Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewissen Leuten die Freiheit genommen wird, alles zu tun.

– Louis Terrenoire, französischer Journalist und Politiker, über die Bedeutung der Pressefreiheit. (Wikipedia, via turi2)

Wikipedia Redefined

Die Wikipedia ist nach Leia’s Metal Bikini die wohl wichtigste und wertvollste Webseite der Welt. Wie Leia’s Metal Bikini sieht sie jedoch ziemlich altbacken aus. Die Jungs und Mädels der Agentur NEW! aus Litauen sahen das genauso, weshalb sie kurzerhand ihre Arbeitszeit dazu nutzten, ein Wikipedia-Design für 2012+ zu entwickeln. Das ganze nennen sie Wikipedia Redefined, ist sehr sehenswert und wird schön vorgestellt. Fehlt quasi nur noch das OK vom Herrn Wales. (via Spreeblick)

Wie viel kostet es, einen T-Rex zu füttern?

Auf Twitter hat gestern jemand1 hierzu gefragt, wie viel es denn dann kosten würde, sich einen T-Rex als Haustier zu halten. Wenn wir jetzt nur mal vom Futter ausgehen und unserem T-Rex ungeachtet der Tatsache, dass das wahrscheinlich ziemlich ungesund für ihn ist, weiterhin mit 80 McDonald’s-Hamburgern pro Tag füttern, würde uns die Versorgung unseres Fleischfressers bei einem Preis von 1,19 Dollar pro Hambruger laut delivery.com2 in New York City 1.042.440 Dollar kosten. Vorausgesetzt der T-Rex wird genau 30 Jahre alt, was das geschätzte Höchstalter für Riesenechsen dieser Art ist. Hierzulande wären das bei einem Euro pro McDonald’s-Hamburger 876.000 Euro.

Mit anderen Worten: Wer bereits einen so exorbitanten Lebensstil pflegt, dass er mitten in New York City einen T-Rex sein eigen nennt, der kommt mit dessen Verpflegung relativ günstig davon. Hinzu kommen natürlich noch Kosten für die artgerechte Haltung, Sicherheitsvorkehrungen, den Dinositter, Spielzeug, etc. Aber das steht auf einem anderen Blatt, war nicht die Twitter-Frage und darf gerne von jemand anderem berechnet werden…

  1. Konnte leider nicht mehr rekonstruieren wer…
  2. Danke an @JJBs_Cinema für’s Auffinden dieser Seite.

LSR- und Depublizierungs-Rant

Ich habe vorgestern die Übersetzung eines Textes von Jeff Jarvis gelesen, dann aber das Original zitiert und verlinkt, weil der Akt der Überführung von Besuchern auf deutsche Verlagsangebote hierzulande ja eventuell – wer weiß das schon genau? – nicht rechtens ist. Stichwort Leistungsschutzrecht.

Ron hat mich daraufhin per Twitter darauf aufmerksam gemacht, dass Der Freitag, bei dem Jarvis‘ Text u.a. auf deutsch erschienen ist, damals „feierlich“ erklärt hat, das LSR nicht wahrnehmen zu wollen. Solche Erklärungen gibt’s auch von SpOn und sicherlich auch Zeit.de, wo ich den Text ursprünglich gelesen habe. Das ist schön und gut und wäre auch ganz lobenswert, wenn die Branche als ganzes das LSR zuvor nicht, indem kaum bis gar nicht berichtet wurde, toleriert hätte. Ist ja auch klar: Man weiß nicht, wo die Reise hingeht und wenn da wer mit einer potentiellen Einnahmequellen daherkommt, hält man lieber die Füße still. Möglicherweise lesen die Kids bald gar nicht mehr. Oder noch schlimmer: Nur noch die Headlines via Google, Facebook und Konsorten. Oder aber sie „setzen“ Links wie es ihnen beliebt. Womöglich sogar auf Opel.de. Ich schweife ab.

Jedenfalls weiß man nicht, ob Erklärungen darüber, dass weiter verlinkt und zitiert werden darf, rechtsgültige Freifahrscheine oder lediglich Lippenbekenntnisse sind. So lange dieses Unsinnsgesetz also weiterhin besteht und sei es nur als Papiertiger, werde ich – wann immer möglich – lieber auf ausländische Medienhäuser oder Nicht-Verlage verweisen. Und meinen Unmut darüber kundtun. Aus Prinzip.

Und wo wir schon dabei sind: Die Depublizierung von Inhalten der Öffentlich-rechtlichen halte ich für gleichwertigen Gesetzesmist, der 2009 eigentlich einen bundesweiten medialen #Aufschrei zur Folge hätte haben müssen. Aber hier wie da sah sich die schreibende Zunft nicht in der Lage ihrer einzigen Aufgabe, dem Bericht erstatten und Informieren, nachzukommen. Denn anstelle von Empörung darüber, dass Millionen von Deutschen das, was sie per Rundfunkbeitrag schon bezahlt haben, wieder weggenommen wird, herrschte großes Schweigen. Weil weniger tagesschau.de-Leser ja mehr Reichweite für Spiegel-, Bild-, FAZ- und Kunz Online bedeutet. Also danke auch dafür.

Oder um es kurz zu machen: Die Übersetzung von Jarvis‘ Text wird weiterhin nicht verlinkt. Trotzdem danke für den Hinweis, Ron. 😉

The Making of The Walking Dead


(YouTube Direktteil 1 und Teil 2, via mir selbst bei Twitter)

Ich habe mir gerade – YouTube sei dank – die 17 minütige Behind the Scenes-Doku zu The Walking Dead angesehen, die es seit einigen Tagen auf der AMC-Webseite zu sehen gibt, sofern man im Copyright-gelobten Land lebt. Und wenn man mal von der typischen Making of-Bauchpinselei absieht („Die allerallerallerbesten Kollegen, mit denen ich jemals zusammengearbeitet habe!“), gibt’s immerhin ein paar neue, wie schon zuletzt vielversprechende Eindrücke, die uns hungrige Zombiefanhorde zumindest für 17 Minuten ruhig stellt. Also ansehen und (noch mehr) vorfreuen.

Fun-Fact am Rande: Der für September angekündigte Band 11 soll jetzt laut Amazon angeblich am 25.10. erscheinen. Bin ich mal gespannt. Update zum Fun-Fact: Amazon braucht diesmal anscheinend länger als der Rest. Im Offline-Buchhandel ist „Jäger und Gejagte“ bereits erhältlich. Hab’s gerade gelesen und…

köst.lich.es #5

10 Minuten von Die Hard 4.0 · Hier gibt’s zwei (leider relativ unspektakuläre) Szenen aus dem neuen Stirb Langsam, der am 27.6. weltweit in die Kinos kommt. (via Peter Noster)
Captain America wird verfilmt · Mr. America, der Cap, soll nun auch die Kinokassen klingeln lassen. Schreiberling ist David Self, der auch schon Road to Perdition geschrieben hat.
Gefloppte Apples · Bei SpOn hat man die größten Fehlschläge von Apple zusammengetragen. Featuring Moblie-Mac mit Blei-Säure-Akku, der besonders gut für’n Rücken ist.
Typographics · Abschließend für alle Font-Freunde und die, die es noch werden wollen: Dieses Filmchen erklärt sehr ansehnlich, was Typographie eigentlich ist. (via Fontblog)

Waffenlobby II

Der Notfall: Unsere Gummi-Schießeisen verfehlen ihre erschreckende Wirkung. Schaumstoffgeschosse prallen schmerzlos von unseren – selbstverständlich leblosen – Zielen ab. Am Ende ist es halt doch nur eine Spielerei für Kinder, unsere Glaubhauftigkeit ist dahin. Denkste! Der Notfallplan: Ein Griff zur nagelneuen, handlichen Super Soaker D Max 3000 and you’re king of the road again. Ich kann einfach nicht widerstehen, wenn auf der Packung was von „nicht in Gesicht und Augen schießen“ und Verletzungsgefahr steht. Unvernunft rulez!

Must-Read/-See der Woche über Nikola Tesla

Passend zum eben schon verlinkten Artikel/Comic-Dingsi gibt es bei der Funny or Die-Serie »Drunk History« eine Episode zu Tesla, die es wie der volltrunkene Erzähler Duncan Trussell in sich hat. Absolut sehenswert, sofern man sich nicht allzu sehr vor den Schattenseiten von ausuferndem Alkoholkonsum fürchtet – dann sieht man aber auch nicht John C. Reilly als Nikola Tesla und Crispin Glover als Thomas Edison.


(Funnyordie Direktgeschichtstrinken)

Update, 17. Juni: Forbes-Autor Alex Knapp hat einen Artikel veröffentlicht, in dem er einige Aussagen im Tesla-Oatmeal-Comic für falsch erklärt. The Oatmeal wiederum hat darauf geantwortet und erklärt einige von Knapps Aussagen für falsch.