#apple (254)

Seite 15 von 26

Apple kauft die Automation-App Workflow

Überraschender Schachzug von Apple. Ich bin selbst begeisterter und fleißiger Nutzer von Workflow1 und freue mich einerseits, dass sie auch bei Apple auf Gegenliebe stößt, weil das eine tiefere Integration ins Betriebssystem und mehr Commitment für iOS als ernsthafte Arbeitsplattform bedeuten könnte. Andererseits bedeutet eine derartige Übernahme über kurz oder lang eigentlich immer da Ende der Aufgrkauften – trotz solcher Aussagen:

The Workflow app will continue to be available on the App Store, and it’ll become a free download later today.

Wenn ihr Workflow noch nicht ausprobiert habt, ist jetzt jedenfalls die perfekte, kostenlose Gelegenheit dazu.

Update, etwas später: Im aktuellen App-Update streicht Apple bereits einige Integrationen, u.a. Pocket. Das ging schnell. 😕

Update, 08.05.2017: Heute ist das erste Update nach der Apple-Aquisition erschienen, das nicht nur die Pocket- und Chrome-Integrationen wieder­herstellt, sondern Workflow auch um neue Apple Music-Funktionalitäten erweitert. Ein gutes Zeichen.

  1. Sowohl dieser Partnerlink, als auch dieser Blogeintrag wurden unter Verwendung von Workflow erstellt. [↩]

The History of the iPhone, on it’s 10th Anniversary

Gestern vor zehn Jahren hat Steve Jobs die Keynote to rule them all gehalten und der wild spekulierenden Weltöffentlichkeit endlich das „Jesus-Phone“ offenbart.1 Eine hörenswerte Zusammenfassung der Entwicklung und Tragweite des iPhones gibt Brian McCullough in der aktuellen Ausgabe seines Internet History Podcasts, den ich direkt auch mal abonniert habe.2 (via iPhoneBlog)

  1. Für mich bedeutet das, dass ich seit nunmehr neun Jahren ein iOS-Device mit mir rumschleppe (in der ersten Generation noch einen iPod Touch). Unglaublich. [↩]
  2. Ärgerlich, dass das hiesige Archiv aktuell nur bis Februar 2007 zurückreicht. Ich muss mal in den alten Nicht-WordPress-Archiven gucken, was ich damals so zum iPhone geschrieben habe… [↩]

How to be right all the time

Eigentlich hat John Gruber hier über watchOS 3 und die neue Apple Watch (die ich haben will1) geschrieben, bevor er dann den folgenden, guten Rat gegeben hat:

The way to be right all the time is not to be right all the time, because that never happens. If you’re pushing the boundaries of any endeavor, mistakes are inevitable. If you convince yourself that you’re right all the time, you’ll slip into denial regarding your mistakes. Then the problems compound. The way to be right all the time is to be smart enough to be right most of the time, and humble enough to recognize your mistakes and address them.

Auch jenseits von milliardenschweren Techgiganten ein überaus ratsames und erstrebenswertes Verhalten.

  1. 💸💸💸 [↩]

Your favorite tumblr for the next 5 minutes (45): iTunes Terms and Conditions

Zugegeben, mit dem folgenden Tumblelog könnte man nicht nur fünf, sondern deutlich mehr Minuten verbringen, denn R. Sikoryak hat sich der Mammutaufgabe angenommen, die unendliche Geschichte namens iTunes-AGBs als Comic umzusetzen. Und als wäre das nicht schon gut genug, gestaltet er auch noch jede Seite im Stil eines anderen, bekannten Comiczeichners. Also wenn ihr mal einen Nachmittag Zeit habt, werft einen Blick in »iTunes Terms and Conditions: The Graphic Novel«. Story geht so, aber das Artwork ist toll. 😉

Zur Zukunft von Autoindustrie und Straßenverkehr

Zwei gute Artikel, die mir in den letzten Tagen begegnet sind:

Hans-Arthur Marsiske bietet einen guten Überblick über die Fragen, die das autonome Fahren mit sich bringt und beschreibt dazu drei Asimowsche Grundregeln:

1. Ein autonomes Fahrzeug darf nicht mit einem Fußgänger oder Radfahrer zusammenstoßen.

2. Ein autonomes Fahrzeug darf nicht mit einem anderen Fahrzeug zusammenstoßen, es sei denn, die Vermeidung so einer Kollision führt zu einer Verletzung der Ersten Regel.

3. Ein autonomes Fahrzeug darf mit keinem anderen Objekt in seiner Umgebung zusammenstoßen, es sei denn, die Vermeidung einer solchen Kollision führt zu einer Verletzung der Ersten oder Zweiten Regel.

Derweil ist Martin Oetting (noch selbst) mit einem Tesla Model S gefahren, wodurch er endlich verstanden hat, warum Apple Autos bauen will. Darin eine eindringliche, für München, Stuttgart und Wolfsburg besonders harte, aber sehr richtige Erkenntnis:

Das einzige, was die klassischen Auto-Hersteller wirklich können, was ihren großen Vorsprung heute noch ausmacht, ist es, dass sie souverän die wirklich komplexe Aufgabe meistern, die anfälligen, lauten, schweren Verbrennungsmotoren heute — nach hundert Jahren — zur absoluten Perfektion zu beherrschen. Das — und das allein! — ist es, was den Vorsprung grade der deutschen Autobauer ausmacht.