#fernsehen (296)

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35 Jahre Nachrichten auf 140.000 Videokassetten

Verrückte Geschichte: Die US-Amerikanerin Marion Stokes, die 2012 im Alter von 83 Jahren verstorben ist, hat 1977 damit begonnen, die Nachrichtensendungen etlicher US-Fernsehsender aufzuzeichnen. Teilweise mit acht Videorekordern im Parallelbetrieb. Um den Bandwechsel nicht zu verpassen, schlief sie nie länger als sechs Stunden und verabschiedete sich schon mal früher von Restaurantbesuchen. Auf die Frage, was sie das eigentlich mache, sagte sich nur „Ich archiviere, sonst nichts“ – vermutlich darum wissend, dass ihr Archiv für Medienwissenschaftler mal eine wahre Goldgrube sein wird.

Ihr Nachlass befindet sich mittlerweile in den guten Händen des Internet Archive und wird im Idealfall irgendwann irgendwie öffentlich zugänglich gemacht. Gäbe es einen offiziellen Geek- und Nerd-Award sollte der Frau Stokes posthum unbedingt verliehen werden. <3

50 Jahre Doctor Who

Heute vor 50 Jahren, am 23. November 1963, lief der erste Folge von Doctor Who, der bekanntesten, beliebtesten und wahrscheinlich besten Science-Fiction-Serie aller Zeiten. Die BBC feiert das heute mit dem Special „The Day of the Doctor„, das vielerorts (auch in Deutschland) sogar in Kinos übertragen wird. Ich selbst habe den Doctor in den letzten Monaten auch kennen und lieben gelernt – kann heute aus Zeitgründen aber nicht viel mehr dazu schreiben. Daher sei an Florian auf Astrodicticum simplex und Ron auf Edieh.de verwiesen, die ein halbes Jahrhundert Time Lords wunderbar Revue passieren lassen. Von mir gibt’s dann demnächst mal ein paar mehr Worte zum Doctor. Heute nur soviel: Glückwunsch, BBC. Glückwunsch, John Smith. Auf die nächsten 50!

Netflix hat nun mehr Abonnenten als HBO

Während HBO im September auf 28,7 Millionen kam, hat Netflix mittlerweile 31 Millionen zahlende US-Kunden. Interessante Entwicklung, die den Trend zu Eigenproduktionen von Netflix (wie »House of Cards«, »Orange Is the New Black« und die neuen Folgen von »Arrested Development«) noch weiter verstärken dürfte und den Streaming-Anbieter noch mehr mit dem klassischen (Bezahl-)Fernsehen konkurrieren lässt.

Außerdem gibt es Gerüchte über eine Expansion nach Europa in 2014, wo auch Deutschland mit von der Partei sein könnte. Aber ob mit Netflix oder ohne dürfte das kommende Jahr interessant werden: Watchever, das ich selbst nutze, gewinnt eigenen Angaben zufolge derzeit „um die 5000 Neukunden pro Tag“ und will ab nächstem Jahr neben weiteren Exklusivdeals wie das US-Vorbild auch mit Eigenproduktionen aufwarten. Pay-TV-Veteran Sky, der ja bereits mit Sky Go ein attraktives Streaming-Zusatzangebot für seine Kunden betreibt, möchte sich wohl auch öffnen und 2014 „Skyflix“ starten.

Und da Konkurrenz bekanntlich das Video-on-Demand-Geschäft belebt, kann das alles nur gut sein.

The Day of the Doctor

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Bekanntlich habe ich ja bereits vor Ewigkeiten damit angefangen, »Doctor Who« nachzuholen (also den neuen Run seit 2005). Obwohl ich diese Serie fantastisch finde (dazu demnächst mehr), bin ich erst gestern bei 7×01, der ersten Folge der letzten, siebten Staffel angelangt. Das wiederum ist aber auch super, weil ich jetzt das Ziel habe, die restlichen dreizehn Folgen schnellstmöglich aufzuholen, um am 23.11. endlich zum Rest der Whovians aufzuschließen und “The Day of the Doctor”, das Special zum 50. Jubiläum der Serie, endlich live1 miterleben zu können. Denn der Trailer, den die BBC dazu veröffentlicht hat, verspricht nicht weniger als ein wahres Fest.

  1. Gut, eventuell mit einem Tag Verzögerung. 😉 []

Simpsons Couch Gag von Guillermo del Toro

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Ich muss zugeben, dass ich in den letzten Jahren das Interesse an den Simpsons verloren habe. Dann und wann bleibe ich zwar kurz mal auf Pro7 hängen, aber prinzipiell war mir das nach dem Kinofilm (wieder) zu brav und unspektakulär. Vor allem im Vergleich zu Family Guy und South Park. Der Couch Gag der aktuellen „Treehouse of Horror“-Folge, hat es aber wieder in sich, weshalb er dieser Tage zurecht durch sämtliche Blogs gereicht wird: Regie hat dabei nämlich Guillermo del Toro geführt und eine Vielzahl von Figuren und Anspielungen aus jedermanns liebsten Horrorfilmchen und -geschichten eingebaut. Verweise auf seine eigenen Produktionen wie »Hellboy« und »Pan’s Labyrinth« hat er ebenfalls gekonnt untergebracht bzw. unterbringen lassen. Wenn ich das (und das) so sehe, habe ich jedenfalls wieder Lust doch mal die letzten Staffeln nachzuholen…

Sony kündigt PS Vita TV an, eine Apple TV-ähnliche Mini-Konsole

Die 6x10cm kleine Box basiert auf der PS Vita-Hardware und soll neben diversen Streaming-Services auch das Spielen von PS Vita-, PSP- und PS1-Titeln ermöglichen (wofür ein DualShock 3-Controller benötigt wird). Kosten soll das Kistchen 99 Dollar, mit Controller rund 140 Dollar. In Japan könnte das gut ankommen, andernorts bin ich mir da – auch in Anbetracht der allgemeinen Erfolglosigkeit der PS Vita – nicht ganz so sicher.

Wohnungsgrundrisse von TV-Serien

Der Spanier Iñaki Aliste Lizarralde hat sich Fan-Art der besonderen Art ausgedacht: Er zeichnet die Grundrisse der Wohnungen und Häuser, in denen Ted Mosby, Charlie Harper oder die Simpsons leben. Der Wiedererkennungswert ist dabei so hoch, dass man sich sofort in den schon so oft gesehenen Apartments wiederfindet – egal ob es das von Sheldon und Leonard, von Jerry Seinfeld oder das der Friends ist. Mit anderen Worten: wirklich großartige und heraus stechende Arbeiten, die Iñaki da abgeliefert hat. Ansehen könnt ihr euch die Pläne bei DeviantArt oder Tumblr. Wer sich für weitere Floor Plans interessiert, abonniert aber am besten die passende Facebook-Seite. Und wer seine eigene Wohnung mit dem Grundriss einer fancigen TV-Wohnung aufwerten will, sollte außerdem einen Blick in Iñakis Etsy-Shop werfen, wo er die Pläne recht günstig verkauft. Architektur-/TV-Fanboy-Crossover-Must-Have, würde ich sagen.

Bonustrack für die Freundin: Die Golden– und Gilmore Girls sind auch dabei.