#workflow

Apple kauft die Automation-App Workflow

Überraschender Schachzug von Apple. Ich bin selbst begeisterter und fleißiger Nutzer von Workflow1 und freue mich einerseits, dass sie auch bei Apple auf Gegenliebe stößt, weil das eine tiefere Integration ins Betriebssystem und mehr Commitment für iOS als ernsthafte Arbeitsplattform bedeuten könnte. Andererseits bedeutet eine derartige Übernahme über kurz oder lang eigentlich immer da Ende der Aufgrkauften – trotz solcher Aussagen:

The Workflow app will continue to be available on the App Store, and it’ll become a free download later today.

Wenn ihr Workflow noch nicht ausprobiert habt, ist jetzt jedenfalls die perfekte, kostenlose Gelegenheit dazu.

Update, etwas später: Im aktuellen App-Update streicht Apple bereits einige Integrationen, u.a. Pocket. Das ging schnell. 😕

Update, 08.05.2017: Heute ist das erste Update nach der Apple-Aquisition erschienen, das nicht nur die Pocket- und Chrome-Integrationen wieder­herstellt, sondern Workflow auch um neue Apple Music-Funktionalitäten erweitert. Ein gutes Zeichen.

  1. Sowohl dieser Partnerlink, als auch dieser Blogeintrag wurden unter Verwendung von Workflow erstellt.

Post to WordPress with Workflow

Und wo wir gerade bei WordPress und spannenden Smartphone-Apps sind: Die hervorragende und für mich mittlerweile unverzichtbare iOS-Automator-App Workflow* wurde heute in einem Update um die Funktion auf WordPress-Seiten veröffentlichen zu können, erweitert. Und das erfreulicherweise mit allem drum und dran: Custom Fields, Post Formats, Featured Image, usw.

Da der offiziellen WordPress-App die Unterstützung sämtlicher Features seit jeher fehlt, kam die bisher maximal zum korrigieren für mich in Frage. Stattdessen nutzte ich die uralte Indie-App Poster, die allerdings nicht mehr weiterentwickelt wurde, nachdem Automattic sich Entwickler und App einverleibt hat (mittlerweile ist der Mann bei Apple). Dank des WordPress-Supports in Workflow bin ich nun aber sogar in der Lage aus meiner Lieblingsnotiz-App Drafts* heraus schnell und einfach Blogeinträge zu veröffentlichen, gänzlich ohne Copy/Paste-Overkill. Heureka!

Mein Drafts-Template aus dem Workflow dann die entsprechenden Variablen zieht, sieht dabei folgendermaßen aus (anstelle von Drafts ist aber auch jede andere Text-/Notiz-App denkbar, die sowas als Plain Text an Workflow übergeben kann):

Title
http://example.com/ (Link-Post only)

Paragraph #1.

Paragraph #2 and so on.

tag1, tag2, tag3

Hier findet ihr die dazugehörigen WordPress-Workflows, die ihr natürlich an euer Setup anpassen könnt/müsst:

Was dabei passiert ist recht einfach: Aus den einzelnen Zeilen werden Variablen (Zeile 1 = Titel, letzte Zeile = Tags, etc.), die dann an die WordPress-Funktion übergeben werden. Zudem werden diese vordefinierten Zeilen aus dem „Body“, dem eigentlichen Beitrag, entfernt. Anschließend müsst ihr bestätigten, dass ihr den Beitrag wirklich an euer WordPress schicken wollt und angeben, welchen Status dieser haben soll (Entwurf/veröffentlicht).

Zur Veranschaulichung hier noch der Link-Workflow in Bildform:

* App-Store-Partnerlinks. Support your local eay! ✌️