#privatsphäre (12)

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Intime Aufnahmen von Metas KI-Brillen werden durch externe Mitarbeitende gesichtet

Die schwedischen Tageszeitungen Göteborgs-Posten und Svenska Dag­bladet haben in einer umfassenden Recherche problematische Daten­schutz­risiken bei der Verwendung von Metas neuen Ray-Ban-KI-Brillen aufgedeckt. […] Tausende Mitarbeiter der Daten­annotations­firma Sama [hatten] private Aufnahmen manuell verarbeitet.

Golem verweist auf die oben verlinkte englischsprachige Version der Recher­che, die offenbart, wie Mitarbeitende in Kenia die Aufnahmen, die halt alles aus dem mensch­lichen Alltag zeigen können, sichten und Objekte in den Auf­nahmen ver­schlag­worten, um die KI-Systeme entsprechend zu trainieren.

Wenig überraschend, aber abermals „schön“, sich das ins Gedächtnis zu rufen. Gibt es eigentlich schon einen Glasshole-ähnlichen Begriff für Meta-Brillen-Tragende?

Screenshot der Android-App „Nearby Glasses“ mit einer Warnmeldung, dass sich vermutlich Smart Glasses in der Nähe befinden. Angezeigt werden ein unbekanntes Gerät, eine Signalstärke von -70 dBm sowie ein Hinweis auf „Meta Platforms, Inc.“ als erkanntes Unternehmen.

Update, 16.03.: Wie 404Media berichtet (hier als Paywall-freie archive.is-Kopie, aber ihr wisst ja Bescheid über die Seite) hat der Soziologe und Hobby-Entwickler Yves Jeanrenaud eine Warn-App für Smart Glasses gebaut, die per Bluetooth die Kennungen der Geräte scannt und im Fall des Auftauchens in der Nähe eine entsprechende Warnung per dringlicher Notification anzeigt. Die App mit dem Namen „Nearby Glasses“ ist hier im Play Store und hier auf Github zu finden.

She Came Out of the Bathroom Naked, Employee Says | OpenGraph Preview Image
svd.se

She Came Out of the Bathroom Naked, Employee Says

Bank details, sex and naked people who seem unaware they are being recorded. Behind Meta’s new smart glasses lies a hidden workforce, uneasy about peering into the most intimate parts of other people’s lives.

“WhatsApp kann Nachrichten doch lesen? Moment, bitte!”

Michael beschreibt, was es mit der Meldung von ProPublica auf sich hat, wonach Facebook weltweit rund tausend Mitarbeiter unterhält, die die eigentlich verschlüsselten WhatsApp-Chats mitlesen.

Nämlich nicht viel. Tatsächlich ist das Vorgehen von Facebook an dieser Stelle ausnahmsweise mal lobens- und für andere Dienste nachahmenswert.

The Instagram ads Facebook won’t show you

Großartiger Marketing-Stunt vom Messenger-Dienst Signal, der gerade zurecht rumgereicht wird: Signal wollte demnach auf Instagram Anzeigen schalten, die den Detailgrad der Datenerfassung von Nutzern für diese sichtbar machen sollte. Was Instagram-Besitzer Facebook natürlich nicht erlaubte…

The way most of the internet works today would be considered intolerable if translated into comprehensible real world analogs, but it endures because it is invisible.

Facebook is more than willing to sell visibility into people’s lives, unless it’s to tell people about how their data is being used. Being transparent about how ads use people’s data is apparently enough to get banned; in Facebook’s world, the only acceptable usage is to hide what you’re doing from your audience.

The Instagram ads Facebook won't show you | OpenGraph Preview Image
signal.org

The Instagram ads Facebook won't show you

Companies like Facebook aren’t building technology for you, they’re building technology for your data. They collect everything they can from FB, Instagram, and WhatsApp in order to sell visibility into people and their lives. This isn’t exactly a secret, but the full picture is hazy to most...

1.1.1.1 – the Internet’s fastest, privacy-first DNS resolver

Der CDN-Dienstleister Cloudflare hat am 1. April1 einen eigenen DNS-Service mit Fokus auf Geschwindigkeit und Datenschutz gestartet. (via mkln)

  1. „Nearly every media briefing I did this week ahead of the launch the reporter made me swear that this wasn’t a joke. And it’s not. I swear.“ – Announcement-Blogpost. []

Warum Edward Snowden keine Zeitungen abonnieren würde

Die Krautreporter Theresia Enzensberger und Hannes Grassegger berichten am Beispiel der „Zeit“€ darüber wie Zeitungsverlage die Daten ihrer Abonnenten weiterverkaufen (Hintergrund ist diese Studie zur „kommerziellen digitalen Überwachung im Alltag“ des österreichischen Netzforschers Wolfie Christl):

Während die Redaktion der „Zeit“ seit Jahren engagiert gegen den Datendiebstahl durch Geheimdienste anschreibt und über die Gefahren des Missbrauchs persönlicher Daten aufklärt, bietet der Verlag des Blattes seine eigenen Kundendaten auf dem freien Markt an. 374.900 Leser der „Zeit“ hat AZ Direct auf Lager, Mindestabnahmemenge 10.000.

WhatsApp führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein

Passend zum letzten, schon – sorry, sorry1 – fast zwei Wochen zurück­liegenden Blogeintrag kam heute diese überraschende Nachricht. Demnach setzt WhatsApp nun in der Android-App auf die TextSecure-Technik von Open Whisper Systems, die in der EFF-Scoring-Card die volle Punktzahl erreicht. Natürlich gibt’s noch ein paar altbekannte Haken (Medien werden z.B. noch nicht verschlüsselt), aber das ist ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich freue mich jetzt schon auf die iOS-Integration, kann ich so doch auch endlich ohne mit ein bisschen weniger Unbehagen mit meinen Android-Freunden kommunizieren.

  1. Ich habe derzeit viel um die Ohren. Unter anderem arbeite ich an einem neuen, noch geheimen Projekt, das schon bald das Licht der digitalen Welt erblicken soll und bei der hiesigen Leserschaft sicherlich für Freude sorgen wird. Ihr dürft gespannt sein! []
WhatsApp rolls out end-to-end encryption using TextSecure code | OpenGraph Preview Image
theverge.com

WhatsApp rolls out end-to-end encryption using TextSecure code

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