#open source (6)

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The people holding up the internet

Billions of phones run on code looked after by a handful of people. We counted them from the code itself.

Von sheet.works, die wir zuletzt schon mit ihren tollen Data Drops hier hatten, kommt nun ein Artikel, der visuell schön auf­be­rei­tet, prüft, wie wahr der legendäre Dependency-Comic1 von xkcd ist.2 Stellt sich heraus, sehr wahr:

We downloaded the full history of 23 pieces of software that phones, browsers and servers depend on, and counted everyone who made ten or more changes to each one between October 2025 and October 2026. Then we listed what is actually installed on an Android phone, an iPhone and a Windows PC.

11 of 23 projects had one or two people doing the regular work.

Und wenn die Personen ausfallen, passiert bes­ten­falls nichts & im schlimms­ten Fall werden Si­cher­heits­lü­cken ausgenutzt oder gar ein­ge­schleust. Was eine Farce ist, weil die Tech-Un­ter­neh­men, die diese Open-Source-Softwares ein­setzen, Fantas­tilli­arden verdienen. (via Christoph und DenkfabrikBlog)

  1. Hier als interaktive Physik-Demo. [↩]
  2. Und dass sie dazwischen eines ihrer Word Games promoten, lassen wir mal außen vor, wir müssen schließlich alle von irgendetwas leben. [↩]
The people holding up the internet | OpenGraph Preview Image
sheets.works

The people holding up the internet

Four billion phones ask one text file what time it is. One lecturer keeps it in his spare time. We counted the rest.

Nachtrag zu Omarchy, DHH und „Ricing“

Vor zwei Wochen hatte ich mich mit der neuen heißen Linux-Distribution Omarchy beschäftigt, die gerade vielerorts Aufmerk­samkeit erregt und erfährt, da sie agentisch entwickelt und vor allem auch so angepasst werden kann.

Damit passt sie eigentlich genau hierher. Openness, DIY und KI1 sind wieder­kehrende Themen in diesem Blog, aber so einfach ist es diesmal eben nicht.


Erkenntnisgewinn

Ich hatte bereits mitbekommen, dass David Heinemeier Hansson, kurz DHH, dessen Firmenblog (Link zur Wayback-Machine) ich damals las und von dem ich in den 2000ern und 2010ern staunend Bücher zu Software-Management und Unternehmens­führung gelesen habe, zwischen­zeitlich äußerst konservativ und kontrovers geworden ist. Aber nach Veröffent­lichung des Beitrags und des ersten Nachtrags habe ich dann erfahren – und es wurde mir dankens­werter­weise auch von Felix per Kommentar zugetragen –, wie katastrophal das ist, was DHH da von sich gibt. Wie etwa der Medienbäcker aufklärt:

Oh wait, this DHH guy seems to be pretty racist anyways. Holy shit, he openly talks about „re­mi­gra­ti­on“ and „de­mo­gra­phic re­pla­ce­ment“. Well, I sure hope I don’t have to read that name ever again. Or anything about „re­mi­gra­ti­on“ for that matter.

Besonders bitter wird es dann, wenn man sich ansieht, wie der Ruby on Rails-Creator DHH — der gerne damit prahlt, dass Claude sich weigerte, einen seiner rassistischen Texte ins Italienische zu übersetzen (Quelle) — mit Omarchy weiteren Einfluss in der Open-Source- und Linux-Szene gewinnen will und gewinnt und diese damit weiter nach seinen Vor­stellungen formen könnte. tante hat dazu mit „Power Grab“ einen sehr guten, Überblick gebenden Artikel veröffent­licht:

DHH is using his position and his influence to accumulate donations that he then can distribute to projects that align with his fascist worldview and ambitions. […] The Omarchy foundation will be where projects in desperate need of funding will be pointed. And will a project focused on human rights and social justice get funding from our fascist overlord?


Prominente Unterstützer

Screenshot von der 'Stop Omarchy'-Website.

Ein Problem ist nämlich bereits, dass und wie viel Funding die Omarchy-Foundation bekommt. Brennan Kenneth Brown hat dazu mit „Stop Omarchy“ eine kleine Neocities-Seite erstellt, die aufzeigt, wer Omarchy wie finanziell unterstützt. Ein Auszug:

Despite this [Anmerkung von mir: Gemeint ist all der Scheiß von DHH.], more than a dozen top tech executives and corporations have pledged millions to the Omarchy / Omacom Foundation. They include the CEOs of Shopify, Stripe, Dell, Cloudflare, Block, Dropbox, Coinbase, and others, as listed on Omarchy’s patrons page.

Corporations including 1Password and DigitalOcean are also contributing to Omarchy’s funding, with DigitalOcean giving $1 million a year for three years.

Man sollte also in Betracht ziehen, diesen Unternehmen in Zukunft aus dem Weg zu gehen und/oder ihnen gegenüber zu protestieren, was ihre Unter­stützung für Omarchy und DHH angeht. … What is wrong with you, 1Password?


That said, ich bin kein Fan von Online-Prangern. Dass hier Firmen und CEOs von großen Tech-Unternehmen gelistet werden, ist fein für mich, aber wenn ich das richtig sehe, sind darunter auch Einzel­personen, die sich sicherlich falsch verhalten, aber vielleicht nicht derart in der Öffent­lichkeit stehen, dass man sie hier erwähnen müsste. Andererseits (Minute 3:33).


„Ricing“

Aber es geht noch weiter: daMax hat mich zudem in den Kommentaren dankens­werterweise weiter darauf hingewiesen, dass der im Linux-Umfeld gängige Begriff „Rice“ bzw. „Ricing“ problematisch ist, weil er eine rassistische Abwertung ist.

Der Hintergrund des Begriffs, der im Linux-Kontext die Individuali­sierung des Desktops durch Window-Manager, Themes, Icons usw. meint, ist der US-amerikanischen Auto- und Motorrad­szene der 80er-Jahre entliehen, wo „rice burner“ eine abwertende Bezeichnung für japanische beziehungs­weise ost­asiatische Fahrzeuge war und „riced out“ ober­flächliche Modifi­kationen ohne Leistungs­gewinn beschrieb. Das später erfundene Backronym „Race Inspired Cosmetic Enhancement“ beseitigt den problema­tischen Ursprung nicht, sondern verschleiert ihn.

Ich hatte „Ricing“ bisher immer mit der klein­teiligen Konfiguration (wie eben bei Reiskörnern) assoziiert, was rück­blickend wohl etwas naiv war. Ich werde darauf selbstredend fortan verzichten und habe den ent­sprechenden Beitrag plus Nachtrag-Teaser – die einzigen „Ricing“-Nennungen in diesem Blog – um eine ent­sprechende Infobox mit Verweis auf diesen Beitrag ergänzt und Textstellen ent­sprechend angepasst.


Den gesamten Omarchy-Beitrag habe ich aber, bis auf die dokumentierten Änderungen, aus Gründen der Nachvollzieh­barkeit unverändert gelassen.

Was eine Shit Show.

  1. Ja, der Diskrepanz meiner KI- gefolgt von Klima-Posts bin ich mir schmerzlich bewusst. [↩]

LibRedirect – Browser extension that redirects to alternative privacy friendly frontends of YouTube, TikTok & Co.

Via René, der direkt auch auf einen sehr netten Nebeneffekt hinweist: „Auf der verlinkten Webseite bekommt man praktischerweise gleich eine schöne Übersicht, welche alternativen Dienste es gibt.“ Und dort habe ich dann von ProxiTok erfahren, ein alternatives Frontend für – ihr ahnt es – TikTok, das auch gleich RSS-Feeds anbietet.

Heute noch im Büro drüber gesprochen: Damit ich mich nicht in den Algorithmen verliere, habe ich sämtliche YouTube- und TikTok-Channel, die ich verfolge, per RSS-Reader abonniert (Twitter bis zuletzt auch). Sehr empfehlenswert.

Jedenfalls: gute Browser-Extension. Wünsche ich mir auch als Safari-Extension für iOS!

libredirect.github.io

LibRedirect - Privacy-friendly Redirector

A web extension that redirects YouTube, Twitter, Instagram, etc. requests to alternative privacy-friendly frontends

GitHub sichert am 02.02.2020 alle aktiven Open-Source-Repositories für 1.000 Jahre in der Arktis

The GitHub Arctic Code Vault is a data repository preserved in the Arctic World Archive (AWA), a very-long-term archival facility 250 meters deep in the permafrost of an Arctic mountain. […] GitHub will capture a snapshot of every active public repository on 02/02/2020 and preserve that data in the Arctic Code Vault.

Also noch zwei Wochen um euren Code (oder eure Webseite… 😏) als offenes Repository auf GitHub einzustellen, das euch dann überdauern wird.

Update, 02.02.2020: Ich habe heute noch schnell ein statisches Archiv dieser Webseite für’s ewige Eis angelegt.

Phoenix, eine offene Version von Apples Swift

Today we’re releasing Phoenix to give [Apple] a friendly nudge. It’s what friends do when they notice someone they care about making a mistake. We hope Apple does the right thing and release Swift under a free and open license so we can contribute to that instead of needlessly duplicating effort building our own version.

Ich glaube, aus der Ind.ie-Ecke kommt demnächst noch einiges an interessantem Technologie-Zeugs auf uns zu.