Einträge von September 2007 (39)

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Schere, Pilz, Papier


Super Paper Mario für die Wii ist’s schuld, dass es hier seit Donnerstag keinen Blogeintrag mehr gab. Das Spiel ist eine wunderbare Hommage an frühere Mario-Spiele und Videospiele generell – für Freunde des Klempners ein Muss. Einzig die etwas ausufernden Dialoge strapazieren die Nerven des zeitarmen Gelegenheitsspielers, aber all die Späße, die die Programmierer hier eingebaut haben, machen das mehr als wett.

Hank Moody über Blogs

People seem to be getting dumber and dumber. […] You know, uh, people, they don’t write anymore, they „blog“. Instead of talking, they text. No punctuation. No grammar. It’s LOL this and LMFAO that. You know it just seems to me, it’s just a bunch of stupid people pseudo-communicating with a bunch of other stupid people in a proto language that resembles more what cave men used to speak than the king’s english.

Hach, ich liebe diese Sendung (das Zitat ist aus Folge 5). Ein heruntergekommener Autor, der selbst bloggt und sich konsequenterweise auch selbst dafür hasst. Großartig. Und recht hat der Mann, ihr seid alle stupid people.

köst.lich.es #7

Auge um Auge

Heute den neuen Film von James Wan, dem Mann hinter Saw und Saw 3, gesehen. Death Sentence der Titel und darum geht’s: Kevin Bacon spielt einen Familienvater. Eines Abend fällt einer seiner zwei Söhne einem s.g. „Gang-Einstiegsmord“ zum Opfer. Der Vater sinnt nach Rache und <Mini-Spoiler> beginnt einen blutigen Rachefeldzug … würde ich zumindest gerne schreiben, kann ich aber nicht: Dreiviertel des Films kann sich der Hauptdarsteller nicht wirklich für oder gegen seine Selbstjustiz entscheiden. Einzig und allein ist hier die Jagd der Mördergang auf den Vater erwähnenswert. Im letzten Viertel beginnt dann – nach einem weiteren Schicksalsschlag – endlich der Film, den wir alle sehen wollten. Blutiger Rachefeldzug ahoi!</Mini-Spoiler> Wenn ihr über Logikfehler (oder unglaubwürdige Unfähigkeit der Polizei) hinwegsehen könnt, euch für ein mittelmäßiges, zu langes Intro begeistern könnt und auf Selbstjustiz steht, dann könnt ihr euch den Film geben. Alle anderen warten, sofern sie denn wollen, auf die DVD.

Darkly funny*

Die neue TV-Serie Californication mit David Duchovny hat’s mir angetan. Duchovny ist Hank Moody, ein Autor in L.A. der seit fünf Jahren nichts mehr veröffentlicht hat und zunehmend in einem Sumpf aus Sex & Drogen verkommt. Nebenher versucht er jedoch seiner 12 jährigen Tochter ein guter Vater zu sein und seine Exfrau für sich zurückzugewinnen. Dabei prügelt er sich, kifft, kotzt, schläft mit sämtlichen Frauen und bringt die besten Sprüche. Quasi ist „Californication“ eine Comedy-freie Version von Two and a half men. Wer also mal (per Bit-Torrent-Airlines) in die USA oder ins UK kommt, sollte einen Blick riskieren. Morgen Abend läuft Folge 5 von 12 – ein Einstieg ist also immer noch problemlos möglich. Eine zweite Season wurde übrigens auch schon angekündigt.

* Newsweek lehrt uns: „The show is sexy, profane and darkly funny…“