#pixelart (28)

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China wird verpixelt

Die Chinesen sind schon ein komisches (as in merkwürdiges, not in lustiges) Völkchen. Das liegt weniger an den dort lebenden Menschen als vielmehr an den dort Regierenden. Denn die sind so gut drauf, dass sie für fragwürdige Großprojekte schon mal zwei Millionen Menschen zwangsumsiedeln oder zwei Tage nach der vielleicht größten atomaren Katastrophe aller Zeiten den Bau dutzender neuer Atomkraftwerke beschließen. Mit nichts was zu tun, könnte man da denken – aber nein, wie wir alle wissen, versteht die Kommunistische Partei in Sachen Internet so rein gar keinen Spaß. Auch und gerade nicht bei Google Maps.

Und genau deshalb hat man Baidu, dem hauseigenen Google-Klon, kurzerhand einen eigenen Kartendienst spendiert hat, der es in sich hat. Da Satellitenbilder im Land der Mitte aus offensichtlich Gründen natürlich gar nicht gehen, macht man aus der Not eine Tugend: Chinas größte Städte gibt’s nicht von oben aufgenommen, sondern nur als gigantische 3D-Pixel-Art-Karte. Das sieht nicht nur so aus als hätte man bei Baidu viel zu viel (raubkopiertes) Sim City gespielt, sondern lässt auch hiesige Pixelschubser, wie etwa die von mir sehr geschätzten Herren eBoy mit ihren nur 1200×800 Pixel großen Pixelstädten, sehr alt aussehen. Lustigerweise sollen diese chinesischen Pixelkarten auch noch extrem detailliert sein, berichten Ortsansässige.

Also, screw you, Google Street-Hybrid-Whatever-View! Ich verlange sofort ein derartiges Pixelmodell von Köln!

Und wenn ihr selbst durch’s verpixelte China scrollen wollt und des Hochchinesischen nicht mächtig seid, vermittelt euch diese Grafik wann ihr wo bei map.baidu.com klicken müsst. Und wer ein verpixeltes Arbeitslager findet, darf es behalten postet es bitte in die Kommentare. 😀 (via Gizmodo)

Pixel-Kunst zum Selbermachen


Bei Motifo kann man sich für umgerechnet rund 42 Euro mit 1296 Pixel-Magneten eindecken, durch die sich etwa der hauseigene Kühlschrank zum Pixel-Kunstwerk umgestalten lässt. Dafür gibt’s auf der Motifo-Webseite verschiedene Vorlagen, die verraten, wie man das Pixel-Wirrwarr anzuordnen hat, damit daraus zum Beispiel der Governator, Audrey Hepburn, Gene Simmons oder Der Schrei wird.

Kings of Power 4 Billion %

Ich bin ja ein großer Freund von Pixel-Kunst jeder Art und älterer 2D-Pixel-Videospiele wie Metal Slug1 & Co. Klar, dass ich auch schon immer die Arbeiten von Paul Robertson gut fand (ich könnte schwören, ich hätte den Mann schon mal verlinkt, aber ich kann nichts finden).


Jedenfalls hat Robertson vor rund zwei Monaten seinen 12 Minuten langen Animationsfilm „Kings of Power 4 Billion %“ veröffentlicht, der das Herz eines jeden Pixel-Enthusiasten, der auf asiatische, gewalttätige Skurrilitäten steht, höher schlagen lässt. Genial, mehr kann man dazu fast nicht sagen. Wäre ich in einer entsprechenden Position, ich würde Robertson mit Geld überschütten und ihn eine TV-Serie in diesem Stil produzieren lassen. Oder einen Kinofilm. Das ist einfach zu gut! – Und das wiederum wirft die Frage auf, warum ich mir den Kurzfilm erst jetzt angesehen habe, wo doch die ganze Konkurrenz die ganzen Kollegen schon drüber berichteten. Gute Frage, manchmal brauch ich wohl einfach nen Arschtritt.

Aber jetzt schlagt euch nicht mit meinem Geblubber rum, sondern ladet euch die 300MB kleine AVI-Datei der Kings of Power und streamt das Ding auf euren Fernseher, traut euren Augen nicht und dreht euch epileptisch auf dem Boden. (Ja, es gibt auch eine YouTube-Version, aber die wird der Sache nicht gerecht.)

  1. War ja klar: Gerade erscheint Metal Slug 1 für die Virtual Console, da habe ich meine Wii verliehen. Na ja, bleibt mir immer noch Teil 3 für die Xbox. []

The Diesel Sweeties PDF Collection


Weil’s ja auch bei Radiohead und Nine Inch Nails funktioniert hat, veröffentlicht rstevens zur Feier des 2000. Webcomics von Diesel Sweeties sämtliche Pixelstorys als PDFs! Es wird zehn „eBooks“ mit je 200 Webcomics geben – alles frei verfügbar unter Creative Commons. Spätestens mit nach dem Release eines ordentlichen stand alone PDF-Betrachers für iPhone und iPod sind die DS-Comics Gold wert und man ist in Bahnfahrten auf Jahre beschäftigt. Mehr dazu in seinem Blogeintrag.

I ? Sega

Ich hab’s geliebt: Mega Drive an und als erstes ein nettes Sega-Logo passend zum Spiel (zumindest meistens). Dazu der unverwechselbare Jingle und einem wunderbaren Spielerlebnis stand nichts mehr im Weg. Hier ein Video mit 143 Sega-Logos.

[ Ein Blogeintrag aus der Rubrik „Eay schreibt so lange über seine Lieblingsthemen bis der gemeine Leser denkt, es wären seine eigenen Lieblingsthemen“ (weswegen er ja hier ist). ]

[ Geklaut – ein mal mehr – bei Nerdcore. Man darf sich fragen, woher der Mann die Zeit nimmt: Blogeinträge noch und nöcher schreiben, dutzende Links finden und neu verpacken, leben und arbeiten, Feierabendbierchen trinken et cetera perge, perge. ]