#webservice

Goodbye Airtable

Ich nutze Airtable ja seit Jahren sehr gerne, aber mit dem Limit von 1.000 Records pro Base im Free-Account bei gleichzeitiger Abwesenheit eines bezahlbaren Pro-Tiers für Privatanwender/Familien bringt sich der Dienst langsam aber sicher selbst auf meine Abschussliste.

Wir sammeln z.B. unsere monetären Ausgaben in einer Airtable-Datenbank, schön kategorisiert und vertaggt. Bei 1.000 Records, was insgesamt nur wenige KB sein dürften, reicht das für ca. ein Jahr. Danach würde uns dieses advancedte Excel zu zweit aber 240$ im Jahr (!) kosten.

Notion, für das ich privat und beruflich zahle, könnte diesen und viele, viele andere Use Cases mittlerweile auch sehr gut abdecken – zu einem Bruchteil der Kosten. Selbst unser Scriptable-Widget zum Auslesen der Ausgaben per API wäre mittlerweile problemlos möglich.

Anstatt die vollgelaufene Airtable-Datenbank also jedes Jahr zu duplizieren, um weiterhin im Free-Tier verbleiben zu können, werde ich Airtable also bald zugunsten von Notion den Rücken kehren, wo es – Stichwort Knowledge Base – eh besser aufgehoben sein wird.

Klar, Airtable schielt eher auf Business-Anwender, aber es sind halt oft die Privatanwender, die Software/Dienste in Unternehmen platzieren. Da war Notion von Beginn an besser aufgestellt und wird dieser Tage deutlich häufiger empfohlen. Chance leider vertan & verspielt, Airtable.

schnelltesttest.de

zerforschung, das „freundliche Kollektiv aus Menschen, die Spaß daran haben, Technik auseinander zu nehmen um zu verstehen, wie diese funktioniert“, hat eine nützliche Website gebaut, mit der sich die Qualität der Covid-Schnelltests blitzschnell per Barcode-Scanner überprüfen lässt. Im Blogpost dazu:

Schnelltests sind wichtig zur Pandemiebekämpfung – aber nicht alle sind gleich gut. Zwar geben die verschiedenen Hersteller an, dass ihre Tests weit über 80% der Infizierten erkennen, oft sogar 100%. Wie zuverlässig aber die einzelnen Tests tatsächlich sind, überprüft unabhängig das Paul-Ehrlich-Institut (PEI): Die ermitteln die Sensitivität der Tests, also wie viele der positiven Abstriche auch als positiv erkannt werden und veröffentlichen die Ergebnisse auf ihrer Website [PDF-Download, Anm. von mir].

Wir machen diese Daten nun auch unterwegs vom Smartphone aus einfacher durchsuchbar: mit schnelltesttest.de.

Nestflix

The platform for your favorite nested films and shows. Fictional movies within movies? Got ‘em. Fake shows within shows? You bet. Browse our selection of over 400 stories within stories.

Featuring Klassiker wie Itchy & Scratchy (The Simpsons), Jack Slater IV (Last Action Hero) und Simple Jack (Tropic Thunder), aber auch Neuerscheinungen wie The Manny (This is us) und Good Cop, Dog Cop (The Mitchells vs. the Machines).

Großartiges Projekt von Lynn Fisher, die wir schon mal mit A Single Div und ihrer Website hier hatten. Ich bin überrascht, dass es sowas bisher nicht gab und freue mich, dass diese Lücke nun endlich geschlossen ist. (via Waxy)

Google’s Messaging Mess: A Timeline

16 Jahre Produktchaos von Google Chat über Google Talk, Google Hangouts, Google Allo, Google Hangout Meet und zurück.

Wir benutzen die mittlerweile „Google Meet“ getaufte Video-Conferencing-Lösung von Google seit Beginn der Pandemie bei Hypercode. Und während wir mit der Technik und Qualität sehr zufrieden sind, ist der Rest in der Tat “a mess”: Regelmässig wechselnde Namen, Features und User Interfaces – und das in der Regel ohne Info oder Vorwarnung. (via Daring Fireball)

2020 Ipsum

Ein Lorem-Ipsum-Generator von Savas Labs mit all den furchtbaren 2020-Dingen. Kostprobe gefällig:

Lorem ipsum working from home spread you’re on mute. Social distancing isolation pandemic spread UFO at least 6 feet trying times K-shaped recovery. Virtual stay-at-home order walktail wildfires. Home office home monolith Tiger King toilet paper ballot WHO hybrid. Drive-in Tiger King stimulus monolith pandemic. At least 6 feet Among Us the new normal baby Yoda antibodies postponed. Staycation spread wash hands vote unprecedented hybrid PPE uncertain times.

Man beachte auch das Datum der Seite: „March 213th, 2020“

Facebook kauft Giphy für 400 Millionen Dollar

Giphy, im Februar 2013 gegründet und hier auch im selben Monat erstmals erwähnt, war und ist vordergründig eine lustige, coole, kreative Plattform zum Auffinden, Hosten und Teilen der allseits beliebten GIFs.

Tatsächlich steht Giphy aber auch für die Kommerzialisierung von GIFs als Marketing-Werkzeug und kommt dank seiner offenen und einfach zu handhabbaren Programmier­­schnittstelle zugleich als trojanisches Pferd daher: Die Giphy-Integration in all unsere Lieblingsapps, wie Twitter, TikTok, Reddit, Snapchat, Signal und Slack, haben die animierten Bildchen zu Tracking-Pixeln werden lassen. Wer nutzt wann und wo welche Apps – Informationen, die Facebook jetzt sehr viel Geld wert sind. Und womöglich wie nächsten Investitionen von Facebook datentechnisch belegen.

Die Giphy-nutzende Konkurrenz wird indes aufhorchen und Giphy-Anbindungen abkappen, austauschen oder betonen, dass man bereits alle Vorkehrungen getroffen hat, dass erst Giphy und jetzt Facebook keine Nutzer­informationen erhalten. So bereits bei Slack und Signal geschehen.

Jedenfalls: Gut für Facebook, schade für den Rest des Webs.