#netzkultur (561)

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Arc, der neue, etwas andere Browser, ist in Version 1.0 erschienen und nun ohne Invite verfügbar

Vor knapp einem Jahr habe ich meinen Desktop-Browser der Wahl1 durch einen neuen, etwas anderen Browser namens “Arc” ersetzt. Der wird von der selbstbewusst betitelten Browser Company of New York entwickelt und stellt allerlei Gewohnheiten, die wir seit Jahren bei unserer Browser­nutzung haben, in Frage und dafür viele neue Features bereit. Zum Beispiel gibt es lediglich eine Sidebar auf der linken Seite und kein alles überlagerndes Browser-UI über der Website. Es gibt eine hervorragende Command Bar, die in Sekunden­schnelle Websites im Splitscreen öffnet. Und neue Links aus anderen Anwendungen werden erstmal in einem kleinen Preview-Fenster namens “Little Arc” geöffnet, bevor man sich entscheidet, diese überhaupt ins große Fenster zu über­nehmen. Dazu gibt’s mit s.g. Boosts die Möglichkeit Websites und Webapps komfortabel in Aussehen und Funktionalität anzupassen, und und und.

Davon, dass das ganze dann auch noch von sympathischen Menschen ent­wickelt wird, kann man sich auf dem empfehlens­werten YouTube-Channel der Browser Company überzeugen, der eindrucksvoll aufzeigt, wie Firmen­kommunikation heutzutage gehen sollte.

Bisher war eine Invite notwendig, um Arc nutzen zu können, seit dieser Woche stehen Download und Nutzung der breiten Öffent­lich­keit zur Verfügung. Ich kann mir den Switch zurück zu einem klassischeren Browser nicht mehr vor­stellen und kann euch die Nutzung wirklich empfehlen. Aktuell nur macOS plus Arc Mobile für iOS, das Bookmarks und History hierher synct. Die Windows-Version ist aber bereits in der Mache. 34.000 Tester und ich können nicht irren.

  1. Firefox obviously; don’t use Chrome! []
Arc from The Browser Company | OpenGraph Preview Image
arc.net

Arc from The Browser Company

Experience a calmer, more personal internet in this browser designed for you. Let go of the clicks, the clutter, the distractions.

Treat your to-read pile like a river

This means treating your „to read“ pile like a river (a stream that flows past you, and from which you pluck a few choice items, here and there) instead of a bucket (which demands that you empty it).

Guter Tipp für jemanden, in dessen Regal sich eingeschweißte Spiele, ungesehne Filme und ungelesene Comics & Bücher stapeln und dessen Read-it-later-App1 gerade 2.742 offene Artikel anzeigt.

Screenshot einer Read-it-later-App mit 2.742 offenen Artikeln

  1. GoodLinks, aber hier ein Tipp auf Mastodon von gestern, was das Vorlesen von Artikeln angeht. []
Treat your to-read pile like a river | Oliver Burkeman | OpenGraph Preview Image
oliverburkeman.com

Treat your to-read pile like a river | Oliver Burkeman

Web Roulette

When you check the internet, do you mindlessly and randomly bounce back and forth your favorite sites hoping for fresh interesting content?

Impending, die Entwickler der altehrwürdigen Todo-App Clear1, haben einen kostenlosen iOS-Browser für die Generation TikTok gebaut: Per Links/Rechts-Swipe lässt sich damit durch ein vorher definiertes Set an Lieblingsseiten prokrastinieren. Was überraschend gut funktioniert. (via Daring Fireball)

  1. Gerade nachgeguckt: Ich habe die 1.0 im Februar 2012 runtergeladen. []
‎Web Roulette! | OpenGraph Preview Image
apps.apple.com

‎Web Roulette!

‎Web Roulette is simple and fun to play with like all good toys. Just swipe and shake. 1. Swipe through your favorite sites 2. Shake when bored for a surprise webpage! But it's also your new main mobile browser. NO typing your next page NO page loading times (precached!) NO tab management NO...

Reddit erhöht sein API-Pricing, wodurch die Third-Party-App Apollo jährlich 20 Millionen US-Dollar bezahlen müsste

Christian Selig, das Ein-Mann-Entwickler-Team von Apollo, im Subreddit r/apolloapp:

I’ll cut to the chase: 50 million requests costs $12,000, a figure far more than I ever could have imagined.

Apollo made 7 billion requests last month, which would put it at about 1.7 million dollars per month, or 20 million US dollars per year. Even if I only kept subscription users, the average Apollo user uses 344 requests per day, which would cost $2.50 per month, which is over double what the subscription currently costs, so I’d be in the red every month.

Offensichtlicher Twitter-Move um auch hier Third-Party-Clients zu killen. Für mich ist es bei Reddit und Apollo wie zuletzt bei Twitter und Tweetbot: sobald mir der sehr viel bessere Third-Party-Client genommen wird, werde ich den Dienst nicht mehr oder nur noch in verschwindend geringen Dosen nutzen.

Es wird Zeit, das wir all diese Dienste mit Open-Source-Lösungen dezentralisieren. Sollen sie doch alle auf ihrem überteuerten API-Pricings sitzen bleiben.

Web98: Fantasy Internet Simulator

Nate Parrot1 hat einen neuen Browser entwickelt, der jedoch keine Webseiten aus dem Web abruft, sondern diese von ChatGPT erstellen und gestalten lässt – und zwar so als sei es 1996.

Um das automatisch generierte Retro-Netz zu testen, braucht man einen OpenAI-API-Key und kann dann hier die TestFlight-Beta laden oder das Repo selbst kompilieren. Großartige Idee!

  1. Hervorragende Personal Website mit Coin-basiertem Achievement-System, bei der man z.B. für das Lesen einzelner Artikel mehr Coins bekommt, mit denen man dann weitere Inhalte freischalten kann. []

Details zur kostenpflichtigen Twitter-API

Bleiben wir bei der Shit Show: Twitter hat nun – rund zwei Monate nach der Ankündigung – Details zu den Tiers, Kosten und Limits verraten:

  • Free: Write-only, 1 App-ID, Posting-Limit von 1.500 Tweets pro Monat
  • Basic „for hobbyists & prototypes“ (!): 2 App-IDs, Posting-Limit von 50.000 Tweets pro Monat insgesamt und 3.000 Tweets pro User pro Monat, sowie ein Lese-Limit von 10.000 Tweets, Kosten: $100 pro Monat

Absolut witzlos und fern jeder Realität.

Feedbin hat nun auch keinen Zugang mehr zur Twitter-API

Die Shit Show geht weiter, nun wurde auch Feedbin der Zugang zur Twitter-API abgedreht:

Feedbin’s Twitter access was revoked because “this App has violated Twitter Rules and policies.” Which is the same message many Twitter clients received in January when Twitter first started turning off API access.

This means the end of Twitter support in Feedbin.

Seit dem Aus von Tweetbot war Feedbin mein exklusiver Weg, um noch bei diversen Listen und Menschen, die den Sprung ins Fediverse noch nicht geschafft haben, mitzulesen. Diese Möglichkeit ist nun dahin, weshalb ich nach 16,5 Jahren nun noch seltener in mein einstiges Lieblingsnetzwerk reingucken werde.