#webservice

txt.fyi

Rob Beschizza made the dumbest publishing platform on the web. It’s featurelessness is it’s feature:

There’s no tracking, ad-tech, webfonts, analytics, javascript, cookies, databases, user accounts, comments, friending, likes, follower counts or other quantifiers of social capital. The only practical way for anyone to find out about a posting is if the author links to it elsewhere.

Long live the independent web!

(via Things to click)

Pinboard übernimmt Delicious

Nach einer verrückten Aneinanderreihung von Übernahmen und Missmanagement hat Delicious a.k.a. del.icio.us heute zum fünften Mal den Besitzer gewechselt und gehört nun zu Pinboard, dem großartigen Delicious-Klon vom ebenso großartigen Maciej Cegłowski.

Maciej wird Delicious nun einfrieren und den Nutzern die Möglichkeit geben, ihre Daten zu exportieren (was zuletzt wohl nicht mehr ging) und/oder zu Pinboard zu migrieren. Legitimer Move und gut, dass Delicious, der Ur-Social-Bookmarking-Dienst, der zusammen mit flickr einst Synoym für’s Web 2.0 war, hier endlich ein würdiges Ende findet.

Do not attempt to compete with Pinboard.

Kurzes Update zu meinem Beitrag zum Ende von FFFFOUND!: Pinterest ist kurz vor knapp mit einem eigenen Importer auf den Plan getreten, woraufhin FFFFOUND! das eigene Ende vom 8. auf den 15. Mai verschoben hat. Ich habe den Importer sämtliche meiner Bilder in meinen kaum genutzten Pinterest-Account importieren lassen, was erstaunlich schnell und einfach ging.

Solltet ihr also noch ein kinderleicht zu erstellendes FFFFOUND!-Backup brauchen, solltet ihr hierauf einen Blick werfen. (Um die weitere Sicherung kümmern wir uns dann, wenn Pinterest dicht macht.)

FFFFOUND!

In anderthalb Wochen schließt mit FFFFOUND!, einem im Juni 2007 von der japanischen Design-Agentur Tha gestarteten „Visual Bookmarking“-Dienst, einer meiner Lieblings­webdienste seine Pforten. Lange bevor das Konzept mit Pinterest & Co. in der breiten Masse ankam, konnte man hier schon über ein cleveres Bookmarklet Bilder von anderen Webseiten speichern – was meinen bis dahin stetig wachsenden, lokalen „Webfounds“-Ordner endlich ablöste. Durch die eigenen Likes und die Likes anderer erstellte die Plattform selbst Follower und präsentierte den Usern fortan die Bilder von Usern mit ähnlichem Bildergeschmack.

Ich selbst war bereits fünf Monate nach dem Start, seit dem 5. November 2007, mit von der Partie, nachdem aus irgendeinem Grund eine der seltenen Einladungen für die „Invite only“-Plattform ihren Weg zu mir fand. Bis 2015 habe ich den Dienst regelmäßig genutzt1 und so insgesamt 6765 Bilder in meinem Profil angehäuft. Das brachte mir immerhin 5969 Follower ein, was mich im Vergleich zu den Followerzahlen meiner Mitstreiter wohl zu einem der Heavy User von FFFFOUND! gemacht hat.2

Dass am 8. Mai Schluss ist, ist natürlich schade, aber nach dem Ende von The Deck, dem Werbenetzwerk, das wahrscheinlich die Betriebskosten gedeckt hat, auch nachvollziehbar. Eines allerdings nicht: Es gibt keinen Export, also keinerlei Möglichkeit die Stunden, die man in das Sammeln ansehnlicher Bilder investiert hat, irgendwie zu sichern. Dass sich das Internet Archive seinerzeit eine Kopie unserer Fundstücke anlegte, wurde leider über die robots.txt verboten.3 Andy Baio hat das Ende von FFFFOUND! dem ebenfalls bevor­stehenden Ende von Mlkshk gegenübergestellt, einer sehr ähnlichen Plattform, die mit Exportfunktion und Zusammenarbeit mit dem Internet Archive zeigt, wie’s richtig geht, wenn’s mal soweit ist.

FFFFOUND! exportieren

Um die eigenen (oder andere) FFFFOUND!-Sammlungen zu sichern, muss man also auf Dritt-Lösungen zurückgreifen. Es finden sich auch ein paar Skripte, das zuverlässigste scheint mir ffffound-export von Phil Gyford zu sein, der hier näher darauf eingeht. Das Python-Skript speichert nicht nur die Bilder, sondern auch die HTML-Seiten, was wegen der Metadaten (Quelle, Datum) interessant sein könnte und erstellt darüber noch eine maschinenlesbare JSON-Datei mit all diesen Daten. Ich habe damit gerade jedenfalls direkt 146 meiner 271 Profil­seiten sichern können und kann mir jetzt überlegen, wie ich an den Rest komme und was ich mit diesem Backup anfange.4

Jedenfalls: Danke, FFFFOUND!! Ich hab dich gerne befüllt und stundenlang in dir gestöbert. Sterben üben wir aber nochmal.

 
Update, 27.04.: Ich habe mittlerweile alle Bilder mit ffffound-export backupen können. Das Script läuft zwar nicht in einem durch, aber nach vier Anläufen hatte ich alles. Dazu habe ich in der ffffind.py jeweils die Start, mit der begonnen werden sollte, angepasst (Zeile 22: page = 1), so dass der nächste Durchlauf immer da startete, wo der letzte aufhörte.

Darüber hinaus bin ich auf diesen Quora-Beitrag von Christoph gestoßen, der Gründer von Wookmark, einem Bilder-Bookmarking-Dienst aus Deutschland, ist und der dort interessierten Nutzern, die sich für 20 Dollar einen Wookmark-Account schießen, anbot, deren FFFFOUND!-Library zu importieren. Gutes Angebot, hab ich ihn direkt mal machen lassen und hat super geklappt.

Update, 09.05.: Pinterest ist kurz vor knapp mit einem eigenen Importer auf den Plan getreten, woraufhin FFFFOUND! die Deadline vom 8. auf den 15. Mai verlängert hat.

Update, 15.05.:

  1. Zu der Zeit gab es immer mehr Probleme, weil FFFFOUND! nicht auf HTTPS lief und das Bookmarklet so nicht auf den ganzen neuen, mit SSL-Zertifikaten ausgestatteten Seiten genutzt werden konnte.
  2. Funfact: Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich René, der drüben bei Nerdcore auch vom Aus von FFFFOUND! berichtet, damals eingeladen.
  3. Das Internet Archive hat gerade erst letzte Woche angekündigt, dass es sich fortan nicht mehr an die robots.txt-Anweisungen halten wird. 👍🏻
  4. Ich hatte mal überlegt, die Bilder in Zufallswiedergabe auf einem Display/digitalen Bilderrahmen in meinem Arbeitszimmer laufen zu lassen, weil… weil es geht. 🤔

How much of your body is your own?

Our bodies are extraordinary. They contain elements that have a commercial value, megabytes of data, and trillions of cells, most of which aren’t our own.

Quantified Self mal anders mit diesem sehr coolen Tool der BBC, in das man sein Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht eingibt und dass einem dann u.a. schön aufgebereitet darstellt, aus welchen Chemikalien und wievielen Zellen man besteht, wieviele Daten der eigene Körper umfasst und welche Mengen an Ausscheidungen man bisher produziert hat. 💩 (via Recomendo #37)

Snapdrop – AirDrop als Web App

Snapdrop is inspired by Apple’s AirDrop, but is a Progressive Web App built with Polymer and Web RTC.

Super nützlich, wenn man mehrere Plattformen nutzt. Ich kam neulich z.B. in die Verlegenheit einen Screenshot auf einem Android-Testgerät machen zu müssen, das weder über einen eingerichteten Email-Account, noch Social-Web-Integration verfügte. Auch der Zugriff per USB oder das Verschicken per Bluetooth war in der Mac/Android-Kombi nicht möglich ohne spezielle Samsung-Software zu installieren.

Genau für solche Anwendungsfällen, aber auch wenn man sich kurz untereinander etwas zuschicken will, ist Snapdrop ideal (und auch zuverlässiger als AirDrop). Bonuspunkte gibt’s außerdem, weil’s nur mit Web-Technologien umgesetzt ist.

IFTTT Maker Channel

The Maker Channel allows you to connect IFTTT to your personal DIY projects. With Maker, you can connect a Recipe to any device or service that can make or receive a web request.

Auf solch einen IFTTT-Kanal warte ich bereits seit Ewigkeiten! Ich freue mich schon, damit rumzuspielen. Sobald da was halbwegs sinnvolles bei rumgekommen ist, werdet ihr das hier erfahren. Eine Anbindung an meine Personal API sollte, soweit ich das bisher überblicke, jedenfalls problemlos möglich sein.

Yahoo Pipes wird eingestellt

Yahoo stampft seinen 2007 gestarteten Mashup-Dienst Pipes, mit dem es über ein GUI relativ einfach möglich war, Feeds und Services miteinander zu verknüpfen, am 30. August ein. Ein Datenexport ist bis zum 30. September möglich.

Das Ende zeichnete sich schon länger ab, ist in den letzten Jahren doch rein gar nicht mehr damit passiert und das, obwohl der Dienst so viel Potential hatte, sowas wie ein mächtigeres, aber auch schwierigeres IFTTT war und von Tim O’Reilly sogar mal als „milestone in the history of the internet“ bezeichnet wurde. Schade drum, aber in Zeiten, in denen die Plattform-Betreiber immer restriktiver mit ihren Web APIs und Feeds umgehen, irgendwie auch verständlich.

Next up: Feedburner?