
Ich habe mich nach der App-Store-Review-Ablehnung unserer neuen App die letzten zwei Abende damit rumgeschlagen, ein Video zu produzieren, in dem ich dem Bergwerk erkläre, was wir da eigentlich tun. *Fingers crossed* 🤞
Das Weblog von Stefan Grund, der im Netz als @eay unterwegs ist und hier seit 2003 über Medien, Popkultur und Technologie schreibt. Mehr »

Ich habe mich nach der App-Store-Review-Ablehnung unserer neuen App die letzten zwei Abende damit rumgeschlagen, ein Video zu produzieren, in dem ich dem Bergwerk erkläre, was wir da eigentlich tun. *Fingers crossed* 🤞
Erinnert ihr euch an die US-amerikanische Firma, die sich beschwert, dass sie ihren proprietäre AI-Assistenten in der EU nicht auf den Markt bringen könne und der EU-Kommission daher eine 18-monatige Vaporware-Übergangsphase vorgeschlagen hat?
Ja, genau diese Firma hat sich im Bezug auf die Preisgestaltung diesseits und jenseits des App Stores nun mit eben dieser, bösen EU geeinigt1 Und diese Einigung ist eine Bankrotterklärung für das Ziel, das der Digital Markets Act eigentlich verfolgt:
Wtf. Oder wie Michael Tsai es zusammenfasst:
I like that the new terms are simpler and that the fees are slightly lower, but it seems like the EU got tricked or surrendered here.
These changes resolve Apple’s disagreements with the Commission over business terms and alternative distribution. They also reduce complexity by moving every developer that distributes apps in the EU to a single set of business terms.
Apple is working on camera-equipped AirPods that appear to be nearly ready to launch, based on a video MacRumors found in the macOS Tahoe 26.7 release candidate.
Leute, die Meta Glasses gekauft haben, kaufen auch AirPods mit Kameras. Vermutlich sogar noch ein paar mehr. Als Nächstes dann die Apple Spy Watch.
Irgendwo zwischen all den Security Concerns, die Apple sicherlich besser abfängt als Meta (indem z.B. keine aus Ohrperspektive aufgenommenen Fotos möglich sind), stecken auch sinnvolle Use Cases – vorausgesetzt, Siri funktioniert nun. Ubiquitous Computing dank Visual (Apple) Intelligence ohne das iPhone herausnehmen zu müssen, hat manchmal bestimmt schon was. Marcel hat z.B. ein paar Nutzungsmöglichkeiten skizziert.
Related: In der „Wo eine Brille ist, ist auch ein Creep“-Folge von Haken dran von letzter Woche sprechen Gavin und Thomas Riedel, der selbst erfahrener und überzeugter Meta-Brillenträger ist, über die Herausforderungen, die diese neue Geräteklasse mit sich bringt. Das ließe sich z.T. sicherlich auch auf die neuen AirPods übertragen.
Mein Produktnamentipp für die Kamera-AirPods ist übrigens einfach „AirPods Pro 4″. Apple wird m.E. nicht den Fehler begehen, das zu sehr in den Vordergrund zu stellen und so was wie “AirPods Vision“ zu wählen. Und so kann man auch weiterhin AirPods in EU der verkaufen, trotz selbst gewählter Ermangelung an Siri AI.1
Apple is working on camera-equipped AirPods that appear to be nearly ready to launch, based on a video MacRumors found in the macOS Tahoe 26.7 release candidate. In a short demo, a man holds a book up so the camera in the AirPods can see the title. "With Visual Intelligence, your world becomes sa...
Ein paar Ergänzungen zu Posts aus den letzten Monaten:
Fabien Sanglard bloggte neulich über die Veränderungen, die Large Language Models (LLMs), gemeinhin KI genannt, für die Software-Entwicklung bedeuten, und verglich das mit dem „Don’t you mean extinct?“-Dialog aus Jurassic Park, dessen Ursprung nämlich darin lag, dass Phil Tippett, der zunächst eingeplante Stop-Motion-Künstler, nach Sichtung der CGI-Dinosaurier genau das sagte.
Dr. Ellie Sattler: So, what are you thinking?
Dr. Alan Grant: We’re out of a job.
Dr. Ian Malcolm: Don’t you mean extinct?
Er zieht daraus einige, meines Erachtens richtige Schlüsse („The best way to avoid becoming extinct is to evolve“; smaller teams; if you can’t beat them, join them) und nutzt seine JP-Analogie schließlich dazu, sich nochmal den Film von 1993 anzusehen und mit einem weiteren Blogpost schließlich komplett abzunerden, indem er jeden Computer in »Jurassic Park« auflistet, screenshoted und mit Hintergrundinfos ausstattet.

So lernen wir z.B., dass im Control Room des Parks ausschließlich echte Computer verwendet wurden, die heutzutage inflationsbereinigt rund 4 Mio. US-Dollar kosten würden und von Apple und SGI bereitgestellt wurden. Und dass es sich bei der legendären „It’s a Unix system. I know this“-Szene1 um eine experimentelle SGI-Datei-Explorer-Anwendung namens fsn handelt. (Mit fsv, dem File System Visualizer, gibt es übrigens einen OpenGL-Klon für Linux und Unix-like Betriebssysteme, der zwar seit 25 Jahren nicht aktualisiert wurde, aber theoretisch immer noch laufen sollte.)
That said, ich habe alles an diesem Blogpost geliebt. Und um den Bogen zum Beginn zu schlagen: Dank LLMs könnte selbst den Junior-Programmierern in einem Real-Life-Park heutzutage früher auffallen, was Nedry da im Schilde führt. Andererseits: small teams. 🤷♂️ (via Yewknee)
After I mentioned a Jurassic Park anecdote the other day, I watched the movie again. I must have seen it at least ten times now. This time, I researched every computer/software I spotted.
Apple should end their prohibition on shapes in MacOS app icons.
Yep.
Apple should end their prohibition on shapes in MacOS app icons
John Gruber, der neben der ominösen Pressemeldung auch noch ein Briefing von Apple zum Ausbleiben von Siri AI in der EU bekommen hat1:
There’s a massive gulf between what Apple is willing to do with Siri AI in the EU and what the Commission is demanding from Apple for DMA compliance. As things stand there’s no middle ground. Apple’s offers for compromise have been rejected. Unless one side changes its mind and concedes its current position, Siri AI will never come to the EU, and what Apple is saying here is that they’re unwilling to create the open-access-to-user-data system that the EC is demanding.
Michael Tsai wiederum schätzt insbesondere Apples der EU vorgeschlagenen Plan zur Entwicklung in den nächsten 18 Monaten wie folgt ein:
Apple is trying to give the impression that it did all this extra work to meet the DMA’s requirements, and yet the EC rejected its proposals, so it’s their fault Siri AI isn’t shipping in the EU. But it looks like the crux is that the Trusted System Agent is currently vaporware. What the EC rejected is that Apple wanted to be able to ship Siri AI now on the promise of future openness. The TSA would actually be built during this 18-month window of exclusivity. It’s not surprising that the EU would reject that proposal. The App Store doesn’t approve apps that flout the guidelines but promise to comply later. It doesn’t even entertain proposals of the form, “If I built this would it be approved?”
„Vaporware“ klingt deutlich anders. Und mehr nach dem, was EU-Kommissionssprecher Thomas Regnier auf LinkedIn (what?) preisgibt:
[Instead] of offering a compliant solution, Apple asked to be exempted from its interoperability obligations under the DMA — and this for 18 months.
That’s not an option. EU rules are non negotiable.
Ich schätze, der Markt wird‘s richten. Als könnte Apple es sich langfristig leisten, iOS in der EU ohne AI-Integration anzubieten, während die Konkurrenz genau das tut. Allerdings könnte das noch etwas dauern.
Link to: https://www.apple.com/newsroom/2026/06/due-to-dma-siri-ai-delayed-in-eu-for-ios-27-and-ipados-27/
Every invitation Apple ever sent for WWDC, and the redesign each one quietly gave away.
One image a year, back to 1990. The art goes flat the year Apple kills skeuomorphism. It turns to glass the year everything turns to glass. It glows for years before Siri does. Apple keeps telling you what’s coming. In the invite.
Nach den 154 Macs seit 1983 hier passend zur heute beginnenden WWDC die nächste, schöne Apple-related Zusammenstellung bei The Data Drop. (via iPhoneBlog)
Every WWDC invitation, 1990–2026. Apple keeps telling you what's coming. In the invite.
Sehr schöne Einführung, Visualisierung und Übersicht in/über die Geschichte des Macintosh, vom 9.955-Dollar-Experiment namens Lisa zum MacBook Neo für 599 Dollar.
Das ganze kommt aus The Data Drop, in dem jede Woche Themen aus Tech, Politik und Popkultur als überaus ansprechende visuelle Essays aufbereitet werden. Hier z.B. die Farbpalette von Wes-Anderson-Filmen, A Visual History of Programming Languages oder mit Thank you, Tim ein Tribut zum Ende von Tim Cook als Apples CEO.
43 years. 154 Macs. A visual biography.
Apple-Fanboy-Chronistenpflicht: Heute wurde angekündigt, was bereits seit Monaten gemunkelt wird: Tim Apple Cook tritt als CEO zurück und wird Executive Chairman, während der bisherige Hardware-Chef John Ternus neuer Apple-CEO wird. Neben der obigen Pressemitteilung, hat sich Cook mit einem Brief an die Apple-Community gewandt. Der ist deutlich besser als der letzte:
A new person will be stepping into what I know in my heart is the best job in the world. That leader is John Ternus, a brilliant engineer and thinker who has spent the past 25 years building the Apple products our users love so much, obsessed with every detail, focused on every possible way we can make something better, bolder, more beautiful, and more meaningful. He is the perfect person for the job.
This is not goodbye. But at this moment of transition, I wanted to take the opportunity to say thank you. Not on behalf of the company, this time, though there is a wellspring of gratitude for you that overflows inside our walls. But simply on behalf of me. Tim. A person who grew up in a rural place in a different time and, for these magical moments, got to be the CEO of the greatest company in the world.
Der in den Keynotes sich immer aus dem Keller meldende Johny Srouji wird derweil neuer Hardware-Chef.
Während Cooks CEO-Ära unbestreitbar eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte war, die ihresgleichen sucht, hat Ternus, als Product Guy wie es ein Jobs war, das Zeug wieder dem mehr Gewicht einzuräumen, was uns einst am Hause Cupertino überzeugt hat: herausragende Produkte.
Apple announced Tim Cook will become executive chairman of Apple’s board of directors and John Ternus will become Apple’s next CEO.