#russland

34 Grad Rekordhitze in Sibirien

Speaking of Gesellschaften, die ihren Planeten zerstören:

34 Grad im Schatten […]. So hoch kletterte das Thermometer im sibirischen Werchojansk1 – dort, wo es zu dieser Jahreszeit normalerweise um die 12 Grad warm ist und wo im Januar bei durchschnittlich minus 49 Grad alles zu Eis erstarrt.

Selbst am Polarkreis wurden nie da gewesene Temperaturen gemessen: Im Ort Chatanga, für den zu dieser Jahreszeit Tagestemperaturen um null Grad normal sind, waren es am 25. Mai außergewöhnliche 25 Grad. Der vorherige Rekord hatte bei 12 Grad gelegen.

Und bevor jemand sagt, dass sei „alles im Rahmen“ und käme alle paar Jahrzehnte mal vor:

Martin Stendel vom Dänischen Meteorologischen Institut sagte der Zeitung, die im Mai in Nordwestsibirien gemessenen Temperaturen seien Berechnungen zufolge nur einmal in 100.000 Jahren normal, die von Menschen gemachte Erwärmung erhöhe die Wahrscheinlichkeit für solche extremen Wetterereignisse allerdings deutlich.

  1. Weiterführende Links in den Quotes von mir und nicht vom Spiegel. Mir ist nach all den Jahren absolut unverständlich, warum Medien immer noch Angst vor Hypertext haben und nicht auf externe, weiterführende Quellen verlinken, wie eben Wikipedia-Artikel zu russischen Kleinstädten oder Websites/Twitter-Accounts von zitierten Personen. []

Podcast: Spiel mit der Bombe – Der Albtraum vom beherrschbaren Atomkrieg

Seit Hiroshima und Nagasaki hat niemand mehr gewagt, Atombomben einzusetzen. Und doch war da immer der Wunsch mancher Strategen, atomare Sprengköpfe beherrschbar zu machen, für eine glaubwürdigere Abschreckung. Eine Idee, die in der aktuellen geopolitischen Lage Aussicht auf Erfolg hat.

Die neuen, kleineren Atombomben laden mit ihrem kleineren Wirkungskreis zu „chirurgischen“ Eingriffen ein, durch die dann gezielt ein Vorort oder eine Kleinstadt und eben nicht mehr ein ganzer Landstrich vernichtet werden kann. Eine beunruhigende Entwicklung, die in diesem 29 minütigen Deutschlandfunk-Feature behandelt wird.

Direktlink zur Audiodatei (mp3)

Falschparkerpranger

 
(Vimeo Direktlink)

So das hier kein Fake ist, ist das ein sehr geschickter, aber auch sehr fragwürdiger Einsatz von Technologie: Um russische Falschparker, die kreuz und quer auf Gehwegen usw. parken, einer gewissen sozialen Kontrolle auszusetzen, hat die Website The Village eine App entwickelt/gemacht/erdacht (?), mit der Passanten die Autos der Parksünder sammeln können. Deren Autos sollen dann benachbarten Surfern auf der Village-Seite als eine Art Werbebanner vorgesetzt werden1, der sich nur entfernen lässt, wenn man Kennzeichen usw. bei Facebook teilt. So soll dann ein Falschparkerpranger entstehen, der die Beschuldigten zur Einsicht und einem besseren Parkverhalten bringen soll.

Was bei Falschparkern noch relativ lustig ist, ist kaum weiter gedacht natürlich sehr erschreckend: Bald schon würde es Plattformen für Nachbarn geben, die ihre Hundescheiße nicht entfernt haben, zu laut Musik gehört haben, zu schnell durch die 30er Zone gefahren sind oder zu kurze Röcke anhatten. Kurzum: Mit sowas würde eine regelrechte Denunziationsindustrie entstehen, die zunächst zwar just for fun ist, nach kurzer Zeit aber bereits Begehrlichkeiten bei den Behörden wecken würde. Südkoreanische Verhältnisse quasi. Also halten wir fest: Lieber die Finger davon lassen. (via Kottke)

  1. Die benachbarten Surfer sollen dabei anhand der IP-Adresse ermittelt werden, was meines Wissens nach also nicht wirklich mit Nachbarschaften, sondern eher nur mit ganzen Ortschaften funktionieren würde. []

Exporting Raymond

 
(YouTube Direktlink)

Ich habe »Alle lieben Raymond« nie so richtig verfolgt, euch aber vorvorgestern davon erzählt, dass der russische Fernsehsender CTC, der gerade »How I met your Mother« lokalisiert, auch schon ein erfolgreiches, russisches Remake von »Everybody loves Raymond« produziert hat. Perfektes Timing, denn wie sich herausstellte, hat Philip Rosenthal, der Erfinder von Raymond, gerade zu genau diesem Umstand eine Dokumention gedreht: »Exporting Raymond« zeigt seine überaus bizarre Reise in die russische Kultur und Fernsehlandschaft. Könnte (sehr) gut werden – vor allem wenn man schon mal ein „westliches“ Studio von innen gesehen hat. (via Spreeblick)

How I met your Mamuschka

Der russische Fernsehsender CTC macht keine halben Sachen: Anstatt die weisen Worte des großen Barney Stinson stümperhaft zu übersetzten (wie ProSieben das hierzulande getan hat), bauen die sich einfach ihr eigenes »How I met your Mother«. Das sieht zwar ein bisschen strange aus, macht aber auf jeden Fall einen besseren Eindruck als einst die deutsche Version der IT Crowd – falls sich noch jemand an dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte erinnern kann… Kein Wunder, schließlich hat CTC mit den russischen Versionen von »Everybody loves Raymond« und »The Nanny« bereits andere US-Sitcoms erfolgreich lokalisiert.

 
(YouTube Direktlink)

Update, 29.03.2011: Passend dazu: Der Erfinder von »Everybody loves Raymond« hat eine Dokumentation darüber gedreht, wie es war, den Russen seine Sitcom zu verkaufen. Hier mehr und der Trailer dazu.

köst.lich.es #4

  • Bible Fight · Tekken war gestern und hiergegen ist sogar das jüngste Gericht ein Witz: Jesus, Eva, Moses, Noah, Maria und Satan treten gegeneinander an und rausgekommen ist das beste und schickste Flashgame ever! (Tipp: Tastaturschema auf Englisch stellen!) (via)
  • Russian Cake Art · Kuchen in Russland müsste man sein. Oder zumindest mal einen von diesen Kunstwerken essen. Obwohl dafür sind sie zu schade. Eyecandy-Alarm!
  • Fake, Lüge, Täuschung, Illusion · Hier gibt’s Flaschen, die gibt’s gar nicht. Einige sehr nette Flaschen dabei. Die Kids würden auf den Drink „BiFi – Der Wurstlöscher“ sowas von abfahren.
  • The Sprites – George Romero.mp3 · Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl für alle Zombiefans, die an diesem wunderbaren Montagmorgen im Büro schufften müssen.