#nazis (21)

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Keine Angst

Vor über fünf Jahren habe ich auf Danger Dans »Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt« verwiesen und das bald erscheinende, gleichnamige Album. Was ich damals nicht wusste, war, dass Danger Dans Klavier­album meine Top 3 aller Alben von 2021 maßgeblich mitbestimmen würde. Ein fantastisches Werk, von vorne bis hinten.

In wenigen Wochen, am 1. Oktober, erscheint mit »Keine Angst«, das nächste Soloalbum von Danger Dan. Ich bin mir sicher, dass mir dieses Album ähnlich gut gefallen wird, allen voran nach der zuletzt ver­öffent­lichten Aus­kopplung »Keine Angst«, die einen Medien­skandal auslöste, als Danger Dan und Igor Levit von der ZDF-Intendanz aus »Die Anstalt« ausgeladen wurden, die wiederum zwischen­zeitlich adäquat reagiert hat.

Jedenfalls – late to the game, jaja – möchte ich euch darauf hinweisen, dass es abermals ein hervor­ragendes Stück Musik ist. Eine Anleitung zum Bevor-es-zu-spät-ist-Widerstand, die ich euch nur empfehlen kann, solltet ihr zur der dünnen Schnittmenge der hiesigen Leser*­innen gehören, die das Lied nicht schon auf anderem Wege gehört haben.

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AfD-Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte

Das Ergebnis des Gutachtens ist eindeutig: Die AfD ist verfassungswidrig.

Sie fordern richtigerweise dazu auf, seinem Abgeordneten zu schreiben und auf das Gutachten aufmerksam zu machen, um so hoffentlich ein Verbots­verfahren anzu­stoßen.

Das habe ich gerade auch getan. Nachdem ich aber mit meinem CDU-Abgeordneten bereits in einem „Ja, aber ich bewege mich kein Stück“-Austausch bezüglich der Legali­sierung von Schwanger­schafts­abbrüchen war, setze ich nicht allzu große Hoffnung in ihn.

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afd-gutachten.de

Das AfD-Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte

Das AfD-Gutachten ist die bislang umfassendste und juristisch anspruchsvollste Untersuchung der AfD. Lesen Sie jetzt, warum ein Verbotsverfahren gegen die Partei wahrscheinlich erfolgreich wäre.

How Substack makes money from hosting Nazi newsletters

The global publishing platform Substack is generating revenue from newsletters that promote virulent Nazi ideology, white supremacy and antisemitism, a Guardian investigation has found.

Es war ja bereits bekannt, dass Substack eine Nazi-Bar ist. Der Guardian hat das nun noch mal belegt. Wenn ihr also einen eigenen Newsletter betreibt, solltet ihr nun noch einmal darüber nachdenken, das nicht via Substack zu tun.

That said: Ich habe auch noch einige eurer Substacks im (kostenlosen) Abo, weil ich eure Inhalte gerne lesen möchte. Das Umfeld dort ist aber ähnlich schlecht wie bei X – wenn auch nicht so öffentlich –, so dass man sich davon alsbald abwenden sollte. Bitte & Danke.

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theguardian.com

Revealed: How Substack makes money from hosting Nazi newsletters

Exclusive: Site takes a cut of subscriptions to content that promotes far-right ideology, white supremacy and antisemitism

What a year, huh?

Ich wollte mir nach dem Bloggeburtstag eigentlich keine zweiwöchige Auszeit vom Bloggen nehmen, aber dann hat mich die Nachrichtenlage dazu bewegt, doch mal den Stecker zu ziehen. Was für mich als Nachrichtenjunkie1 echt schwierig ist. Keine Podcasts, keine Nachrichten, keine Talkshows, kein RSS, kaum Social Media. Dazu (zum Glück) genug zu tun, sodass ich mich ablenken konnte, während…

  • Mark Zuckerberg Meta auf Linie mit der neuen US-Regierung bringt – und dabei ein völlig absurdes Verständnis von Maskulinität propagiert,
  • Trump, der 45. US-Präsident, zum neuen 47. US-Präsident inauguriert wird und sein Land gleich mit einer Flut aus menschen- und demokratie­feindlichen Dekreten überzieht,
  • Elon Musk nach seinen Pro-AfD-Tweets, zunächst öffentlich mit der AfD-Parteivorsitzenden spricht und dann sogar auf deren Parteitag live dazugeschaltet wird,
  • er, der reichste Mann der Welt, im Rahmen der Inaugurationsfeiern live und unmissverständlich den Hiltergruß zeigt,
  • und hierzulande die CDU/CSU unter Friedrich Merz die viel beschworene Brandmauer einreißt – für eine mit den Stimmen der AfD beschlossene, populistische, nicht bindende Richtungs­entscheidung. Ein Dammbruch, dessen Folgen uns noch die nächsten Jahre beschäftigen wird.

Und das war nur die zweite Januarhälfte 2025. Mit vielen Auslassungen meinerseits.

Ich glaube, ich lege mich für den Rest des Jahres nochmal hin.

Zurück zum Bloggeburtstag. Ich habe es schon in die sehr tollen Kommentare geschrieben: Vielen lieben Dank euch allen für die netten Worte und all eure Kommentare, Posts und Privatnachrichten! Das alles hat mich wirklich gefreut. 🥰

  1. Ich dachte eigentlich, ich sei da nicht auffällig, aber stellt sich heraus, dass nicht jeder Lieblings­nachrichten­moderator*innen hat, diverse journalistische Abos unterhält und hunderte Subscriptions im Podcatcher & RSS-Reader überblickt. []

Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt

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Schon eine Woche alt, aber seitdem ständiger Begleiter in meiner Ohrwurm­gegend: Danger Dan von der Antilopen Gang feat. Pianist Igor Levit feat. Rundfunk Tanz­orchester Ehrenfeld mit Danger Dans‘ Single »Das ist alles von der Kunst­freiheit gedeckt«, aus dem gleichnamigen Klavier­album, das am 30. April erscheint. Sehr gut und wichtig.

Nichts zu verbergen?

Amsterdam gilt seit jeher als Musterbeispiel gelungener Stadtplanung. Bereits 1851 begann die Stadt, systematisch Daten der Bevölkerung zu erheben, um optimal ihre Ressourcen zu verteilen. Fürs „Bevolkingsregister“ gaben die Einwohner bereitwillig Beziehungsstatus, Beruf und Religions­zugehörigkeit an. 1936 stieg man sogar auf die Datenerfassung mit einem hochmodernen Lochkartensystem um. 1939 aktualisierte eine Volkszählung das Stadtregister nochmals.

Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner. Ein Großteil der rund 100 000 Amsterdamer Juden wurde ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von einem Tag auf den anderen entschied ein Marker im Big-Data-Pool über Leben und Tod. Zuvor hatte 90 Jahre lang niemand etwas zu verbergen gehabt – schließlich diente die Erfassung ja dem Wohl aller.