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Apple Watch Ultra

Ich war gestern im Apple Store und habe mir die nigelnagelneue Apple Watch Ultra angesehen. Für mich als Extremsportler unverzichtbar wegen der Robustheit1 und der langen Batterielaufzeit überaus interessant2.

Nachdem ich ein paar Reviews, wie das von Marques Brownlee und von Max Tech, gesehen habe, war ich wegen der Größe und der vermeintlich scharfen Kanten verunsichert. Im Laden erwiesen sich diese Punkte jedoch als unbegründet, denn, klar, die Ultra ist groß, aber im Vergleich zu manch anderer Uhr eben doch nicht so sehr. Vor allem wenn man eh das größere Apple Watch-Modell trägt und da womöglich noch einen Bumper drumherum hat. Zu meinem Handgelenk passte sie jedenfalls, wie mir die absolut parteiische Apple-Mitarbeiterin unglaubwürdig, sowie meine brutal-neutrale Frau glaubwürdig versicherten. Und scharf war da auch nichts. Zumindest nicht, wenn man MacBook Pro-Kanten gewohnt ist.

Gut für meinen Kontostand, dass dann keine Ultra vor Ort vorrätig war. Schlecht für meinen Kontostand, dass Amazon eine Ratenzahlung über fünf Monate anbietet.

  1. Alle meine bisherigen Apple Watches hatten relativ schnell unansehnliche Kratzer im Gehäuse und Glas. []
  2. Meine genau drei Jahre alte Watch hält leider nicht mal mehr einen 18 Stunden kurzen Apple-Tag durch. []

The Steve Jobs Archive

With respect for the past and excitement for the future, the Steve Jobs Archive offers people the tools and opportunities to make their own contribution.

We are building programs, fellowships, collections, and partnerships that reflect Steve’s values and carry his sense of possibility forward.

Schöne, minimalistische Website, die (aktuell nur) aus Zitaten in Text-, Audio- und Bewegt­bildform von Steve Jobs besteht. Technisch einwandfrei umge­setzt auf Basis von Next.js und mit ein paar Schmankerln ausgestattet:

  • Die verwendeten Fonts sind Helvetica Neue (bei der Email), San Francisco (bei dem serifenlosen Text) und „LoveFrom Serif“, die Serifenschrift von LoveFrom, dem Design Studio von Jony Ive, bei Titel und Quotes.
  • Die 404-Seite liefert ein passendes Jobs-Zitat:

  • Das Logo des Steve Jobs Archive ist ein futuristischer Schlüssel (?), der sich bei näherer Betrachtung und Mouse-Hover als Apfelbaum entpuppt. Clever!

Daring Fireball: 20

John Grubers 2002 als “Macintosh-oriented weblog” gestartete Tech-Kolumne ist gerade 20 Jahre alt geworden. Wie Waxy, das bereits vor vier Monaten sein 20. feierte, eines meiner absoluten Lieblingsblogs und vor allem im Format (Linked List) eine große Inspiration für die hiesige Geschmacksrichtung des Bloggens.

Auch spannend: Gruber hat bereits sehr früh mit The Talk Show den Spagat hin zum Podcast perfektioniert, in dem er dort Woche für Woche mit einem wechselnden Gast den Audio­kommentar zu den Themen aufnimmt, die er in Daring Fireball behandelt. Passenderweise in der Pandemie hat er dann zusammen mit Ben Thompson den zusätzlichen Bezahl-Podcast Dithering gestartet, der zweimal pro Woche 15 Minuten einen Einblick behind the scenes bietet.

Mit anderen Worten: Ein Ein-Mann-Medien-Imperium, das ich in meinem täglichen Medien­konsum nicht missen möchte. Wer sich für Produkte aus Cupertino interessiert, muss hier mitlesen.

WeCrashed

Gute, acht Episoden umfassende Miniserie auf Apple TV+, basierend auf dem gleichnamigen Wondery-Podcast, die die wahnwitzige Unternehmens­entwicklung von WeWork anhand der ebenso wahnwitzigen Beziehung des Gründers Adam Neumann (Jared Leto) und seiner Frau Rebekah (Anne Hathaway) nacherzählt. Teilweise etwas zu auseinander und zeitlich desorientiert erzählt, dafür aber alleine schon wegen dem Cast sehenswert und mit garantiertem »Roar«-Ohrwurm.  Rating: 3.5/5

Fun-fact am Rande: Der Höhepunkt der Serie, der vermeintliche IPO von WeWork, hat sich 2019 zu genau der Zeit abgespielt, als wir gerade unser erstes Büro im nagelneuen Kölner WeWork am Friesenplatz erstbezogen haben. Beim Freibier in der Common Area haben wir zu der Zeit mehrfach mit unseren Nachbarn und dem WeWork-Personal spekuliert, wie lange das wohl noch gut gehen wird. Kurz danach hat WeWork einen zweiten Standort in Köln in unmittelbarer Nähe (Rudolfplatz) angekündigt – obwohl der erste nicht voll ausgelastet war.

Apple-Produktbezeichnungen

Apple macht vieles richtig, die Produktbezeichnungen gehören aber nicht dazu.

Nach dem Air/mini/Max/Pro/SE/Magic/touch/Plus/+-Nonsens kann man „Mac“ in Kombination nun auch schreiben, wie man will:

macOS, MacBook, iMac, Mac Pro, Mac Studio, Mac mini.

Und dann ist da natürlich die Versionierung:

  • iPhones haben Versionsnummern (8, 11, 12, 13) oder Buchstaben (S, SE, X, XR, XS) und Postfixes (Plus, mini, Max, Pro).
  • iPads haben z.T. Postfixes (Air, mini, Pro) oder technische Bezeichner (Pro M1).
  • AirPods haben nichts, Postfixes (Pro, Max) und Generationen (3. Generation).
  • Macs werden hingegen über Jahreszahlen und Displaygrößen identifiziert („15-inch, Mid-2015“, „14-inch, 2021“).
  • Zubehör wird zu Magic Zubehör und ist erstmal nur optisch unterscheidbar.

Und dann gibt es natürlich noch für alles halböffentliche Identifikations­nummern, die natürlich nicht beworben werden, für die es aber eigene Seiten und dutzendfache „Identify your XY“-Knowledge-Base-Einträge gibt:

  • Order Numbers: MA970B/A, MB467LL/A
  • Model Numbers: A1278, M8493
  • Model Identifiers: „MacBook5,1“, „AirPods1,3“ oder „iPhone14,5“, was z.B. ein iPhone 13 Pro Max ist.
  • Serial Numbers: W88401231AX

Dieses Wiki versucht den Wahnsinn in Tabellenform zu bringen.

Das ist natürlich komplett egal und unterliegt scheinbar auch gewissen Regeln (z.B. „mini“ immer klein geschrieben), aber bei einer Firma wie Apple, die wie keine zweite für ihren Design­anspruch und ihre Detail­versessenheit bekannt ist, verwundert das Wirrwarr dann schon.