#google (82)

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Cloud Wars

Episode V
Die Imperien schlagen zurück

Es ist eine dunkle Zeit für Dropbox. Obwohl man Jahre zuvor mit der Idee eines unkomplizierten Cloudspeichers gestartet ist, haben die imperialen Streitkräfte von Microsoft und Google damit begonnen, die Idee von Dropbox zu kopieren und die Dropbox-Nutzer kreuz und quer durch die Galaxis zu verfolgen.

Nachdem sie der gefürchteten imperialen Wolkenflotte entkommen konnten, hat eine Gruppe von Entwicklern unter der Führung von Drew Houston im abgelegenen San Francisco damit begonnen an neuen, geheimen Dropbox-Features zu arbeiten.

Doch der teuflische Konzern Apple – nur von dem Gedanken besessen, das Dateisystem abzuschaffen – hat derweil Tausende Mobiltelefone und Tabletcomputer mit einer eigenen Datenwolke ausgestattet….

Project Glass und die Kontaktlinsen der Zukunft

Wer schon mal mit mir an einem Abend, an dem das Gespräch zufällig auf das Thema Zukunftstechnologien fiel, ein Bier trinken war, weiß, dass es da diverse Errungenschaften gibt, von denen ich erwarte, dass sie Zeit unseres Lebens noch entwickelt werden, und über die ich stundenlang reden kann. Exoskelette zum Beispiel, die es älteren Menschen irgendwann ermöglichen werden, so mobil wie Jugendliche zu bleiben. Oder (Haushalts-)Roboter für so ziemlich jeden nervigen Aspekt unseres Lebens. Oder – und hier werden meine Freunde aufschreien, denn sie wissen, das jetzt mein Lieblingsthema kommt, von dem ich nach fünf Bier sowieso immer anfange – Kontaktlinsen mit allerlei Augmented Reality-Funktionalitäten.

Und glücklicherweise ist das nicht nur mein Gehirngespinst, sondern auch das von Babak Parviz, einem Bionanotechnologie-Professor und Mitarbeiter bei Google X, Googles nicht mehr ganz so geheimen Entwicklungslabor. Dort arbeitet Parviz zur Zeit an Project Glass, Googles eigener AR-Brille. Von der dachte man zunächst, dass sie überaus klobig werden würde, tatsächlich sind die Prototypen aber schon recht stylisch – mal davon abgesehen, dass man sich mit so einem Ding auf der Nase schon irgendwie zum Honk macht. Da Parviz mit seinen Studenten aber bereits eine funktionstüchtige, ein paar Pixel anzeigende Kontaktlinse entwickelt hat, dürfte der Schritt dahin nur noch eine Frage der Zeit sein, findet auch die New York Times. Wie das ganze dann aussehen könnte – egal ob als Brille oder Linse –, zeigt das folgende Video von Google eindrucksvoll:

Vorschaubild zum Video. Aktivieren, um das Video zu laden und abzuspielen. 
(YouTube Direktlink)

Dass das Kredo bei einem solchen, das Sichtfeld beeinträchtigenden Smartphone-Ersatz „weniger ist mehr“ sein muss, scheint man jedenfalls bereits verstanden zu haben. Zwar werden hier nur diverse Google-Services gezeigt, aber wenn man sich das ganze jetzt mal halbwegs offen (as in AppStore) vorstellt, dürfte es fast unendlich viele Einsatzmöglichkeiten geben. Parviz selbst schrieb bereits 2009, dass sich eine intelligente Contactlinse hervorragend dazu eignen würde, die eigenen Körperwerte anzuzeigen. Die Linse steht schließlich bereits mit Körperflüssigkeit in Kontakt, so dass es problemlos möglich wäre, Blutzucker-, Cholesterin- und sonstige Werte zu messen (und quasi als Akkuanzeige 2.0 anzuzeigen).

Und wenn wir uns das alles jetzt doch nicht als Smartphone-Alternative, sondern als AddOn/Erweiterung vorstellen, dürfte klar sein, dass das ganze nicht mehr allzu weit entfernt ist. Denn dann würde die Augmented Reality-Brille oder -Linse einfach als Display für die praktisch unendlich große Rechenkraft in unserer Hosentasche dienen. Google startet jedenfalls dieser Tage mit dem öffentlichen Feldtest der Project Glass-Brillen und will ersten Berichten zufolge angeblich ja sogar dieses Jahr mit der Technologie auf den Markt kommen. Wenn den Brillen in diesem Fall das Schicksal des Newton zu Teil werden würde, wäre ich allerdings wenig verwundert. Aber in spätestens zehn Jahren sollten wir soweit sein. Technisch und von unserer Einstellung her. Und spätestens dann bin ich der erste in der Schlange.

Google+


Gestern bin ich, wie ungefähr ganz Twitterdeutschland, zu Google+ eingeladen worden (danke @sizr) und teste es seitdem ausgiebig. Mein Ersteindruck ist gut, sehr gut sogar. Vieles stimmt jetzt schon, einiges benötigt noch Feinschliff. Was Googles neuestes Social Network aber schon jetzt geschafft hat, ist mir aufzuzeigen, was im Hause Facebook so gehörig schief läuft: die Timeline wird von Fanseiten zugemüllt, die Privatsphäre-Einstellungen sind eine Farce. Google+ macht all das im Moment besser: die Timeline wirkt „sauberer“ (obwohl da richtig viel los ist) und zu bestimmen, wer was sieht, ist wirklich kinderleicht. Klar kann sich das jederzeit ändern, aber wir gehen jetzt einfach mal vom besten aus.

Außerdem wirkt Google+ nicht so überladen wie Zuckerbergs Ziehkind. Da Google mit den eigenen Webservices nämlich schon sämtliche Online-Aktivitäten abdeckt, ist man nicht gezwungen alles ins Social Network zu packen. Facebook hingegen will – und muss – Social Network, Email-Ersatz, RSS-Reader und World Wide Web in einem sein. Und das gelingt meiner Meinung nach nur mäßig gut. Googles Ansatz fühlt sich hingegen tatsächlich wie ein digitales Örtchen an, an dem man (Web-)Freunde treffen kann. Das gefällt. Oder besser gesagt: +1

Und wo wir schon mal dabei sind: Hier mein Google+-Profil. Ich würde mich freuen in eure hippen Circles aufgenommen zu werden. 😀