filme (2011 und 2012 waren das jeweils zwölf) und zwei in HFR (die beiden Hobbits). Bis auf »Gravity« hätte ich überall auf die dritte Dimension verzichten können – die alte Leier.

68 Filme gucken kostete mich insgesamt 543,30 Euro, wobei ich eine Freikarte hatte (im folgenden also mit 67 Filmen rechne) und mir insgesamt 3,50 Euro Rabatt gewährt wurden. Bei acht Filmen mehr als 2012 entspricht das einem Plus von 58 Euro, also 7,25 Euro pro Film, was okay ist und sich auch im diesjährigen Durchschnittspreis pro Besuch von 8,11 Euro widerspiegelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der nämlich nur um zwei Cent gestiegen. Ohne den Rabatt wäre es ein Anstieg um sieben Cent auf 8,16 Euro gewesen. Ohne die 3D-Vorstellungen hätte ein Kinobesuch durchschnittlich 7,27 Euro gekostet (2011: 7,10 Euro; 2012: 7,68 Euro), während die 3D-Filme im Durchschnitt erneut 10,57 Euro kosteten.

Am häufigsten war ich Mittwochs, Sonntags und Dienstags im Kino3, weshalb die teuren Wochenendpreise hier kein Ungleichgewicht erzeugen sollten. Die teuerste Karte schlug mit 13,00 Euro zu Buche (»Hobbit 2«), während die Sneak Previews für 5,00 Euro am günstigsten waren. So oder so bleibt festzuhalten, dass Kino zwar weiterhin ein teures Hobby ist, 2013 erfreulicherweise aber keine wesentliche Preiserhöhung stattgefunden hat.

Auf Anregung von Bloggerkollege und Zahlenfreund Andi habe ich mir dieses Jahr zudem mal angesehen, um welche Art von Filmen es sich bei den 68 eigentlich handelt. Da Filme bekanntlich ja Genrehybride sind, ist eine Einordnung in einzelne (Haupt-)Genres natürlich nicht unproblematisch.4 Nach Rücksprache mit Andi habe ich mich daher dafür entschieden, einfach die Genreeinordnung der IMDb zu verwenden. Die 68 Filme sind dort durchschnittlich in 2,7 Genres pro Film eingeteilt, woraus sich folgende Verteilung ergibt:

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Genreverteilung von Jahr zu Jahr auffällig verändern wird oder ob die Genrebezeichnungen zu schwammig sind. Ob 2013 so mit 13 von mir gesehenen Sci-Fi-Filmen wirklich das viel beschworene “Science-Fiction-Jahr” geworden ist, wird sich daher erst noch zeigen müssen.

Bleibt abschließend die Frage nach der Zeit, die wir in diesem Jahr wieder im Kinosaal verbrachten. Wenn wir wieder von einer Durchschnittslänge von 100 Minuten pro Film ausgehen, haben meine Verlobte5 und ich dieses Jahr rund vier Tage und 17 Stunden Stunden im Kinosessel gesessen, womit wir zeitlich und finanziell bei einem großzügig verlängerten Wochenendtrip wären. Aber uns war es das natürlich wieder wert.

Mal sehen, was das nächste (Kino-)Jahr so bringt.

  1. Der Durchschnittsdeutsche kam 2012 auf 1,7 Kinobesuche pro Jahr. In den Vorjahren waren es sogar nur 1,6 Besuche. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2013. []
  2. Genaue Verteilung: 52x Euromax in Kerpen, 9x Cinedom in Köln, 3x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau, 1x Rex am Ring in Köln, 1x UCI in Hürth. []
  3. Genaue Verteilung: 16x Mittwochs, 13x Sonntags, 10x Dienstags, 9x Donnerstags, 8x Montags, 6x Freitags, 6x Samstags. []
  4. Während z.B. bei »Oblivion« klar ist, dass es sich um Science Fiction handelt, fragt man sich, ob »Gravity« nicht mehr oder genau so viel Drama oder Thriller ist? []
  5. Verrückt! Das ist im Idealfall das erste und letzte Mal, dass ich sie im Rahmen der Kinostatistik so nennen kann. []

Kinostatistik 2012

Das Jahr ist zu Ende und ihr wisst, was das heißt: Es ist Zeit für meine alljährliche Kinostatisik. Hierauf freue ich mich immer besonders und, das zeigt das immense (Offline-)Feedback, das mich über das ganze Jahr verteilt hierzu erreicht, ihr euch auch. Und so möchte ich heute zum sechsten Mal in Folge der Frage aller Fragen nachgehen: Wie oft war ich im gerade auslaufenden Jahr im Kino und wieviel hat mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) gekostet?

Und wer hätte es gedacht? Ich habe den Rekord vom letzten Jahr nochmal getoppt und bin 2012 auf ganze 60 Kinobesuche gekommen. Das Geld habe ich dabei wie immer auf Kinos in und um Köln verteilt, plus ein Kinogang in Passau. Sechs der 60 Filme habe ich im Rahmen des Fantasy Filmfests gesehen, einen im Sneak Preview und zwei im Double Feature (»The Dark Knight«/»The Dark Knight Rises«).1 Wie schon im letzten Jahr habe ich zwölf Filme in 3D gesehen. Doch im Gegensatz zu letztem Jahr, waren das nicht zwölf, sondern nur zehn 3D-Filme zuviel – »Life of Pi« und »Prometheus« sahen in ihrer Dreidimensionalität tatsächlich fantastisch aus.

Gekostet hat mich der ganze Spaß insgesamt 485,30 Euro, was bei (bei nur vier Filmen mehr) einem Plus von 41,30 Euro entspricht. Die 3D-Filme kosteten im Schnitt 10,57 Euro (2011: 11,00 Euro), wobei die teuerste Karte (»Titanic 3D«) mit 14,30 Euro zu Buche schlug. Der Durchschnittspreis pro Besuch liegt bei 8,09 Euro, was einem leichten Anstieg von nur 16 Cent entspricht. Ohne die 3D-Filme läge dieser bei 7,68 Euro, was schon 58 Cent mehr sind als 2011, wo der ø ohne 3D bei 7,10 Euro lag. Man lehnt sich also nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man prophezeit, dass der Trend des Preisanstiegs sich fortsetzen wird – und das wahrscheinlich weniger marginal als in diesem Jahr. Ich schätze, das wir in nicht allzu ferner Zukunft (ich tippe auf 2016) die magische 10-Euro-Grenze knacken.

Wenn wir von einer Durchschnittslänge von 100 Minuten pro Film ausgehen, habe ich also rund 100 Stunden im Kinosessel verbracht, also knapp etwas über vier Tage. Für mich und Mrs. Eay wie immer überaus lohnenswert, der Durchschnittsdeutsche bleibt hingegen seinen 1,6 Kinobesuchen pro Jahr treu.2 Und wer will es ihm verübeln? Die Preise sind zu hoch, die alte Leier. Vielleicht doch lieber zehn Minuten mehr Werbung zeigen und dafür den Kartenpreis senken? Ich weiß es doch auch nicht, aber, liebe Kinobetreiber und Filmschaffenden, ihr solltet euch was einfallen lassen…

  1. Mrs. Eay dürfte auf ähnlich viele Filme kommen. Ihr Fehlen beim Fanstasy Filmfest gleicht sie durch diverse “Mädchenfilme” und zahlreiche »Breaking Dawn – Part 2«-Sichtungen aus. []
  2. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2012. Der Wert liegt seit Beginn dieser Kinostatistik ziemlich genau bei 1,6. []
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