#musikvideo

POL1Z1STENS0HN a.k.a. Jan Böhmermann – Ich hab Polizei

Man sollte ja wieder viel öfter das Offensichtliche – Dinge, die einem gefallen, aber die eh schon jeder aus der eigenen Filter Bubble, aber dann einer vielleicht doch nicht, kennt – empfehlen. Blogging like it’s 2005, sozusagen.

Eines dieser Dinge wäre dann das Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann, das Anfang des Jahres im ZDF (Neo) gerelauncht wurde und das seitdem jede Woche mein komödiantisches Fernseh­unterhaltungs­highlight darstellt.

Stellvertretend für William Cohn und all die Großartigkeiten, die einen da Woche für Woche in der Sendung erwarten, möchte ich euch im aktuellen Empfehlungsbeitrag das neue Musikvideo aus dem Hause Böhmermann vorstellen, der ja gerne Unstimmigkeiten mit der deutschen Gangster-Rap-Landschaft unterhält (unvergessen auch seine Reinterpretation des Bushido/Fler-Klassikers „Mit dem BMW“):

 
(YouTube Direktlink)

Das ZDF Neo Magazin könnt ihr euch irgendwann im linearen Fernsehen ansehen – oder jeden Donnerstag ab 20 Uhr in der ZDF Mediathek. Der Zugang ist mit 17,50 Euro im Monat zwar etwas teurer als Netflix, dafür bekommt man aber eine umfassende Auswahl an uninteressanten Formaten gleich mit dazu. Wobei es teilweise doch ganz gute Podcasts gibt. In unregelmäßigen Abständen gezeigte Fußballübertragungen runden das Programm ab.

Go Right Ahead / Hips And Lips

Gerade und momentan keine Zeit zum weltverändernden bloggen. Daher erst mal zwei Musikvideos, die mir heute den Tag versüßt haben. Zum einen »Go Right Ahead« von den Hives, zum anderen »Hips und Lips« von Maxïmo Park. Warum diese beiden Clips? Na, weil The Hives eine meiner absoluten Lieblingsbands sind, ich das neue Album (»Lex Hives«) kaum erwarten kann und ich mich schon mal auf ihren RaR-Auftritt einstimmen will, und weil im Maxïmo Park-Video niemand geringeres als Thomas Turgoose (Shaun aus dem großartigen Film-Serien-Hybrid »This is England«) hier einen auf YouTube-Fan-Video macht. Außerdem sind die Songs gut. B)

 
(Vimeo Direktlink)

 
(YouTube Direktlink)

(beide Videos via Nerdcore)

tape.tv, Musikfernsehen im Internet

[Trigami-Review]

Video killed the radio star. Und YouTube hat MTV auf dem Gewissen. Was eigentlich kein allzu großes Problem ist. Zumindest solange man nicht im Land der Dichter und Denker lebt. Denn hier haben sich die hiesige Musikverwertungsgesellschaft GEMA und das Google-Videoportal überschlagen und sich einer wahrscheinlich noch mehrere Generationen andauernden Blutfehde hingegeben. Der Gelackmeierte ist wie so oft der Nutzer: Kein ordentliches (frei empfangbares) Musikfernsehen mehr und auch im Web keine Musikvideos mehr…1

Denkste! Denn hier kommt tape.tv ins Spiel, eine neue Generation von Musikfernsehen. Fernsehen as in diesem unidirektionalen Massenmedium aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Ja und nein, denn tape.tv verbindet das beste aus Good Old Television und interaktivem Internetz: Neben redaktionell gestalteten Musikvideo-Streams, z.B. nach Genre (Rock, Pop, Hip Hop usw.) und Stimmung (etwa Frühling, verliebt, traurig), und einem klassischen Hauptprogramm lässt sich tape.tv auch nach dem eigenen Geschmack umgestalten. Indem man Videos herzen und verbannen kann, passt sich das Programm automatisch an deine Hörgewohnheiten an. Und wenn’s das mal nicht sein soll, lässt man sich einfach von einem der vorgefertigten Streams berieseln.

Letzteres ist vor allem toll wenn die eigene Bude voll ist und man seinen Computer an nem schön großen Monitor und der Stereo-Anlage angeschlossen hat (as seen in my Wohnzimmer). Einfach einen der tape.tv-Channels aufgerufen und die Party läuft. Und wenn dann doch mal jemand spontan das neue Katy Perry-Video sehen will2, ist das auch kein Problem: Die tape.tv-Videothek lässt sich nämlich komfortabel durchsuchen und einzelne Videos gezielt ansteuern. Hierbei hat tape.tv dank Verträgen mit den vier großen Major-Labels Universal Music, Sony Music, EMI und Warner Music, sowie verschiedenen kleineren Independent-Labels etliche neue und alte Videos im Angebot.

Des weiteren hat’s mir der Live-Channel sehr angetan (siehe Screenshot). Dort werden komplette Konzerte von mehr oder weniger bekannten Bands gezeigt. Ich hab so z.B. die belgische Elektro Rock- und Dance Punk-Band „Goose“ kennengelernt, deren Auftritt ich jedem ans Herz legen möchte, der etwas für Synthesizer übrig hat. Und auch sehr nice: Man kann eigene, aus zehn Musikvideos bestehende Mixtapes erstellen und diese dann natürlich auch mit den eigenen Freunden und Followern „sharen“. Hier meins, das in einem Wettbewerb für die kurioseste Zusammenstellung sicherlich einen der vorderen Plätze belegen würde.

Also halten wir fest: Wer endlich mal wieder Musikfernsehen will, für den ist tape.tv genau das richtige. Durch die redaktionell betreuten Streams kann man einfach mal wieder abschalten und auf einfachster Art und Weise neue Musik entdecken. So wie’s – die Älteren unter euch erinnern sich vielleicht noch – einst mit MTV ging. Doch der entscheidende Vorteil: Wenn ich beispielsweise die Foo Fighters hasse (mir zwar unverständlich, aber so Leute soll’s ja geben), muss ich mir die bei tape.tv nicht geben. Einfach verbannen und schon führe ich ein Dave Grohl-freies Leben. Und durch die Mixtapes und das ganze Geshare™ würde ich fast soweit gehen und tape.tv als „Musikfernsehen 2.0“ bezeichnen. Jedoch nur fast, denn – und hier kommt ein kleiner Kritikpunkt – dafür bräuchte ich mehr 2.0: Wäre doch toll, wenn man die Mixtapes anderer Nutzer durchstöbern könnte oder sehen kann, was die eigenen (Facebook-)Freunde sich so ansehen… Aber ich bin mir sicher, sowas haben die Jungs und Mädels von tape.tv schon längst auf ihrer To-Do-Liste. :jaja:

Nun denn, hier geht’s zu tape.tv; hier findest du tape.tv bei Twitter und bei Facebook.

  1. Oder zumindest nicht überall alles. Stichwort: „Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfügbar.“ []
  2. Die Betonung liegt hier NICHT auf „sehen“. Bei Katy Perry geht es schließlich nur um die Musik. 😀 []