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A Knight of the Starfleet Academy

Meine Frau, nachdem wir gerade die Eröffnung von »A Knight of the Seven Kingdoms« gesehen haben: „Hast du schon einen Blogeintrag für heute1? Schreib doch über die Serie – wobei: Das ist nur nen Tweet wert.“

Ich bin hin und her gerissen. Zunächst wirkt es schön klein (dank des Marvel-Overkills bin ich froh, wenn es nicht immer weltverändernd-fantastisch wird) und klamaukig (auf die gute und schlechte Art). Mal sehen, aber das HBO-Max-Abo ist ohnehin fürs Erste bezahlt.

»Starfleet Academy« hat derweil mit den ersten zwei Episoden eröffnet, die ebenfalls irgendwo zwischen gut (Holly Hunter) und oh really („Fischpenis“) verweilen. „Der Brand“ bleibt natürlich nicht nur eine handlungs­technische sondern auch eine erzählerische Katastrophe. Ansonsten schlägt hier wie oben das Franchise erst mal jeden Zweifel. Es ist Star Trek; nicht das Beste, aber eben auch nicht das schlechteste Star Trek.

  1. Tag 19 und bisher funktioniert es noch. []

»Tulsa King« – Staffel 3 – Sylvester Stallones Oklahoma-Mafia-Soap bleibt ihrem jährlichen Ver­öffent­lichungs­rythmus treu und ich meiner jährlichen Kurz­einordnung (hier Staffel 2, hier Staffel 1): Der Downer aus dem Finale der zweiten Staffel wird okayisch gelöst, ansonsten gibt’s „more of the same“. Nicht mehr und nicht weniger. Alles schon gesehen, aber mittler­weile hat man (lies: ich) einen Sweetspot für diese Klein­gangster­truppe. Wenn ihr Staffel 2 geguckt habt, es mochtet und mal eben Zeit für zehn weitere Episoden habt, weiterschauen. Ansonsten kann man hier aussetzen. Staffel 4 sollte dann allerdings ein bisschen mehr kommen lassen.1  

  1. Ansonsten kann ich hier schon ein Rating von 2,5 von 5★ prognostizieren: bisher ging’s immer um einen halben Stern runter. []

The Scully Effect

The character [Dana Scully] is believed by some to have initiated a phenomenon referred to as „The Scully Effect,“ as the character’s role as a medical doctor and FBI Special Agent inspired many young women to pursue careers in science, medicine, engineering, and law enforcement, and as a result brought a perceptible increase in the number of women in those fields.

Gillian Anderson bestätigte während der San Diego Comic Con 2013, dass sie das auch wahrnahm:

We got a lot of letters all the time, and I was told quite frequently by girls who were going into the medical world or the science world or the FBI world or other worlds that I reigned, that they were pursuing those pursuits because of the character of Scully. And I said, ‚Yay!'“

Was wir alle eh schon wissen, zeigt sich also auch hier: Representation matters!

Und, nun ja, wenn die jungen Frauen ähnlich engagierte und integere Agentinnen wie Scully geworden sind, wurden sie vermutlich längst von Trumps Truppen entlassen – aber das ist ein anderes Thema. (via @supergarv’s RT of @marble)

Dana Scully - Wikipedia | OpenGraph Preview Image
en.wikipedia.org

Dana Scully - Wikipedia

Dana Katherine Scully, M.D., is a fictional character and one of the two protagonists in the Fox science-fiction, supernatural television series The X-Files, played by Gillian Anderson.

📺 Die ersten zwei Folgen von »The Studio« auf Apple TV+ waren schon mal großartig. Seth Rogen als Hollywood-Studioboss, der versucht Kunst und Kommerz unter einen Hut zu bringen, und sich dabei Seth-Rogen-typisch selbst im Weg steht.

Update, 27.05.: Setzt sich auch in den nächsten acht Folgen so fort. Hervor­ragende (!) Serie für alle Filmenthusiasten und Rogen-Fans.  

»Tulsa King« – Staffel 2 – Gute Fortsetzung der sehr gelungenen ersten Staffel, die nun ein bisschen mehr Mafia-Alltag mit all ihren Problemen (a.k.a. andere Mafiosi) zeigt. Nach dem Showdown in der vorletzten Episode kommt es allerdings zu einem eher unterirdischen Finale, das einen an Positionierung der dritten Staffel zweifeln lässt. Warten wir mal ab.  

Trailer zu »Star Wars: Skeleton Crew«

 
(YouTube Direktlink)

Goonies im Weltraum, startet am 03.12. auf Disney+.

Bevor es mit dem Star Wars Real-Film-Serienuniversum richtig los ging, war es ja eigentlich schon zu Ende: Nach den sehr guten, ersten beiden Staffeln von »The Mandalorian« folgte mit dem katastrophalen »Book of Boba Fett«, einem unterdurchschnittlichen »Obi-Wan«1, dem überschätzten, aber besseren »Andor« und dem von furchtbar zu immerhin-ganz-nett avancierten »Ahsoka«2 nur maximal durchschnittliche Streaming-Dienst-Lückenfüller. (»The Acolyte« habe ich noch nicht mal anfangen; erzählt das meinem früheren Ich…)

Ob Spielberg-Faces da Abhilfe schaffen, wage ich zu bezweifeln, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Auch wenn alles in mir schreit: Was soll das? So funktioniert das nicht! 08/15-Vorstadtkids in Star Wars sind immer noch Vorstadtkids in einer weit, weit entfernten Galaxis!

  1. Ausnahmen bestätigen hier die Regel: Hayden Christensen, die kleine Leia und die Force-Pull-Raumschiff-Szene waren groß! []
  2. Auch hier: Christensen! []

Ironic Sans über »‘Til Death«: This sitcom got WEIRD when nobody watched it

 
(YouTube Direktlink)

The FOX sitcom „Til Death“ was so bad that nobody watched it. But a fluke in the TV business meant that it needed to stay on the air for one more season. So with no audience and no stakes, the writers got really weird.

David Friedman von Ironic Sans hat sich die Sitcom »‘Til Death« angesehen, die hierzulande »Ehe ist…« hieß, und von 2006 bis 2010 mit eher durchwachsenen Quoten lief. Aus Gründen wurde die Serie dennoch für vier Staffeln am Leben gehalten – bei praktisch keinen Zuschauern. Was die Macher ermutigte etwas experimenteller an das Format heran zu gehen.

Meine bessere Hälfte und ich haben »Ehe ist…« damals tatsächlich verfolgt und konnten nicht glauben, was wir da zu sehen bekamen: Eine solide Sitcom, die immer weiter abdreht. Alles hieran hätte eine Katastrophe sein können (und irgendwie war es das auch), aber dennoch war es fantastisch. Eine Erkenntnis zu der auch David trotz allen kommt:

It was both a giant mess and a surreal masterpiece.

Die Serie solltest ihr nicht nachholen, das Video lohnt sich trotzdem. Im begleitenden Blogpost beschreibt er zudem, wie er ChatGPT genutzt hat, um der Masse an Episoden Herr zu werden.

»Tulsa King« – Staffel 1 – Gangster-Serie mit dem gealterten Sly, der nach 25 Jahren Gefängnis von seiner Mafia-Familie in die Titel gebende Stadt in Oklahoma verbannt wird, wo er sich langsam Crew & Business aufbaut. Klingt nicht nur, aber allen voran für Stallone-Fans charmant und genau nach dem, was man sich von einem höher semestrigen Actionstar wünscht.

Und das passt erfreulicherweise wie die sprich­wörtliche Faust auf’s Auge, während es Platz für tolle Figuren neben Stallone lässt. Zu Beginn (wie Sly) etwas schwerfällig, nimmt es später immer weiter Fahrt auf. Positive Überraschung, freue mich auf Staffel 2!  

»Silo« Staffel 1 nach langer Unterbrechung doch noch zu Ende geguckt. Unterbrechung weil nach dem guten Start so viel Spannung rausge­nommen wurde, dass es war als würde man selbst seit Jahrzehnten in einem eintönigen Silo leben. Die letzten Episoden dann wieder deutlich besser. Bonuspunkt für mich: Ausgang frühzeitig richtig erraten. Insgesamt: