Die beste (Karnevals-)Band der Welt

Dieser Tage die Single Junge von den Ärzten erstanden – des Fanseins wegen und vor allem wegen den B-Seiten. Und beim Anhören eben dieser dachte ich: Äh, das kann doch nicht deren ernst sein, oder? Track 1 „Junge“ ist wunderbar, klar. Track 2 „Das schönste Lied der Welt“ auch. Track 3 „Tut mir leid“, aus der Feder des Herrn Felsenheimer, ist – verstehen Sie mich nicht falsch, Herr B.! – auch gut, aber (wobei ‚aber‘ hier auch als Feature verstanden werden sollte) mal eiskalt ein Karnevalskracher. Bela B. auf den Spuren von DJ Ötzi und Mickie Krause – so hört es sich an. Klar, BelaFarinRod sind offen für alles und „Tut mir leid“ kann auch als Hommage und/oder Parodie auf eben diese Lieder verstanden werden, doch bin ich mir ziemlich sicher während der nächsten Karnevalssession auf eben dieses Lied zu stoßen. Geträllert von betrunkenen Mamis, Opis und Kiddies, die alle gleichzeitig schunkelnd gröllen:

Tut mir leid, ich bin betrunken,
es fällt mir schwer, jetzt unehrlich zu sein.
Ich bin zu oft und viel zu tief gesunken,
und grad ist jedes Wort auch wirklich so gemeint.

Es passt einfach alles. Hier könnt ihr euch selbst davon überzeugen.

Eine schreckliche Vorahnung

Gehofft hatte ich auf ein Preview von Uwes Postal oder [beliebigen durchschnittlich-guten Wunschfilm einsetzen], aber stattdessen gab es vorgestern Die Vorahnung mit Sandra Bullock zu sehen, die eine Frau spielt, die eine Vision vom Tod ihres Mannes hat und nun versucht diesen in einer crazy Woche zu retten und das Murmeltier täglich zu grüßen. Die Vorahnung ist handwerklich solide umgesetzt, storytechnsich aber Mist. Hier und da weckt der Film zwar die Hoffnung auf ein Ende á la The Sixth Sense, um dann schließlich aber doch zu enttäuschen und die dämlichste Schlussszene im Jahr 2007 (so far…) abzuliefern. All das hat der Vorahnung die sensationelle Wertung von 8 von 100 Prozentpunkten bei Rotten Tomatoes eingebracht – und das sagt ja eigentlich schon alles. Das üben wir also nochmal, Herr Yapo.

Transworld Ultra Rock


Electric Eel Shock, die Band von meinem Freund Aki, rescues the world, again! Dieses mal mit ihrem neuen Album „Transworld Ultra Rock“ (Amazon-Import ab Montag: 18 Euro, iTunes heute: 10 Euro). Ich hör’s mir gerade an und meine Erwartungen werden – ich habe nichts anderes erwartet! – erfüllt. Falls ihr gefallen an der besten japanischen Rockcombo der Welt findet, ist die neue Platte ein Muss. Falls ihr an guter, echter Rockmusik gefallen findet, dann auch. Zugreifen & Double Peace!

Computerrattenkochfilm

Ich sag’s ja: man kommt ja einfach zu nichts mehr. Filme werden geguckt, klar, aber ne Meinung dazu zu verfassen, zieht sich dann in letzter Zeit doch immer etwas länger hin. Egal. Was soll ich auch über einen Film sagen, den ihr euch so oder so anseht und der von den Kritikern hochgelobt wird? Ja, es geht um Ratatouille, den neuen Pixar-Film mit der kochenden Ratte, der optisch – Pixar-standesgemäß – wieder zur feinsten Computerkunst gehört, mit der man seine Augen verwöhnen kann. Der Film ist – und hier kommt der springende eayz-Punkt, der uns von der breiten Masse abhebt – gut, aber ich war doch schon arg verwundert, als ich heute in einem Kritikspiegel las, dass jeder meinungsmachende Mensch dem Rattenfilm die volle Punktzahl gegeben hat. Haben hier die Namen Pixar und Bird die Vorschusslorbeeren bekommen? Ich finde nämlich sowohl Findet Nemo als auch Die Unglaublichen besser. Daher: Ratatouille ist nicht hervorragend, nicht sehr gut, sondern solide gut. IMHO.

Tag der Deutschen Einheit

Ihr meint jenen großen Bruder, der euch immer beschützt,
ihr meint den großen Bruder, der euch eigentlich gar nichts nützt,
ist es dieser große Bruder der euch das Geld abzockt,
ist es wirklich euer Bruder, wenn er euch mit Dingen schockt,
die ihr gar nicht könnt und wollt und habt und unwichtig sind?

The Wohlstandskinder mit „Tag der Deutschen Einheit“ bei YouTube.

Und am dritten Oktober freut man sich mit ihm,
dann ist Tag der Deutschen Einheit, dann ist alles verziehen…