#video-essay

Understanding the Video Essay

Im letzten Jahr habe ich mich ein bisschen in das Format des Video-Essays verguckt. Ich glaube, dass diesem Internet-originären Format noch eine rosige Zukunft bevorsteht und überlege schon länger, wie und wofür ich es selbst mal einsetzen kann.

Der von der Times als „King of the Video Essays“ geadelte Kevin B. Lee hat sich nun im Auftrag des Arthouse-Streaming-Anbieters Fandor mal ganz grundsätzlich mit Video-Essays beschäftigt, welche Vor- und Nachteile das Format hat und wohin die Reise geht. Natürlich auch als Bewegtbildabhandlung:

 
(YouTube Direktlink)

Lee bezieht sich dabei ausschließlich auf die filmbezogenen Essayisten wie Tony Zhou, wobei ich persönlich gerade die Video-Essays toll finde, die sich gänzlich anderer Themen widmen, z.B. umstrittenen Videospielentwicklern. Doch so oder so: Ich will mehr davon!

The Man Who Turned Paper Into Pixels

 
(Vimeo Direktlink)

Schönes Video-Essay von Adam Westbrook über Claude Shannon, den Begründer der Informationstheorie oder „the most important man you’ve probably never heard of“, wie es im Video heißt. Auf Westbrooks Video-Essay-Seite (yeah, that’s a thing now) Delve gibt es mit „The Long Game“ zudem noch ein sehr sehenswertes, zweiteiliges Video-Essay darüber, dass Erfolg schon mal etwas länger braucht, um sich einzustellen (Teil 1, Teil 2). Mehr davon!

Texting und Internet im Film

 
(Vimeo Direktlink)

Und wo ich gerade schon Waxy reblogge, hier noch ein Video-Essay (!!) von Tony Zhou, der im Rahmen seiner “Every Frame a Painting”-Serie auf immerzu gekonnt gute Weise filmische Techniken und Darstellungsweisen erklärt. Im obigen Video hat er sich mal angesehen, wie eigentlich die Kommunikation über SMS und dieses ominöse Internet im Film dargestellt werden. Die Sherlock-/House of Cards-Lösung für ersteres finde ich schon ziemlich perfekt, aber das Netz ist in der Tat eher schwierig in Bildern einzufangen. (via Waxy)

Jason Kottke hat das Video heute auch verlinkt und dazu den Trailer zu »Men, Women & Children« von Jason Reitman gepackt, der sich ebenfalls mit der Darstellung der Technik, sowie deren Folgen für Männer, Frauen und Kinder beschäftigt und sehr interessant aussieht.

Update: Die Chinesen haben anscheinend wiederum ein ganz anderes Verständnis von Texting im Film:

Theaters in major Chinese cities have starting experimenting with “bullet screens” on which audiences can send text messages commenting on the film, which are then projected directly onto the screen.

Humans Need Not Apply

 
(YouTube Direktlink)

Dieses Video-Eassy1 von CGP Grey wird gerade zu Recht durch sämtliche Blogs gereicht, geht es darin doch um die durch Roboter und bessere Algorithmen beflügelten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die zur Folge haben werden, dass viele Menschen über kurz oder lang arbeitslos werden. Ja, auch ihr in der Kreativbranche. Das wird zum großen Problem, weshalb man die Politik sich schon jetzt mal damit beschäftigen sollte.2

  1. Was ist das im Moment mit diesen ganzen Video-Essays? Wo kommen die alle her? Die ideale Erzählform für’s Web. Wäre ich nochmal jung würde ich das auch machen! Moment… []
  2. Bedingungsloses Grundeinkommen, anyone? []

The Game That Time Forgot

Adam Butcher hat die vergangenen 13 Jahre, seit er 14 Jahre alt ist, an einem eigenen Indie-Game gewerkelt – die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal Indie-Games hießen. Vor ein paar Tagen hat er sein Spiel mit dem Titel »Tobias and the Dark Sceptres« endlich veröffentlicht und dazu das nachfolgende Video produziert, das Spielentwicklung und Leidensweg sehr schön dokumentiert.

 
(Vimeo Direktlink)

Das Spiel gibt’s als Windows-only Freeware zum Download. Werde ich nach den turbulenten nächsten Wochen in einem ruhigen Moment, wenn ich die Geduld habe, meine Windows-Partition zu starten (und zu aktualisieren) mal antesten.