Von LSD und Homo-Zwergen

Im Kerpener Kino im Sneak Preview gewesen und dort ganz RTL-klischeehaft Michael Schumacher, die älteren unter euch erinnern sich, angetroffen. Zu sehen gab’s derweil Sterben für Anfänger, eine schwarze Komödie, die am 19. Juli in die deutschen Lichtspielhäuser kommt. In dem Film geht’s um eine Beerdigung, auf der wirklich alles schief geht. In Kürze: Der verstorbene Vater hatte ein homosexuelles Verhältnis mit einem kleinen Zwergenmann, der erpresst nun die Söhne, Onkel Alfie kackt rum und ein Schwiegersohn in spe nimmt versehentlich LSD, wirft den Sarg um und klettert nackt auf’s Dach. Klar, dass man dabei amüsiert ist. „Death at a Funeral“, wie der Film im Original heißt, ist nette, kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch, die in den nächsten Jahren mit Sicherheit im wöchentlichen Abendprogramm von Sat.1 verheizt wird. Wer bis dahin warten kann und ihn sich ansieht, ist gut bedient. Mehr muss nicht.

Nervige Safari

Nachdem ich Safari 3 für Windows schon längst getestet habe (und mittlerweile ist’s wirklich okay), wollte ich’s eben aufm Mac installieren. Aber nichts: Safari startet nicht mehr nach der Installation. Hat ein kluger Leser eine Ahnung warum? Liegt’s vielleicht an den Addons Saft oder Safari Plus? Hilfe!

Spielchen zur Zeit


Mario Strikers Charged Football – Unendlich langer Titel, am Anfang etwas schwierige Steuerung, aber nach Wii Sports und Zelda der erste Must-Have-Titel für die Wii. Solo ganz gut, entfaltet Mario Strikers seinen vollen Spielspaß erst in einem Blutgrätschen-reichen Spiel mit ein paar Freunden. Beim Online-Modus nervt der Friendcode-Scheiß.
Tekken 5 – Urplötzlich hat mich heute die Tekken-Lust erfasst. Beim Elektronikdealer direkt für 20 Euro erstanden und in alter Frische (isch hab’se alle jespielt!) Combos reingeprügelt. Ein schmerzender Tekken-Daumen hat mittlerweile auch meinen Rage-Daumen abgelöst.
Sonic Gems Collection – Als wahrscheinlich bester Kunde von Nintendos Virtual Console habe ich mir heute, neben meinem Lieblings-Beat-em-up und zur Schonung meiner Wii Points, die ulitmative Sonic-Spielesammlung gegönnt. Mit all meinen Lieblings-Sonic-Spielen von denen ich bis heute nicht mal wusste, dass es sie gibt. Nur bei Sonic CD haben „die“ das originale Mega-CD-Intro gekillt, ihr Schweine. Ansonsten bisher ganz retro-okay.
Command & Conquer 3 – Und als mich so die Prügelspiellust überkam, erblickte ich das neue, alte C&C 3. Bisher nur das Tutorial und die ersten paar GDI-Levels durchgeprügelt gespielt und bisher für gut befunden. Wie schon Tekken und Sonic erinnert auch C&C 3 an alte, aber liebenswerte Spiele aus dem Leben des jungen Eay. (Ja, der Jugendwahn hat auch hier Einzug gefunden. Retromania forever!)

Und: Was spielt ihr so zur Zeit? Brauche für’n Urlaub noch ein paar DS-Tipps!

Geh ins Kino oder Stirb langsam!

Das vorab: Ich bin von Stirb Langsam begeistert, seitdem mir irgendeine verantwortungslose, aber gütige Aufsichtsperson die ersten drei Filme im zarten Unterstufenalter gezeigt hat. 1996, als sich Eltern noch nicht für die Spielchen interessierten, mit denen der Sohnemann seine Freizeit gestaltet, kaufte ich mir das PlayStation-Spiel Die Hard Trilogy, das kurz danach indiziert wurde. Für die Kritiker und mich bis heute eines der besten PlayStation-Spiele – und hey, ich hab es gespielt und bin bisher trotzdem nicht Amok gelaufen. Whatever, gestern war es also für alle alten Die-Hard-Fanboys (praktisch jeden Mann) soweit: Der lang ersehnte weltweite Start von Live Free or Die Hard, zu deutsch Stirb langsam 4.0. John McClane, der größte aller Actionhelden, kämpft den Kampf „Mann gegen Maschine“ und rausgekommen ist dabei – Achtung, so sieht’s aus wenn ich absolut begeistert bin! – einer der besten Actionfilme, die ich je gesehen habe! 130 Minuten, die das Herz jedes Actionfreundes höher schlagen lassen. 130 Minuten coole Sprüche aus einem Land vor unserer Zeit („Ist der Zirkus in der Stadt?“). 130 Minuten, die ich mir heute direkt noch mal ansehen könnte. Ja, könnte man einen Film ehelichen, ich würde es sofort tun! Kurz gesagt: Stirb langsam 4.0 ist der Actionfilm des Jahres! Jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss an meiner Kommandozentrale arbeiten…

Odyssee 3D

Anno 2001 als der muffige Oger das erste Mal auf der Leinwand zu sehen war, war das Konzept der Märchen-im-Märchen-Komödie neu, frisch und vor allem unterhaltsam. 2004: Der Oger kehrt zurück. War okay, hat für mich persönlich im Vergleich zum „Original“ jedoch einiges an Kultfaktor eingebüßt. 2007: Shrek 3 kommt in die Kinos. Das Konzept ist altbekannt und kann Charakter-technisch leider nichts neues mehr bieten. Natürlich wird hier und da gelacht, aber man hat’s halt alles schon mal gesehen. Wenn jetzt Schluss ist, dann kann ich über Schwächen hinweg sehen und wüde mir die Shrek Trilogy irgendwann sogar zulegen … sobald aber ein vierter Teil zur Debatte steht, kann man sich den Ausverkauf endgültig auf die Fahnen schreiben und getrost wegsehen. Sofern das nicht passiert, verabschiedet euch meinetwegen ein letztes Mal von Shrek und Esel. (Und nein, das unscharfe Bild hat meine Sicht nicht getrübt.)

PS: Wo wir gerade bei grünen Monstern sind: Hat heute noch irgendjemand eine Probe-DVD von WoW: Burning Crusade im Briefkasten vorgefunden? Löst ihr die ein? Wann? Wo?

PPS: Für die Überschrift dieses Blogeintrags ist Limpi verantwortlich. Insider-Alarm: Hat sie mir als Überschrift für diesen Eintrag vorgeschlagen. Hach, diese Frau. Ich find’s genial.

Saturday Night Adventure

Stellt euch folgende Situation vor: Gegen 3:30 Uhr Nachts verlasst ihr eine Party. Während ihr an der Straße auf euer Taxi wartet, findet ihr euch in einem dieser Wortgefechte wieder, die in unserem Alter schon mal ausgetragen werden müssen. Unvermittelt plötzlich spuckt ihr Blut, Kopf küsst Asphalt, eure Brille ist kaputt (sofern ihr Brillenträger seid) und der linke Schneidezahn geht in die Geschichte ein. Was nun? Ärztlicher Support wäre ganz nett…

Die Welt, wie sie sein sollte: Per Taxi geht’s ins Krankenhaus. Dort bezahlt man euer Taxi (wie zum Beispiel in England üblich) und ihr werdet von einer gutaussehenden Ärztin um eure Schmerzen gebracht. Schließlich geht’s zum zahnärztlichen Notdienst, der rund um die Uhr geöffnet hat, wo dem halben Zahn eine provisorische Krone verpasst wird, damit ihr nicht ausseht wie der Schläger vom Dienst. Um 5:00 Uhr bekommt ihr zuhause euren wohlverdienten Schlaf und am nächsten Morgen geht’s zur weiteren Behandlung zum Zahnarzt.

Die Welt, wie sie ist: Per Taxi geht’s ins Krankenhaus; ihr seid 20 Euro leichter. Es geht Richtung Notaufnahme, wo ihr einer gnomhaften Schwester euer Leid und eure Schmerzen klagt – die höllischen Kopfschmerzen (Aua, der Asphalt!) nicht zu vergessen! „Nein, dafür sind wir hier nicht zuständig!“ entgegnet euer unfreundliches Gegenüber. „Na, wer denn dann? Ich habe Schmerzen!“ eure Antwort. „Wenn sie jetzt nicht gehen, müssen wir die Polizei rufen und sie bekommen Hausverbot!“ Hausverbot im Krankenhaus ist natürlich ne üble Sache. Ja, hier kommt ihr nicht weiter. Erst mal per Auskunft beim zahnärztlichen Notdienst anrufen, der zu eurer freudigen Überraschung erst um 10:00 Uhr Morgens öffnet. Alternative: Nächste Klinik in der nächst größeren Stadt aufsuchen (wäre man Hartz-IV-Empfänger müsste man sich spätestens jetzt von dem ollen Schneidezahn verabschieden, denn das Taxi wäre schlicht unbezahlbar). Das Zauberwort heißt Uniklinik, wo euch nach Abgabe weiterer 10 Euro endlich – mittlerweile sind es 8:00 Uhr – geholfen wird: es gibt Schmerzmittel und neben der Versiegelung eures halben Zahns wird euch eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. Schlussendlich werdet ihr aber auch hier an den zahnärztlichen Notdienst verwiesen, der natürlich auch etliche Kilometer entfernt ist. Um 10:00 Uhr trefft ihr beim zahnärztlichen Notdienst ein, wartet eine halbe Stunde im Wartezimmer, eine weitere im Behandlungszimmer und gegen 11:30 Uhr verlasst ihr die Praxis mit einem Röntgenbild eurer Zähne. Nicht mehr, nicht weniger. Montag sollt ihr wiederkommen. Nun aber noch zur Apotheke um weitere Schmerzmittel zu erwerben und schließlich ist man um 13:00 Uhr zuhause. Gute Nacht.
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Leider ist es mir heute genauso ergangen. Zahn fehlt, Kopfschmerz und die Hand hat wohl auch was abgekommen. Nun gut. Dass ich aber eine 10-stündige Odyssee auf mich nehmen musste, um irgendwie ärztlich behandelt zu werden – was im Endeffekt jedoch nicht wirklich was gebracht hat – ist eine Frechheit. Vor allem während der Verantwortliche in dieser Zeit sein Bett vollgefurzt hat. But hey, that’s life … isn’t it?

Bring back the A-Team!

Im Mai 2006 lief im britischen Fernsehen eine Sendung namens „Bring back … The A-Team“, in der Reporter und A-Team-Fan Justin Lee Colins versucht innerhalb von zehn Tagen die drei lebenden A-Team’ler und den Rest der Clique von damals aufzuspüren, zu interviewen und zu einer Reunion-Party einzuladen. Und ja, wenn ich die Schauspieler von Murdock, Faceman und B.A. heute so sehe, dann glaube auch ich, dass das hier Blasphemie ist. Jedenfalls nett die gealterten Herren heute nochmal zu sehen; gut so sehen sie aus:


V.o.l.n.u.r.: Murdock (Dwight Schultz), Faceman (Dirk Benedict), B.A. Baracus (Mr. T), General Fulbright (Jack Ging), der Erfinder des A-Teams Stephen J. Cannell, Tawnia Baker (Marla Heasley), Colonel Lynch (William Lucking) und Colonel Decker (Lance LeGault).

In den Interviews bleibt jedenfalls kein gutes Haar am verstorbenen Hannibal-Schauspieler George Peppard, der anstatt Mr. T gerne sich als Star der Serie gesehen hätte und seine Kollegen mit allerlei Starallüren verschreckt hat. Außerdem wird erläutert, dass in den fünf Staffeln tatsächlich nur ein Charakter getötet wurde (General Fulbright) und dass selbst die Piloten eines abgeschossenen Hubschraubers fröhlich aus dem Wrack spaziert sind. Und Mr. T erzählt gar, dass er am Anfang weisse Stuntdoubles hatte.

„Bring back … The A-Team“ ist jedenfalls eine gute Stunde Unterhaltung, die man als alter Fan des A-Teams unbedingt aufbringen sollte. Das Interview mit Mr. T habe ich bei YouTube für euch rausgesucht. Die ganze Sendung findet ihr beispielsweise so, könnte ich mir vorstellen.