#animation (56)

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One Minute Puberty

Der Berliner Freelance Designer und Space Samurai Alexander Gellner hat sich für seinen anderthalb Minuten langen Kurzfilm »One Minute Puberty« ganz offensichtlich meine Jugend zum Vorbild genommen. Denn das entspricht alles genau so meinen Erinnerungen, nur dass die Wirklichkeit nicht so unglaublich gut animiert war. Mehr gute – ach was, grandiose! – Arbeiten von dem Mann gibt’s auf seiner Webseite.

 
(Vimeo Direktlink)

PS: Tja, und keine Ahnung, ob das nsfw ist oder nicht?! Wenn ihr bei Disney arbeitet, würde ich die Finger davon lassen. Im Priesterseminar ist’s wohl kein Problem. (via Laughing Squid)

Lost: The Animated Series (Project)

Lost, des Geeks liebste Fernsehserie, überrascht uns zur Zeit jede Woche auf’s neue, indem sie alles, was wir bisher für eine in Stein gemeißelte Inselwahrheit hielten, über Bord wirft, in Frage stellt oder im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgehen lässt. Doch während wir dem angeblich alles und wahrscheinlich nichts offenbarenden Finale entgegenfiebern, bleibt der schale Beigeschmack, dass das alles bald vorbei ist. *schluchz*

Genau da kommt der Illustrator Michael Myers und lässt Fan-Träume wahr werden, indem er uns im Rahmen seines Lost: The Animated Series-Projekts zeigt, wie es aussehen könnte, wenn Lost als Animationsserie fortgeführt würde. Und hell yeah, Mr. Lindelof & Mr. Cuse, that’s what I want! Natürlich nicht als Clone Wars-ähnliche Kinderbelustigung, sondern als seriöse Animationskunst, wie sie einst die Batman: Animated Series bot. Hach ja, das wär was.

Alternativ würde ich mich allerdings auch mit einem so gezeichneten, klassischen Point & Click-Adventrue á la Baphomets Fluch rund um Dharma Initiative, Widmore Corporation & Co. zufrieden geben – was dann auch diesen videospielerischen Fauxpas entschuldigen würde. (via Feingut)

Wonder Showzen: He-Bro


Ich tauche gerade in den audiovisuellen Untiefen, der mir bis dato vollkommen unbekannten MTV-Serie Wonder Showzen. Ziemlich verrückt, aber bisher gefällt’s mir doch sehr gut. Ich meine, wie könnte mir eine Show, die uns einen schwarzen, jüdischen He-Man namens He-Bro präsentiert, der seine Gegner auf ekelhafteste Art und Weise mit seinen Muskeln bekämpft, auch nicht gefallen? Genau.

Und weil ihr sowas natürlich auch sehen wollt, könnt ihr euch besagten Clip und weitere Wonder Showzen-Cartoons auf dieser Webseite des Animationsstudios (unter Cartoons / Season 2 / He-Bro; scheiß Flash) oder hier bei YouTube (kein embed möglich; scheiß YouTube) selbst geben.

Die Animationsfilme von Don Hertzfeldt

Auch wenn wir ständig nur hin und her verlinken, einen gewissen Charme haben Blogs auch 2010 noch. Nehmen wir zum Beispiel das hiesige .gif der Woche: In den Tiefen des Netzes finde ich sehenswerte .gifs, die ich zum allgemeinen Amüsement hier weiterverbreite. Meistens lassen sich Urheber oder Ursprungsmaterial jedoch nicht allzu leicht ausmachen – hier aber kommt der Blogzauber ins Spiel. Während ich das letzte .gif der Woche einfach nur ulkig fand, kannte sich einer meiner Leser, namentlich Mo, besser aus und machte mich dankenswerterweise per Kommentar darauf aufmerksam, dass es einem Kurzfilm entliehen wurde.

Und siehe da: die nächsten zwei, drei Stunden sitzt yours truly vor seinem Rechner und führt sich das Gesamtwerk des – wie ich mittlerweile auch finde – großartigen Animationskünstlers Don Hertzfeldt vor Augen. Genanntes .gif stammt nämlich aus seinem Oscar nominierten Animationskurzfilm Rejected von 2000, der trotz diverser universitärer Animationsseminare irgendwie an mir vorüber ging und den ihr euch im folgenden direkt ansehen könnt und solltet:


(YouTube Direktrejected)

Wenn’s euch jetzt geht, wie es mir ergangen ist, dann wollt ihr definitiv mehr von Hertzfeldt sehen. Und weil wir glücklicherweise in der Zukunft leben ist das auch kein allzu großes Problem, denn bei YouTube lassen sich sämtliche seiner Arbeiten mehr oder weniger problemlos finden. Etwa über diese Playlist. Und wer jetzt erst richtig angefixt ist, findet aktuelle Infos rund um Hertzfeldt und seine Arbeiten auf dieser, seiner Webseite.

In diesem Sinne: „I am a Banana!“

.gif der Woche #34


Das letzte .gif des Jahres mit einer überaus wichtigen Botschaft!

Update, 04.01.2010: Leser Mo hat mich in den Kommentaren dankenswerterweise darauf aufmerksam gemacht, dass obiges .gif aus dem dem Animationskurzfilm „Rejected“ von Don Hertzfeldt stammt. Mehr dazu hier.

Der Mensch als _bewegter_ Industriepalast

Sehr cool: Der (Digital-)Künstler Henrik Lederer hat Fritz Kahns berühmtes Bild „Der Mensch als Industriepalast“ von 1926 animiert. Auf der Projektwebseite gibt’s mehr Infos dazu. Infos über Fritz Kahn finden sich in der Wikipedia… o-oder? Oh, Moment… nein, kein Wikipedia-Eintrag zu Fritz Kahn. Stattdessen nur diese informative Buch-Webseite. Schätzungsweise weil sich die Wikipedia-Menschen seit Jahen in end- und ergebnislosen Relevanzdiskussionen o.ä. verzetteln.


(Vimeo Direktindustriepalast)

Papier-falt-Cartoon (oder sowas)

Keine Ahnung, ob es für die folgende Art der Animation einen Fachbegriff gibt, aber sie ist gleichermaßen zeitaufwändig wie beeindruckend, da hier sämtliche Frames auf nebeneinander liegende Papierblätter gezeichnet werden, die im richtigen Moment hin und her gefalltet werden müssen. Umgesetzt wurde „Videogioco“ von Donato Sansone, der Ton kommt von Enrico Ascoli, und wie ihr im folgenden sehen könnt, ist’s sogar auf auf einen Endlos-Loop ausgelegt. Sehr cool.


(YouTube Direktpapier; thx, Eugene!)

The Call & The Duty

Wie man hier vielleicht schon das ein oder andere Mal heraushören konnte, bin ich – Pazifismus und „Killerspiele“ hin oder her – begeisterter Call of Duty-Spieler. Doch bis zum Erscheinen des nächsten Teils, Modern Warfare 2, ziehen noch einige Wochen ins Land1 und ständig nur spielen, ist auf die Dauer auch nicht das Wahre. Fand auch CoD-Spieler One, weshalb er sich kurzerhand die Sounds aus Teil 4 geschnappt hat und zwei animierte Kurzfilme namens „The Call“ und „The Duty“ produzierte. Anstelle traditioneller Animation setzt er dabei auf das Prinzip so genannter Motion Comics, wie sie zuletzt u.a. zu Watchmen (iTunes-Partnerlink) erschienen, und haucht seinen skizzierten Bildern so Leben ein. Die Handlung bleibt bei solchen CoD-Fanfilmen zwar auf der Strecke, weniger sehenswert sind sie deswegen aber nicht. Den m.E. besseren The Duty könnt ihr euch im folgenden ansehen, The Call gibt’s bei YouTube.


(YouTube Direktduty, via OniPepper)

  1. Wenn wir bis dahin kein „Killerspiele“verbot haben und wir uns die Spiele halbwegs illegal im europäischen Ausland besorgen müssen… []

Batman: The Brave and The Bold


Gestern Abend ist beim US-Sender Cartoon Network mit „Batman: The Brave and The Bold“ eine neue Batman-Zeichentrickserie gestartet. Doch wer hofft, eine Serie vom Schlag der legendären Animated Series zu sehen zu bekommen, der wird herbe enttäuscht. Statt sich an die Konventionen der letzten 20 Jahre zu halten und Batman als Frank Millers Dark Knight darzustellen, besinnt man sich auf die bizarren Anfänge zurück in denen Batman nur ein Detektiv im Fledermauskostüm mit Zaubergürtel war. It’s like Adam West’s Batman, quasi.

Und anstelle von Robin steht Batman hier – ganz nach dem Vorbild der 50er Jahre DC-Comics von The Brave and the Bold – zusammen mit einem anderen (B- bis C-)Helden dem Bösen gegenüber. So kämpfen in der ersten Folge etwa Green Arrow und der Blue Beetle an seiner Seite. Und auch Story-technisch hat die Folge es in sich: Batman reist durch ein Wurmloch auf einen anderen Planeten und rettet dort übergroße Pantoffeltierchen vor der Ausrottung. Mit Ninjaschwert und Witzebuch, versteht sich. Ja, ich bin wirklich sprachlos: es ist noch trashiger geworden als ich es mir in meinen kühnsten Träumen ausmalen konnte.

Immerhin: die Kids werden es lieben und die vergessenen Helden des Golden Age werden zeitgemäß reaktiviert. Wer mehr über die Hintergründe zur Serie erfahren möchte, findet bei Wired ein Interview mit einem der Autoren und wer’s selbst selbst sehen muss, um es zu glauben, findet einen psychodelischen Trailer nach dem Klick. (mehr …)