Hot Take von Matt Bircher: Apple wird iPadOS zugunsten von iOS auf den Normalo-iPads und macOS auf dem iPad Pro einstellen. Nicht dieses Jahr, nicht nächstes, aber mittelfristig.
Er argumentiert, dass mit dem bevorstehenden Foldable iPhone die gleiche Display-Größe die aktuell exklusiv auf iPadOS läuft, nun auch auf iOS Einzug findet. Und dass iPadOS einerseits von den Pros für jedes macOS-ähnliche Feature gefeiert wird, während andererseits reguläre Nutzer*innen unter der steigenden Komplexität leiden – was sicherlich beides stimmt. Und wie wir wissen, belegt der Window-Management-Switcher ja ohnehin schon das Totalversagen.
Ich glaube, Matt hat recht. Was er aber ein bisschen außen vor lässt: iPadOS stammt nicht nur von iOS ab, sondern ich würde darauf wetten, dass es weiterhin iOS ist – so wie Windows XP eigentlich Windows NT war. Feature Flags und Treeshaking mögen die Mac-ähnliches Features aus der Smartphone-Variante von iOS rausstrippen, aber es dürfte ein Leichtes sein, diese wieder zu aktivieren.
Während iOS also wieder mächtiger1 und macOS touchlastiger werden dürfte, wird iPadOS der Geschichte angehören. Konsequenterweise würde Apple seine Produktpalette dann etwas anpassen oder umbenennen – MacPad, wäre mein Vorschlag – aber die Apple-eigene Nomenklatur folgt bekanntlich anderen Regeln.
- iPhone mit iOS → iPad mit iOS → MacPad (formerly iPad Pro) mit macOS → MacBook & Macs (ohne Touch) mit macOS
So könnte die Produktpalette dann beispielsweise aussehen. Denn so sinnvoll ich einen Touch-Mac auch halte, warum der in Form eines MacBooks mit fest verbauter Tastatur kommen sollte, erschließt sich mir noch nicht. Eher werden alle Apple-Devices zum optionalen, touch-basierten Zusatzdisplay für die Macs.
- Externer Monitor-Support für’s Foldable iPhone anyone? [↩]
