Einträge, die mit “filmindustrie” getaggt wurden

Die Geschichte von Hollywood in weniger als 10 Minuten

 
(YouTube Direktlink)

· am veröffentlicht 24.07.2014

File-Sharing hat keine Auswirkungen auf Kinoeinnahmen

New research by economist Koleman Strumpf shows that there is no significant effect of movie piracy on box office revenues. This conclusion is based on data from 150 blockbuster movies that were released over a period of six years, using the popular Hollywood exchange as an indication for the revenue impact.

Überraschung. Strumpfs Paper findet sich hier.

· am verlinkt 23.07.2014

DVDs > Blu-rays

Nachdem das Wochenende für mich mit 39+ Grad Fieber begann, habe ich Samstag und Sonntag mit Schlafen und »Boardwalk Empire« verbracht. Beim Wechsel der DVDs (Staffel 2 = 12 Episoden = 6 DVDs) kam mir dann so die Idee, dass die Produktion vieler DVD-Scheiben mit allem drum und dran eigentlich doch teurer als die Produktion weniger Blu-ray-Discs sein muss:

Julian hat zu Recht bemerkt, dass sich die Kosten für die Hersteller gegenseitig aufheben, aber trotzdem müssen die DVDs doch (minimal) teurer sein, oder? Ich konnte auf Anhieb leider keine Zahlen finden, lasse mich aber liebend gern aufklären. Bis dahin:

· am veröffentlicht 06.01.2014

Kinostatistik 2013

Bereits seit sieben Jahren halte ich hier am Jahresende fest, wie oft es mich in den vergangenen 365 Tagen ins Kino gezogen hat, wieviel mich der Spaß insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) kostete und wie sich die Kinopreise hierzulande entwickelt haben. So natürlich auch dieses Jahr. Zeit für meine allseits beliebte, alljährliche Kinostatistik!

Ohne dass ich es darauf angelegt habe, ist es mir gelungen die letzten zwei Rekordjahre zu toppen, indem ich es 2013 auf wahnwitzige 68 Kinobesuche gebracht habe.1 Das entspricht rund 1,3 Kinobesuchen pro Woche, wovon vor allem – nämlich praktisch wöchentlich – mein Stammkino in Kerpen profitierte.2 Vier der 68 Filme habe ich im Rahmen des Fantasy Filmfests gesehen, drei im Sneak Preview und drei als Triple Feature (»Hangover« 1-3). Des weiteren waren darunter 15 3D-Filme (2011 und 2012 waren das jeweils zwölf) und zwei in HFR (die beiden Hobbits). Bis auf »Gravity« hätte ich überall auf die dritte Dimension verzichten können – die alte Leier.

68 Filme gucken kostete mich insgesamt 543,30 Euro, wobei ich eine Freikarte hatte (im folgenden also mit 67 Filmen rechne) und mir insgesamt 3,50 Euro Rabatt gewährt wurden. Bei acht Filmen mehr als 2012 entspricht das einem Plus von 58 Euro, also 7,25 Euro pro Film, was okay ist und sich auch im diesjährigen Durchschnittspreis pro Besuch von 8,11 Euro widerspiegelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der nämlich nur um zwei Cent gestiegen. Ohne den Rabatt wäre es ein Anstieg um sieben Cent auf 8,16 Euro gewesen. Ohne die 3D-Vorstellungen hätte ein Kinobesuch durchschnittlich 7,27 Euro gekostet (2011: 7,10 Euro; 2012: 7,68 Euro), während die 3D-Filme im Durchschnitt erneut 10,57 Euro kosteten.

Am häufigsten war ich Mittwochs, Sonntags und Dienstags im Kino3, weshalb die teuren Wochenendpreise hier kein Ungleichgewicht erzeugen sollten. Die teuerste Karte schlug mit 13,00 Euro zu Buche (»Hobbit 2«), während die Sneak Previews für 5,00 Euro am günstigsten waren. So oder so bleibt festzuhalten, dass Kino zwar weiterhin ein teures Hobby ist, 2013 erfreulicherweise aber keine wesentliche Preiserhöhung stattgefunden hat.

Auf Anregung von Bloggerkollege und Zahlenfreund Andi habe ich mir dieses Jahr zudem mal angesehen, um welche Art von Filmen es sich bei den 68 eigentlich handelt. Da Filme bekanntlich ja Genrehybride sind, ist eine Einordnung in einzelne (Haupt-)Genres natürlich nicht unproblematisch.4 Nach Rücksprache mit Andi habe ich mich daher dafür entschieden, einfach die Genreeinordnung der IMDb zu verwenden. Die 68 Filme sind dort durchschnittlich in 2,7 Genres pro Film eingeteilt, woraus sich folgende Verteilung ergibt:

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Genreverteilung von Jahr zu Jahr auffällig verändern wird oder ob die Genrebezeichnungen zu schwammig sind. Ob 2013 so mit 13 von mir gesehenen Sci-Fi-Filmen wirklich das viel beschworene “Science-Fiction-Jahr” geworden ist, wird sich daher erst noch zeigen müssen.

Bleibt abschließend die Frage nach der Zeit, die wir in diesem Jahr wieder im Kinosaal verbrachten. Wenn wir wieder von einer Durchschnittslänge von 100 Minuten pro Film ausgehen, haben meine Verlobte5 und ich dieses Jahr rund vier Tage und 17 Stunden Stunden im Kinosessel gesessen, womit wir zeitlich und finanziell bei einem großzügig verlängerten Wochenendtrip wären. Aber uns war es das natürlich wieder wert.

Mal sehen, was das nächste (Kino-)Jahr so bringt.

  1. Der Durchschnittsdeutsche kam 2012 auf 1,7 Kinobesuche pro Jahr. In den Vorjahren waren es sogar nur 1,6 Besuche. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2013. []
  2. Genaue Verteilung: 52x Euromax in Kerpen, 9x Cinedom in Köln, 3x Cinenova in Köln, 2x Cineplex in Passau, 1x Rex am Ring in Köln, 1x UCI in Hürth. []
  3. Genaue Verteilung: 16x Mittwochs, 13x Sonntags, 10x Dienstags, 9x Donnerstags, 8x Montags, 6x Freitags, 6x Samstags. []
  4. Während z.B. bei »Oblivion« klar ist, dass es sich um Science Fiction handelt, fragt man sich, ob »Gravity« nicht mehr oder genau so viel Drama oder Thriller ist? []
  5. Verrückt! Das ist im Idealfall das erste und letzte Mal, dass ich sie im Rahmen der Kinostatistik so nennen kann. []

Kinostatistik 2012

Das Jahr ist zu Ende und ihr wisst, was das heißt: Es ist Zeit für meine alljährliche Kinostatisik. Hierauf freue ich mich immer besonders und, das zeigt das immense (Offline-)Feedback, das mich über das ganze Jahr verteilt hierzu erreicht, ihr euch auch. Und so möchte ich heute zum sechsten Mal in Folge der Frage aller Fragen nachgehen: Wie oft war ich im gerade auslaufenden Jahr im Kino und wieviel hat mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) gekostet?

Und wer hätte es gedacht? Ich habe den Rekord vom letzten Jahr nochmal getoppt und bin 2012 auf ganze 60 Kinobesuche gekommen. Das Geld habe ich dabei wie immer auf Kinos in und um Köln verteilt, plus ein Kinogang in Passau. Sechs der 60 Filme habe ich im Rahmen des Fantasy Filmfests gesehen, einen im Sneak Preview und zwei im Double Feature (»The Dark Knight«/»The Dark Knight Rises«).1 Wie schon im letzten Jahr habe ich zwölf Filme in 3D gesehen. Doch im Gegensatz zu letztem Jahr, waren das nicht zwölf, sondern nur zehn 3D-Filme zuviel – »Life of Pi« und »Prometheus« sahen in ihrer Dreidimensionalität tatsächlich fantastisch aus.

Gekostet hat mich der ganze Spaß insgesamt 485,30 Euro, was bei (bei nur vier Filmen mehr) einem Plus von 41,30 Euro entspricht. Die 3D-Filme kosteten im Schnitt 10,57 Euro (2011: 11,00 Euro), wobei die teuerste Karte (»Titanic 3D«) mit 14,30 Euro zu Buche schlug. Der Durchschnittspreis pro Besuch liegt bei 8,09 Euro, was einem leichten Anstieg von nur 16 Cent entspricht. Ohne die 3D-Filme läge dieser bei 7,68 Euro, was schon 58 Cent mehr sind als 2011, wo der ø ohne 3D bei 7,10 Euro lag. Man lehnt sich also nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn man prophezeit, dass der Trend des Preisanstiegs sich fortsetzen wird – und das wahrscheinlich weniger marginal als in diesem Jahr. Ich schätze, das wir in nicht allzu ferner Zukunft (ich tippe auf 2016) die magische 10-Euro-Grenze knacken.

Wenn wir von einer Durchschnittslänge von 100 Minuten pro Film ausgehen, habe ich also rund 100 Stunden im Kinosessel verbracht, also knapp etwas über vier Tage. Für mich und Mrs. Eay wie immer überaus lohnenswert, der Durchschnittsdeutsche bleibt hingegen seinen 1,6 Kinobesuchen pro Jahr treu.2 Und wer will es ihm verübeln? Die Preise sind zu hoch, die alte Leier. Vielleicht doch lieber zehn Minuten mehr Werbung zeigen und dafür den Kartenpreis senken? Ich weiß es doch auch nicht, aber, liebe Kinobetreiber und Filmschaffenden, ihr solltet euch was einfallen lassen…

  1. Mrs. Eay dürfte auf ähnlich viele Filme kommen. Ihr Fehlen beim Fanstasy Filmfest gleicht sie durch diverse “Mädchenfilme” und zahlreiche »Breaking Dawn – Part 2«-Sichtungen aus. []
  2. Quelle: Statistisches Jahrbuch 2012. Der Wert liegt seit Beginn dieser Kinostatistik ziemlich genau bei 1,6. []

Macher der Minecraft-Doku stellen diese selbst bei The Pirate Bay ein

Ich habe zwar genau nichts mit Minecraft zu tun, es weder selbst gespielt, noch jemand anderem dabei zugesehen, aber die Doku »Minecraft: The Story of Mojang«, die diesen Samstag auf Xbox Live Premiere hatte und den Werdegang von notch und seinem Studio Mojang vom No-Name zum gefeierten Indie-Star begleitet, sah auch für mich nicht zuletzt wegen dem wirklich großartigen »Indie Game: The Movie« überaus interessant aus. Und wie schon bei »Indie Game: The Movie« wird der ebenfalls per Kickstarter vorfinanzierte Film für wenige Dollar DRM-frei zum Download angeboten.

Dennoch wird der Film früher oder später bei The Pirate Bay & Co. auftauchen, da braucht man sich nichts vorzumachen. Dass wissen auch die Produzenten von 2 Player Productions, weshalb sie »Minecraft: The Story of Mojang« kurzerhand selbst bei TPB eingestellt haben und dies u.a. folgendermaßen begründeten:

Greetings Pirate Bay!

This is 2 Player Productions here, and we hoped we could be the first to upload our new movie “Minecraft: The Story of Mojang”. We’ve never uploaded a torrent before so hopefully this isn’t all screwed up.

We wanted to come here first because we knew the movie would end up here eventually, and the best thing to do seemed to be opening a dialogue. Torrents and piracy are a way of life and it probably won’t be going anywhere anytime soon. There are many people that want to punish you for that, but we have a more realistic outlook on things.

We’ve been there. We’ve all needed to do it at some point. Maybe you don’t have the money. Maybe you want to try before you buy. Maybe you’re pissed at us for premiering the movie on Xbox Live. These are all fine reasons. But if you feel that piracy is, in Gabe Newell’s words, “a service problem,” please consider that we are selling DRM free digital downloads that you can watch in whatever manner you please.

Sehr guter Schachzug, der den Herren hoffentlich einiges mehr an Geld und Sympathien einbringen wird. Denn im Kommentarbereich bei The Pirate Bay ist man sich bereits einig: “try before you buy” ist gut und jetzt wird die Doku erst recht gekauft. Ich kann mir vorstellen, dass sich das für kleinere Produktionen mit ähnlich P2P-affiner Zielgruppe durchaus auszahlen könnte. (via Nerdcore)

Update, 21.11.2013: Der Film ist seit ein paar Tagen auch komplett & kostenlos auf YouTube verfügbar. (via Waxy.org Links)

· am veröffentlicht 24.12.2012

Kinostatistik 2011

Das Jahr ist zu Ende und die langjährigen Leser wissen, was das heißt: Es ist Zeit für meine Kinostatistik, die nun schon zum fünften Mal in Folge der Frage aller Fragen nachgeht: Wie oft war ich im gerade auslaufenden Jahr im Kino und wieviel hat mich das insgesamt und durchschnittlich (ohne Speisen und Getränke) gekostet?

Und siehe da: Auf sage und schreibe 56 Kinobesuche habe ich es 2011 gebracht – neuer persönlicher Rekord seit Beginn der Zählung in 2007 und wahrscheinlich nicht nur seitdem.1 Dabei hat es mich in fünf verschiedene Kinos in und um Köln, in Berlin und Passau verschlagen. 12 der 56 Filme waren dreidimensional, was meiner Meinung nach zwar zwölf zuviel sind, allerdings hätte ich auch mit deutlich mehr gerechnet. Im Durchschnitt hat eine 3D-Vorstellung dabei rund 11 Euro gekostet.

Insgesamt hat mich der ganze Filmspaß in diesem Jahr 444,- Euro gekostet, wobei die teuerste Karte2 mit 15,50 Euro zu Buche schlägt und der günstigste Eintrittspreis fünf Euro an diversen Dienstagen war. Der Durchschnittspreis pro Besuch liegt in diesem Jahr bei 7,93 Euro, ist also im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 51 Cent gestiegen. Und das, obwohl ich dieses Jahr vermehrt an Montagen und Dienstagen die Lichtspielhäuser aufsuchte. Trotz vermehrter Besuche also ein erschreckender Trend, vor allem wenn man sich mal die Preise von vor fünf Jahren ansieht, wo der Durchschnitt einfach mal bei zwei Euro weniger liegt.

Dennoch: Mir war es das wieder einmal wert. 93 Stunden3 im Kinosessel sind für mich 93 gute Stunden. Und auch wenn Mrs. Eay und ich so schon mal einen verlängerten Wochenendurlaub in unserem Stammkino verbringen, lässt sich der Abwärtstrend in Kinobusiness und Filmindustrie nicht leugnen: Der Durchschnittsdeutsche geht, so das Statistische Jahrbuch 2011 nur 1,55 Mal pro Jahr ins Kino4, so dass eigentlich nur eine Konsequenz die richtige ist. Achtung, es folgt das mantraartige, alljährliche Runterbeten der immer gleichen, vergeblich ausgesprochenen Handlungsempfehlung: Eintrittspreise senken und so die an Kino.to verloreren Kids zurück ins Kino holen.5 Ansonsten sehe ich da für einige schwarz (und uns noch höhere Preise zahlen).

  1. Mrs. Eay hat es durch zahlreiche Schnulzen Mädchenfilme und etliche »Breaking Dawn«-Sichtungen sogar auf weit über 60 Besuche gebracht. (Süchtling!) []
  2. »Avatar« one more time, Extended Version, in 3D, am Feiertag im CineStar Event Cinema am Potsdamer Platz. Btw: Das mit Abstand beste Kino, in dem ich je war, und das ich jedem der (mal) vor Ort ist wärmstens empfehlen kann. []
  3. Ich gehe hier von einer durchschnittlichen Filmlänge von 100 Minuten aus. []
  4. Ein Wert, der anscheinend sogar noch unter den zuletzt (2008) ausgegebenen 1,6 Kinobesuchen pro Einwohner pro Jahr liegt. []
  5. Ich hätte da noch zwei, drei andere Ideen, falls jemand Interesse hat. []

The Most Pirated Movies and TV-Shows of 2011

Wie schon im letzten Jahr hat TorrentFreak, weiterhin everybody’s favorite filesharing news blog, Top 10-Listen der am häufigsten per BitTorrent heruntergeladenen Filme und TV-Serien zusammengestellt. Und wieder hat das piratische Publikum einen durchwachsenen Geschmack mit Tendenz zum hirnlosen Einheitsbrei bewiesen: So war der vor Testosteron strotzende Autos-/Action-/Frauen-Kracher »Fast & Furious Five«1 der meist geladene Film 2011, dicht gefolgt vom Absturzzelebrationssequel »Hangover 2« und dem miesen Göttergeplänkel »Thor«. Aber immerhin reihen sich dann noch Perlen wie »Source Code« und »Sucker Punch«2 und diesjährige Oscar-Favorites wie »127 Hours« und »The King’s Speech« dazu. Dass Mainstreams Lieblingssequels »Transformers 3« und »Fluch der Karibik 4« es jedoch nicht in die Top 10 geschafft haben, verwundert dann doch.

Rang Film Downloads Weltweite Einnahmen
1 Fast Five 9.260.000 $626.137.675
2 The Hangover II 8.840.000 $581.464.305
3 Thor 8.330.000 $449.326.618
4 Source Code 7.910.000 $123.278.618
5 I Am Number Four 7.670.000 $144.500.437
6 Sucker Punch 7.200.000 $89.792.502
7 127 Hours 6.910.000 $60.738.797
8 Rango 6.480.000 $245.155.348
9 The King’s Speech 6.250.000 $414.211.549
10 Harry Potter 7.2 6.030.000 $1.328.111.219

(Quelle: TorrentFreak – Top 10 Most Pirated Movies of 2011)

Beim Fernsehen beweist die raubkopierende Zunft dann aber etwas mehr Geschmack: Auf »Dexter« folgen da schon die üblichen Verdächtigen, wobei hier vor allem der Fall »Game of Thrones« interessant ist: Mehr Downloads als US-Zuschauer, ein Umstand, der neben HBOs Paywall vor allem der internationalen Verfügbarkeit geschuldet sein dürfte. Denn während die Houses, HIMYMs und TBBTs mittlerweile recht zügig ihren Weg z.B. ins hiesige Abendprogramm finden und selbst »The Walking Dead« nur mit einer Woche Verspätung in etlichen Ländern der Welt ausgestrahlt wird, zeigt sich doch, dass einem beim Festhalten an alten Verbreitungstraditionen potentiell bezahlende Rezipienten3 einmal mehr durch die Lappen gehen.

Rang Serie Downloads Ø US-Zuschauer pro Folge (laut Nielsen)
1 Dexter 3.620.000 2.190.000
2 Game of Thrones 3.400.000 3.040.000
3 The Big Bang Theory 3.090.000 15.980.000
4 House 2.760.000 9.780.000
5 How I Met Your Mother 2.410.000 12.220.000
6 Glee 2.200.000 9.210.000
7 The Walking Dead 2.060.000 7.260.000
8 Terra Nova 1.910.000 9.220.000
9 True Blood 1.850.000 5.530.000
10 Breaking Bad 1.730.000 2.580.000

(Quelle: TorrentFreak – Top 10 Most Pirated TV-Shows of 2011)

Doch generell stellt TorrentFreak einen Rückgang der Downloads fest – zumindest was BitTorrent-Downloads angeht. Gründe dafür sind unter anderem in immer mehr und besseren legalen Alternativen zu sehen. Hulu, Netflix, iTunes und Sender-Apps bieten jedem (amerikanischen) Zuschauer, der gewillt ist, einen kleinen Obolus zu entrichten, die Möglichkeit zeitversetzt fernzusehen, und das sogar einfacher und schneller als die zwielichtigen Downloadportale. Ja, selbst aktuelle US-Serien schaffen es schon mal im O-Ton in ausländische iTunes Stores, so hört man.4

Dennoch sollte und muss da wohl noch einiges passieren. Mit der unmittelbaren Verfügbarkeit neuer US-Serien im deutschen iTunes Store oder bei deutschen Pay-TV-Sendern geht man jedenfalls in die richtige Richtung. Doch sollte man sich vom Schein nicht trügen lassen: Die sinkenden BitTorrent-Downloadzahlen hat man wahrscheinlich den schulhofweit bekannten Streaming-Seiten und – Kim Schmitz lässt grüßen – diversen One-Click-Filehostern zu verdanken, die sich noch nicht so sehr im Kreuzfeuer der Ermittlungsbehörden und Abmahnanwälte befinden.

Nichtsdestotrotz: Es bewegt sich was5 und das ist ja erst mal gut.

  1. Den ich bezeichnenderweise neben »Rango« als einzigen auf der Liste nicht gesehen habe, was ich auch nicht unbedingt vorhabe zu ändern, solange ihr mir jetzt nicht von der Großartigkeit des Films vorschwärmt… []
  2. Der Film wurde nach dem Kinobesuch von den uns begleitenden Damen als “frauenfeindlich” bezeichnet, aber uns Jungs hat Zack Snyders knöchelhoch tiefgehende Männerphantasie zumindest optisch überaus gut gefallen. []
  3. Und das heißt nicht unbedingt “aktiv bezahlende”, sondern auch Zuschauer, die durch Werbeunterbrechungen ein Plus in des Studios Kassen spülen würden. []
  4. Zum Beispei »True Blood«, das hierzulande für 2,50 pro Folge im O-Ton mit deutschen Untertiteln heruntergeladen werden kann. []
  5. Unter anderem der Preis pro Kinobesuch nach oben, was zu einer erneuten Piraterie-Renaissance führen könnte, aber das ist ein anderes Thema… []
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