Chrome-Plugin, das automatisch auf bestimmten Webseiten rumsurft, um so die Analyse eures Surfverhaltens zu erschweren.
#überwachung (52)
Bruce Schneier über Edward Snowdens Dead Man’s Switch
I’m not sure he’s thought this through, though. I would be more worried that someone would kill me in order to get the documents released than I would be that someone would kill me to prevent the documents from being released. Any real-world situation involves multiple adversaries, and it’s important to keep all of them in mind when designing a security system.
Guter Punkt. (via wirres.net)
Trailer zu „The Fifth Estate“, dem Julian Assange- / Wikileaks-Biopic
Besuch vom Staatsschutz, wegen einem bei Facebook angekündigten Spaziergang zu potentiellem NSA-Stützpunkt in der Nähe von Darmstadt
Richard Gutjahr hat den Spaziergänger (im Team Edward-Shirt) daraufhin mal angerufen und sich den ganzen Vorfall schildern lassen. Unglaublich, was das mittlerweile alles für Auswüchse annimmt.
Fefe im FAZ-Interview über PRISM & Co.
Terrorismus ist ja definiert als Einschüchterung, als Angriff, der nicht mich direkt angreift, sondern mir Angst macht und ich so meine Lebensart ändere. Das ist doch genau, was hier gerade passiert! Nur dass eben nicht âdie Terroristenâ diesen Angriff durchführen, sondern die Geheimdienste. […] Im öffentlichen Diskurs muss mal jemand die Frage stellen, ob der real erlebte Terror nicht eher von den Diensten ausgeht, anstatt dass sie uns vor ihm schützen.
Ich kann Fefe (das Blog) ja nicht immer ertragen, aber hiermit hat er recht.
PRISM Break
Opt out of PRISM, the NSA´s global data surveillance program. Stop reporting your online activities to the American government with these free alternatives to proprietary software.
Gute Seite, guter Titel und gute Übersicht mit mir teils noch unbekannten Tools.
How much would it cost to store every phone call in the USA?
Nach Gerüchten, dass alle Telefonate in den USA aufgezeichnet werden, hat hier mal jemand die Kosten überschlagen und sagt: kein Problem. Erschreckend. (via Waxy)
Autoren außer Kontrolle
Politiker diesseits und jenseits des großen Teichs tauschen seit einigen Jahren sehenden Auges unsere Freiheit gegen eine vage Wunschvorstellung von Schutz vor irgendeinem Hirngespinst ein. Und unsere täglich (und gerne) verwendete Technik macht es ihnen einfacher denn je. Nun kann man sich der filmischen Kritik dieser Totalüberwachung auf die äußerst unterhaltsame und dementsprechend viel schwerer zu vermittelnde Art und Weise nähern, wie es die Coens dieser Tage getan haben, oder man geht den einfacheren Weg und produziert einen rasanten, erfolgsgarantierten Action-Kracher á la Eagle Eye.
In Eagle Eye setzt man dabei auf bewährte Handlungsmuster: 08/15-Typ Jerry sieht sich urplötzlich in eine Verschwörung um seine Person verzettelt. Seine Flucht vor FBI und Militärs wird dabei von einer unbekannten Frauenstimme, die scheinbar sämtliche Technik fernzusteuern weiß, per Handy koordiniert. Die Telefonstimme lässt Jerry auf Rachel treffen, die ebenfalls von der Telefonstimme kontrolliert wird. Zusammen sollen sie verschiedene (terroristische?) Aktionen für die Unbekannte durchführen. Doch – oh Wunder – nichts scheint wie es ist und Gut und Böse verschwimmen…
Die größte Leistung des Films ist noch sein Umgang mit dem amerikanischen Patriotismus. Erst gut, dann böse, dann wieder gut. Aber dann, klar, sowas von gut. Alle (!) anderen Handlungsmuster und -motive haben die Autoren woanders ausgeliehen. Beispielsweise bei Staatsfeind Nr. 1, Auf der Flucht, 2001, I, Robot und, ja, WALL-E. Es ist als hätte man Eagle Eye schon mal gesehen, was ja nicht unbedingt ein negativer Kritikpunkt sein muss. Was hingegen unbedingt der negativen Kritik bedarf, ist, mit welcher Konsequenz hier das technische Machbare ignoriert wird. Oder glaubt wirklich jemand, dass Kräne auf einem Schrottplatz über ein Netzwerkkabel verfügen, so dass man sie fernsteuern könnte? Während es der Telefonstimme auf der einen Seite möglich ist, Autos fernzusteuern, Starkstromkabel punktgenau platziert zum Platzen zu bringen und Töne aus Kaffeesatz zu lesen, so kann sie auf der anderen Seite digitale Türschlösser nicht dauerhaft verriegeln und ist prinzipiell machtlos gegen jeden Knopfdruck. Eagle Eye ist so unrealistisch, dass es keinen Spaß mehr macht. Wenn man sieht, dass Eagle Eye bei Online(!)publikationen wie Moviemaze und Filmstarts satte 70 Prozent beziehungsweise 7 von 10 Punkten bekommen hat, dann liegt die Vermutung nahe, dass deren Redaktionen noch in die Tasten analoger Schreibmaschinen hauen und beim ehrfürchtigen Anblick eines elektrischen Dosenöffners glauben, dass in Zukunft alles möglich ist.
Hätte man sich konsequent dem Trash verschrieben – oder gleich einen vernünftigen Film gemacht -, mein Urteil hätte deutlich besser ausgesehen. So bleibt Eagle Eye aber nur ein durchschnittlich unterhaltsamer, unterdurchschnittlich glaubwürdiger RTL-Sonntagabend-Streifen, der immerhin beim 12 jährigen Sohn von Max Mustermann Gefallen finden wird.
Shit happens
Lasst die Finger von der Volksbank! Da dürft ihr nicht mal drin randalieren oder mit bekackten Schuhen durchlaufen, ohne dass die euch per Videoüberwachung identifizieren und euch euer Fehlverhalten (und das eurer Kinder! Und Kindeskinder!) in Rechnung stellen. (via)
Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Banken fast genauso verabscheue, wie unsere allgegenwärtige Überwachung, Softwarepatente und Gurken?


