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Shazam (2019)

Kurz nach Marvels »Captain Marvel« kommt nun DCs »Captain Marvel« in die Kinos, der wegen Rechtsstreitigkeiten heutzutage allerdings auf den Namen »Shazam« hört. Shazam wiederum ist nun DCs Interpretation einer Superhelden­komödie, die unweigerlich Erinnerungen an »Kick-Ass« oder »Deadpool« weckt. Während diese jedoch durch Grenzüberschreitungen punkten, bleibt »Shazam« jugendfrei und brav und erinnert mit seinem Superkraft verleihenden Zauberer eher an einen 80er-Jahre-Fantasyfilm.

Konsequenterweise steht dann auch eine Familie aus Pflegekindern im Mittelpunkt der Geschichte, aus deren Reihen Neuzugang Billy zu Shazam und schließlich zum festen Bestandteil der Familie wird. Eben diese Familie ist dann auch der eigentliche USP des Films, funktioniert die Konstellation der Kinder doch hervorragend. Aber: Während die Verwandlung zum Superhelden sehr amüsant ist, ist alles originär superheldenhafte in Anbetracht des Marvel-Kanons eher mäßig und unspektakulär. Dennoch: Guter Film, vielleicht sogar der beste DCEU-Eintrag seit »Man of Steel«.  

Cold Pursuit (2019)

»Cold Pursuit« (hierzulande »Hard Powder«) ist das neueste Abenteuer aus dem Liam-Neeson-verse. Diesmal als Schneepflugfahrer, dessen Sohn von der ortsansässigen Drogenmafia ermordet wird, was den unausweichlichen, hier bewusst überzeichneten, komischen Rache-Plot anstößt. Was der Trailer gut ankündigt, ist in Langform viel zu gewollt. Dennoch: Es gibt einige Momente und gute, skurrile Figuren. Für eine Fargo-esque Erfahrung, die hier offensichtlich das Ziel war, reicht das aber nicht.  

Vice (2018)

»Vice« erzählt vom Werdegang Dick Cheneys, der als Vize-Präsident unter Obermarionette George W. Bush zum de-facto mächtigsten Mann der Welt wurde. Das ganze ist hervorragend geschminkt, besetzt und gespielt (Chirstian Bale als Cheney, Sam Rockwell als Bush und Steve Carell als Donald Rumsfeld) und zeigt in ungewohnter Essayform, wie der Taugenichts Cheney zum rücksichts­losen Taktierer wurde. Regisseur und Autor Adam McKay reiht dabei absurd Komisches und abartig Erschreckendes so gekonnt aneinander, dass außer Frage steht, dass die politischen Geschehnisse von damals das mehr als beunruhigende, politische Amerika der Gegenwart zu verantworten haben.  

Alita: Battle Angel (2019)

Man stelle sich vor, Robert Rodriguez und James Cameron tun sich zusammen, um endlich die seit fast zwei Jahrzehnten in Development Hell befindliche Verfilmung des Mangas »Battle Angel Alita« zu realisieren. Klar, dass dabei ein überaus ansehnliches, actiongeladenes Cyberpunk-Feuerwerk rauskommt, dem es hier und da zwar etwas an Tiefgang und Plausibilität fehlt, was einem in Ermangelung von Durchatempausen aber eh nicht auffällt. Teil 2 bis 5 können gerne kommen.  

Glass (2019)

M. Night Shyamalans Unbreakable-Trilogie, die im Jahr 2000 im Fahrwasser von »The Sixth Sense« began, dann 2017 mit »Split« eine überraschende, wie überzeugende Fortsetzung fand, bekommt mit »Glass« nun ihr großes Finale. Nur dass das alles andere groß ist. So begrüßenswert der Alternativansatz zum Umgang mit dem Superhelden-Genre auch ist: hier passiert einfach nichts. „Sind das überhaupt Superhelden?“, ist dann auch die zentrale Frage des Films. Die Frage, ob das überhaupt Liebe zu Comics ist oder vielmehr anstrengend verkopfter Psychoquatsch, wäre genau so legitim gewesen.  

Neuer Batman-Film »The Batman« für Sommer 2021 geplant

Matt Reeves, der Regisseur von »Cloverfield«, »Let Me In«, sowie »Dawn of«- und »War of the Planet of the Apes«, soll auf dem Regiestuhl sitzen. Der Film soll abermals einen jüngeren Bruce Wayne zeigen, aber nicht auf Frank Millers »Batman: Year One« basieren. Sir Ben Affleck soll nicht mit von der Partie sein, wenn »The Batman« am 25. Juni 2021 startet.

Robin Hood (2019)

Die unendlich oft verfilmte Geschichte von Robin von Loxley als moderne Heist-Story. Obwohl mir das offensichtliche Vorbild, Guy Ritchies 2017er »King Arthur«, sehr zusagte, wollte der Trailer von »Robin Hood« bei mir überhaupt nicht zünden. Doch der widerwillige Kinobesucher, der ich war, wurde positiv überrascht: Ein kurzweiliger Besuch in Nottingham, der mit mich mit Kriegsfilmeinlagen, Kirchenkritik und halbwegs brauchbaren Witz- und Actionszenen dann doch ganz gut unterhalten hat.  

Oscar-Nominierungen 2019

»Roma« and »The Favourite« lead the pack with 10 nominations apiece. »A Star is Born« and »Vice« landed eight nominations each, while »Black Panther« received seven, including a nod for Best Picture (the first for a superhero movie). »BlacKkKlansman« received six nominations, edging out »Green Book« and »Bohemian Rhapsody,« which received five. »Can You Ever Forgive Me« and »If Beale Street Could« talk received three nominations each.

Hauptsache »Spider-Man: Into the Spiderverse« ist für den besten Animationsfilm nominiert.