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Jurassic Park… Works

 
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Mr. Hammond, after careful consideration, I’ve decided to happily endorse your park.

Am Sonntag findet der 60. Super Bowl statt. Für alle, die sich nicht für Football interes­sieren, sind eher die Halftime-Show von Interesse sowie die in den Unter­brechungen gezeigten Werbe­spots, wovon schon einige veröffent­licht wurden und z.T. bereits zuvor viral gehen. Einer davon ist der Werbespot des Internet-Providers Xfinity, der zeigt, dass die Probleme im originalen Jurassic Park mit ihrer zuver­lässigen Internet­verbindung und ihren Support-Mitarbeitenden nicht aufge­treten wären.

Taika Waititi führte bei dem Werbespot Regie. Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum sind in ihren Parade­rollen wieder mit dabei und wurden digital de-aged, was mitunter etwas komisch aussieht – Stichwort Uncanny Valley –, aber insgesamt die stimmige, lustige Prämisse unter­streicht. Hier noch ein nettes, kurzes Behind the Scenes zur Produktion.

Uh, Wi-Fi finds a way.

John Likens’ »Raphael Unleashed«

 
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Anger is a Gift. This is Raphael Unleashed. The version of the Ninja Turtles I’ve always wanted to see on the big screen. Enter into the darker side of the TMNT universe. A world where brotherhood is tested, violence has consequences, and Raphael’s rage is both his greatest weapon and his greatest flaw. It’s TMNT pushed to its limits: visceral, dramatic, and a hell of a lot of fun to watch.

John Likens, seines Zeichens Filmemacher, der u.a. für die Eröffnungs­sequenz im letzten »Deadpool & Wolverine« verantwortlich war („Bye Bye Bye“), hat nach deutlich kürzerem Test-Footage zu Leonardo und Donatello (beide von 2023) nun eine längere Kampf­sequenz mit Raphael hochgeladen. Und die macht Lust auf mehr, wenn es mal wieder eine erwachsene, nicht von Michael Bay & Co. ins Lächerliche verunstaltete Version unserer Lieblings­schild­kröten sein darf. Ninja Turtles / Michaelangelo Emoji

Für 2028 ist ein bisher nicht weiter betitelter Teenage Mutant Ninja Turtles-Realfilm von »Fast & Furious«-Produzenten Neal H. Moritz angekündigt, der vermutlich nach »Mutant Mayhem 2«1 veröffentlicht werden soll, sich aber wohl eher an alle vier Quadranten richten soll, Paramounts Erfolg mit den Sonic-Filmen sei dank. 🙄

  1. Wovon ich den ersten übrigens sehr mochte. In die dazugehörige Serie habe ich allerdings noch nicht geschaut. []

Masters of the Universe – Teaser Trailer

 
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Das Thema einer neuen MotU-Verfilmung begleitet uns hier schon lange, lange Zeit (hier z.B. ein Post von 2007 mit – wtf – Brad Pitt, hier der – richtig gele­gene – Post von 2018). Nun ist es endlich soweit: Im Juni kommt »Masters of the Universe« in die Kinos. Gestern wurde – nach einem stimmigen Teaser Trailer Teaser (?) – der obige Teaser Trailer veröffent­licht.

Darin zu sehen: Abermals gibt es einen Bezug zur Echtwelt bzw. zur Erde, von der aus Adam („he/him“) seine Entdeckungsreise nach CGI-Eternia startet. Vom ersten Eindruck her bewegt sich das Ganze irgendwo zwischen großartig und trashig. Normalerweise würde mich dieser CGI-Zirkus eher stören (what happened to Cringer?), aber es ist nun mal He-Man und da passt es irgendwie.

Ich meine: Ich werde nächsten Monat 41 Jahre alt und dürfte damit ziemlich genau in der Zielgruppe1 liegen. Ich muss das lieben.

  1. Thomas schreibt: „Für wen anderes, außer die handvoll Mit-Vierziger wie mich, dieser Film überhaupt gemacht wurde? Keine Ahnung.“ []

I’ve never been certain whether the moral of the Icarus story should only be, as is generally accepted, ‚don’t try to fly too high,‘ or whether it might also be thought of as ‚forget the wax and feathers, and do a better job on the wings.‘

Stanley Kubrick, während seiner Acceptance-Speech für den D. W. Griffith Lifetime Award1. (via Daring Fireball, der dabei die gute kleine Geschichte „Christiane’s Gift“ von Randy Walters von 2012 verlinkt)

  1. Heute der Directors Guild of America Award. []

Tarantino über den besten Tarantino

Quentin Tarantino über sein Œuvre:

I think Kill Bill is the movie I was born to make, I think Inglourious Basterds is my masterpiece but Once Upon a Time … in Hollywood is my favourite.

Ich würde Pulp Fiction ergänzen wollen. Die popkulturelle Relevanz und die Wucht mit der sein zweiter Film einschlägt und Hollywood verändert, ist auch in seinem Werk unerreicht. (via Kottke)

Quentin Tarantino weighs in on one of cinema’s big questions: what is the best Tarantino movie? | OpenGraph Preview Image
theguardian.com

Quentin Tarantino weighs in on one of cinema’s big questions: what is the best Tarantino movie?

Director names his ‘masterpiece’ film, along with his favourite and the one he was ‘born to make’

Trailer zu »Jurassic World Rebirth«

Vor einem Jahr habe ich hier noch von der Beteiligung David Koepps, dem Autor der ersten beiden »Jurassic Park«-Drehbücher, an einem da noch unbe­titelten neuen »Jurassic World«-Film berichtet, nachdem er dies Jahre zuvor kategorisch ausschloss.

Seit gestern können wir das Ergebnis dieser Arbeit in Form des Trailers zu »Jurassic World Rebirth« bestaunen, der fünf Jahre nach den Ereignissen von »Dominion« unter der Regie von Echsen­experten Gareth Edwards1 einen Trupp um Scarlett Johansson, Jonathan Bailey und Mahershala Ali zurück auf die Insel schickt, um DNA-Proben zu extrahieren, um daraus … whatever.

 
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Das ganze sieht aus als hätte man »The Lost World«, Koepps letzte Beteiligung am Franchise, nochmal auf die Spitze getrieben und/oder mit Indy gekreuzt. Und ich liebe es. Im Trailer. Mal sehen, ob es für 2+ Stunden reicht oder wieder nur ein besten­falls nettes Desaster wird. Am 2. Juli wissen wir mehr.

  1. Ich bin kein Fan seines Godzillas, aber ich liebe »Rogue One« und »The Creator«. []

Civil War (2024)

Immer wieder gibt es fiktionale Filme, deren Bilder den Zeitgeist so über­spitzen, dass sie einen Ausblick auf Perspektivisches bieten. »Outbreak« (1995) zeigt Bilder, die uns heutzutage allzu geläufig sind. »The Siege« (1998), hierzulande »Ausnahmezustand«, zeigt nach einer Serie von Terror­anschlägen wie es zu Menschen­rechtsver­letzungen gegen arabisch­stämmige Amerikaner kommt.

»Civil War« versetzt uns nun in ein vom Bürgerkrieg entzweites Amerika, in dem ein fragwürdiger Präsident eine dritte Amtszeit bekleidet und das Militär gegen die eigenen Bürger eingesetzt hat. Ohne großes Setup begleiten wir eine Gruppe von erfahrenen Kriegs­bericht­erstattern – ergänzt um eine junge Foto­journalistin, die wie wir die Grauen des Krieges auf heimischem Boden knallhart kennenlernt. Entsprechend bildgewaltig ist das, was Alex Garland uns hier präsentiert. Immer wieder kurz unterbrochen durch die festge­haltenen, eindring­lichen Fotos unserer Protagonisten.

Still aus dem Film »Civil War« (2024). Es zeigt eine weibliche Journalistin mit einer Weste mit der Aufschrift ‘Press’ sitzt am Boden an eine Wand gelehnt und blickt aufmerksam nach links. Die Wand hinter ihr ist mit bunten Farbstreifen in Blau und Pink besprüht. Bewaffnete Soldaten in taktischer Ausrüstung und Tarnkleidung gehen an ihr vorbei und scheinen sie nicht wahrzunehmen. Die Szene fängt einen angespannten und nachdenklichen Moment ein, in dem die Ruhe der Journalistin im Kontrast zur Bewegung der Soldaten steht.

Dass wir vergleichsweise unvermittelt ins Geschehen einsteigen ist ebenso wie die Reise, auf der wir die Journalisten begleiten, eine Stärke des Films. Die blaupausenhafte Figurenkonstellation leider nicht, ebenso wenig das sich fügende Finale.

Dennoch überaus sehenswert, denn das Schlimme, und den Film so spannend machende, ist: Wir brauchen heute nicht weit weg zu schauen, um diese Fiktion Realität werden zu lassen. In der Ukraine sind die hier gesehenen Bilder von zerstörten westlichen Welten Realität. Und was wenn Trump sich nächste Woche nicht dem Votum der Wähler beugt, sollte Harris gewinnen? Oder alles verzögert? Was am Ende seiner zweiten Amtszeit? Hoffen wir, dass es Fiktion bleibt.

Weitere Rezensionen zum Film aus der Nachbarschaft: