#netzkultur (561)

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IMG_0001, Viewer für YouTube-Videos, die zwischen 2009 und 2012 über die „Send to YouTube“-Funktion von iPhone-Usern hochgeladen wurden

Between 2009 and 2012, iPhones had a built-in „Send to YouTube“ button in the Photos app. Many of these uploads kept their default IMG_XXXX filenames, creating a time capsule of raw, unedited moments from random lives.

Das ist großartig: Ben Wallace hat einen Blogeintrag über die „Send to YouTube“-Funktion geschrieben, die von 2009 (iPhone 3GS!) bis 2012 in der damals noch von Apple selbst gebauten YouTube-App enthalten war. Die prominente Plaztierung von iPhone OS 3 (!) bis iOS 5 sorgte dafür, dass Millionen von iPhone-Nutzern ihre Videoaufnahmen in alle Öffentlichkeit hochgeladen haben – und bis heute mit einer Handvoll Views sichtbar bleiben. In iOS 6 wurde Apples YouTube-App dann entfernt, ebenso die Sharing-Funktion aus der Photos-App.

Riley Walz hat nun all diese Videos, die iPhone-typisch mit IMG_0001 bis IMG_9999 benannt sind, gecrawled und diesen Viewer in Homevideo-Optik dafür gebaut, was wie eine kleine Zeitreise wirkt. Die unbearbeiteten und oftmals vermutlich unbeabsichtigt veröffentlichen Videos geben einen kurzen, heute ungewöhnlichen Einblick in das Leben Fremder. So wie Social Media früher halt war. (via Waxy)

IMG_0001 | OpenGraph Preview Image
walzr.com

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Inspired by Ben Wallace, I made a bot that crawled YouTube and found 5 million of these videos! Watch them below, ordered randomly.

Introducing ChatGPT Search

ChatGPT jetzt mit Web-Suche. Meine ersten Tests waren überaus zufriedenstellend. Nur dass die Suche bisher über einen Search-Toggle aktiviert werden muss, verwundert noch. Vermutlich aber auch nur eine Frage der Zeit bis das LLM selbst entscheidet, ob es genügend Informationen hat oder eine Web-Suche tätigen möchte. Siehe Update unten, ist bereits so.

Das ChatGPT-nutzende Bing macht das natürlich schon ewig, aber die Suchfunktion nun auch im extrem populären chatgpt.com unterzubringen, dürfte vermutlich den ein oder anderen in Mountain View beunruhigen.

Update, 01.11.: Ha, der Toggle ist optional. ChatGPT entscheidet bereits auf Basis des Prompts, ob es aktuelle Infos aus dem Web braucht, wie Casey Newton von Platformer (mich) heute aufklärt:

This is why you don’t even have to tell ChatGPT to search the web, if you don’t want to: the bot will consider whether it should check web results whenever you make a query, and if it decides it needs real-time information, it will search the web accordingly. You can also tell ChatGPT to search for you manually, but OpenAl knows that ideally you shouldn’t have to.

This is a milestone in the history of the internet: OpenAl has begun to abstract away the search engine — the economic foundation of the entire web — into a modular component of the thing that will ultimately replace it.

Bluesky announces Series A to grow network of 13M+ users

Speaking of Bluesky: Dort hat man 15 Millionen US-Dollar an Venture Capital eingesammelt, um Protokoll/Plattform/App weiter ausbauen zu können. Halbwegs kritisch sieht man dann auch den führenden Investor, so dass man sich scheinbar gezwungen sah, sich gleich vom Crypto-Markt loszusagen:

Our lead, Blockchain Capital, shares our philosophy that technology should serve the user, not the reverse — the technology being used should never come at the expense of the user experience. […] This does not change the fact that the Bluesky app and the AT Protocol do not use blockchains or cryptocurrency, and we will not hyperfinancialize the social experience (through tokens, crypto trading, NFTs, etc.).

Stattdessen möchte man wohl wieder auf Creator-Payments setzen:

Part of our plan includes building payment services for people to support their favorite creators and projects.

Auch wenn ich so meine Probleme mit Bluesky habe1, bleibt unbestreitbar, dass das sehr fähige Team um Jay Garber sehr viel richtig macht. Bluesky ist auch eine Public Benefit Corporation, aber dass VC-Money langfristig zu Problemen führt, haben wir jetzt halt schon zu oft beobachten können.

Eugen Rochko, seineszeichens Mastodon-Gründer, daher einen Tag nach dem Bluesky-Announcement (ohne dieses direkt zu referenzieren):

Mastodon is financed by crowdfunding instead of venture capital not because we don’t know that venture capital exists, not because we don’t have bills to pay, and not because venture capital isn’t willing to give money to new social media platforms. VCs don’t want a sustainable business, they want a big exit. Every VC-backed business is on a timer to deliver or die.

(Fettung von mir.)

Crypto-Kritikerin Molly White (vorher auf eay.cc mit We need to talk about digital ownership) fasst den Bluesky-Blogpost daher gut zusammen:

„in conclusion, we truly believe these leopards won’t eat our face.
love, bluesky“

Warten wir mal ab. Bei Twitter hat es 16 Jahre gedauert.

  1. Das AT-Protokoll ist m.E. ein Fehler, der die Plattform außergewöhnlich komplex und inkompatibel zu ActivityPub macht. []
Bluesky Announces Series A to Grow Network of 13M+ Users - Bluesky | OpenGraph Preview Image
bsky.social

Bluesky Announces Series A to Grow Network of 13M+ Users - Bluesky

Bluesky now exceeds 13 million users, the AT Protocol developer ecosystem continues to grow, and we’ve shipped highly requested features like direct messages and video.

The Internet’s Homepage

How Digg helped invent the social internet

Interview mit Kevin Rose bei The Verge über die Historie, den Einfluss und eine mögliche Zukunft von Digg.com (Spoiler: wie er schon in der Diggnation-Reunion verraten hat, ist nicht klar, wem die Domain heutzutage gehört; er würde sie weiterhin gerne zurückkaufen).

The internet’s homepage | OpenGraph Preview Image
theverge.com

The internet’s homepage

Kevin Rose talks the history, legacy, and maybe future of Digg.

The Disappearance of an Internet Domain

How geopolitics can alter digital infrastructure

Gareth Edwards (der Autor, nicht der Filmemacher) darüber, wie die Rückgabe des Chagos-Archipel von Großbritannien an Mauritius das Ende der beliebten .io-Domain bedeuten könnte (.io steht für „British Indian Ocean Territory“). Dies zeigt, wie geopolitische Veränderungen die digitale Infrastruktur beeinflussen, ähnlich wie beim Fall der .su-Domain nach dem Zerfall der Sowjetunion oder .yu von Jugoslawien.1

  1. Die Wikipedia-Links hier sind übrigens ein interessanter Indikator für die unterschiedliche Qualität der Sprachversionen. Ich verlinke daher übrigens immer auf die bessere, wenn ich die Wahl zwischen Deutsch und Englisch habe. []
The Disappearance of an Internet Domain | OpenGraph Preview Image
every.to

The Disappearance of an Internet Domain

How geopolitics can alter digital infrastructure

XOXO 2024 Videos

Die Veröffentlichung der Aufzeichnungen der Talks des letzten XOXO Festivals, das im August in Portland stattfand, hat begonnen:

✨📺 The talk videos for the final XOXO are here, publishing two per day all this week. You can watch them on our site: xoxofest.com/2024/videos/

Or to get notified, subscribe to our YouTube channel and turn on notifications. youtube.com/xoxofest

Update, 15.10.: Im XOXO-Archiv finden sich nun alle Talks. Andy Baio hat in seinem Blog nochmal ein Resümee gezogen.