Ihr erinnert euch an Metas KI-Brillen, die intime Aufnahmen an externe Mitarbeiter weiterleiten? Ja, stellt sich heraus, dass es für genau diese Meta Ray-Bans einen Schwarzmarkt gibt, der den LED-Indikator, der nach außen signalisiert, dass gerade aufgenommen wird, entfernt. Für 50-100$. So Joanna Stern, die zuletzt mit ihrem eigenen, neuen Channel gestartet ist, in ihrem neuesten Video:
#privatsphäre (14)
Little Snitch for Linux
Der von mir schon ewig1 genutzte und geschätzte Mac-Netzwerkmonitor Little Snitch ist für Linux erschienen. Das ist sehr gut, denn ohne Zweifel würde ich an dem Tag, wo ich kein macOS mehr nutze, wohl ein Linux-Nutzer werden.
Genau das hat sich nämlich auch Christian von Little-Snitch-Entwickler Objective Development gedacht, als er zuletzt auf Linux unterwegs war, wie er im passenderweise „Because nothing else came close“ betitelten Blogeintrag zum Release schreibt.
Little Snitch for Linux ist kostenlos und „will stay that way“ (!) und ist, wie er schreibt, hauptsächlich ein Privacy-Tool und nicht wie unter macOS ein Security-Tool.
- Ich wünsche viel mehr Menschen, die Befriedigung zu erfahren, die daraus entsteht, einen eigenen Blogeintrag nach über einem Jahrzehnt, verlinken zu können, weil noch irgendwie relevant. [↩]
Little Snitch for Linux
Discover powerful applications such as Little Snitch Mini, Little Snitch, LaunchBar and Micro Snitch.
Intime Aufnahmen von Metas KI-Brillen werden durch externe Mitarbeitende gesichtet
Die schwedischen Tageszeitungen Göteborgs-Posten und Svenska Dagbladet haben in einer umfassenden Recherche problematische Datenschutzrisiken bei der Verwendung von Metas neuen Ray-Ban-KI-Brillen aufgedeckt. […] Tausende Mitarbeiter der Datenannotationsfirma Sama [hatten] private Aufnahmen manuell verarbeitet.
Golem verweist auf die oben verlinkte englischsprachige Version der Recherche, die offenbart, wie Mitarbeitende in Kenia die Aufnahmen, die halt alles aus dem menschlichen Alltag zeigen können, sichten und Objekte in den Aufnahmen verschlagworten, um die KI-Systeme entsprechend zu trainieren.
Wenig überraschend, aber abermals „schön“, sich das ins Gedächtnis zu rufen. Gibt es eigentlich schon einen Glasshole-ähnlichen Begriff für Meta-Brillen-Tragende?
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Update, 16.03.: Wie 404Media berichtet (hier als Paywall-freie archive.is-Kopie, aber ihr wisst ja Bescheid über die Seite) hat der Soziologe und Hobby-Entwickler Yves Jeanrenaud eine Warn-App für Smart Glasses gebaut, die per Bluetooth die Kennungen der Geräte scannt und im Fall des Auftauchens in der Nähe eine entsprechende Warnung per dringlicher Notification anzeigt. Die App mit dem Namen „Nearby Glasses“ ist hier im Play Store und hier auf Github zu finden.
She Came Out of the Bathroom Naked, Employee Says
Bank details, sex and naked people who seem unaware they are being recorded. Behind Meta’s new smart glasses lies a hidden workforce, uneasy about peering into the most intimate parts of other people’s lives.
“WhatsApp kann Nachrichten doch lesen? Moment, bitte!”
Michael beschreibt, was es mit der Meldung von ProPublica auf sich hat, wonach Facebook weltweit rund tausend Mitarbeiter unterhält, die die eigentlich verschlüsselten WhatsApp-Chats mitlesen.
Nämlich nicht viel. Tatsächlich ist das Vorgehen von Facebook an dieser Stelle ausnahmsweise mal lobens- und für andere Dienste nachahmenswert.
The Instagram ads Facebook won’t show you

Großartiger Marketing-Stunt vom Messenger-Dienst Signal, der gerade zurecht rumgereicht wird: Signal wollte demnach auf Instagram Anzeigen schalten, die den Detailgrad der Datenerfassung von Nutzern für diese sichtbar machen sollte. Was Instagram-Besitzer Facebook natürlich nicht erlaubte…
The way most of the internet works today would be considered intolerable if translated into comprehensible real world analogs, but it endures because it is invisible.
Facebook is more than willing to sell visibility into people’s lives, unless it’s to tell people about how their data is being used. Being transparent about how ads use people’s data is apparently enough to get banned; in Facebook’s world, the only acceptable usage is to hide what you’re doing from your audience.
The Instagram ads Facebook won't show you
Companies like Facebook aren’t building technology for you, they’re building technology for your data. They collect everything they can from FB, Instagram, and WhatsApp in order to sell visibility into people and their lives. This isn’t exactly a secret, but the full picture is hazy to most...
1.1.1.1 – the Internet’s fastest, privacy-first DNS resolver
Der CDN-Dienstleister Cloudflare hat am 1. April1 einen eigenen DNS-Service mit Fokus auf Geschwindigkeit und Datenschutz gestartet. (via mkln)
- „Nearly every media briefing I did this week ahead of the launch the reporter made me swear that this wasn’t a joke. And it’s not. I swear.“ – Announcement-Blogpost. [↩]
Dateiname LOG.TXT – Recherche zur Keylogger-Affäre in der taz
Anfang 2015 kam heraus, dass Computer in der taz mehr als ein Jahr lang ausgespäht wurden. Die Recherche zum Fall führt bis nach Asien.
Medienkrimi-Longread.
Warum Edward Snowden keine Zeitungen abonnieren würde
Die Krautreporter Theresia Enzensberger und Hannes Grassegger berichten am Beispiel der „Zeit“ darüber wie Zeitungsverlage die Daten ihrer Abonnenten weiterverkaufen (Hintergrund ist diese Studie zur „kommerziellen digitalen Überwachung im Alltag“ des österreichischen Netzforschers Wolfie Christl):
Während die Redaktion der „Zeit“ seit Jahren engagiert gegen den Datendiebstahl durch Geheimdienste anschreibt und über die Gefahren des Missbrauchs persönlicher Daten aufklärt, bietet der Verlag des Blattes seine eigenen Kundendaten auf dem freien Markt an. 374.900 Leser der „Zeit“ hat AZ Direct auf Lager, Mindestabnahmemenge 10.000.
WhatsApp führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein
Passend zum letzten, schon – sorry, sorry1 – fast zwei Wochen zurückliegenden Blogeintrag kam heute diese überraschende Nachricht. Demnach setzt WhatsApp nun in der Android-App auf die TextSecure-Technik von Open Whisper Systems, die in der EFF-Scoring-Card die volle Punktzahl erreicht. Natürlich gibt’s noch ein paar altbekannte Haken (Medien werden z.B. noch nicht verschlüsselt), aber das ist ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich freue mich jetzt schon auf die iOS-Integration, kann ich so doch auch endlich ohne mit ein bisschen weniger Unbehagen mit meinen Android-Freunden kommunizieren.
WhatsApp rolls out end-to-end encryption using TextSecure code
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Secure Messaging Scorecard
Die EFF hat die Sicherheitsaspekte verschiedener Messaging-Apps und -Dienste gegenüber gestellt. iMessage und Facetime schneiden ganz gut ab, ebenso Threema (meine ID steht hier). Hauptsache ist, ihr kehrt dem Facebook-Konglomerat den Rücken zu. Blaue Häkchen hin oder her.