Ihr erinnert euch an Metas KI-Brillen, die intime Aufnahmen an externe Mitarbeiter weiterleiten? Ja, stellt sich heraus, dass es für genau diese Meta Ray-Bans einen Schwarzmarkt gibt, der den LED-Indikator, der nach außen signalisiert, dass gerade aufgenommen wird, entfernt. Für 50-100$. So Joanna Stern, die zuletzt mit ihrem eigenen, neuen Channel gestartet ist, in ihrem neuesten Video:
#meta (5)
Intime Aufnahmen von Metas KI-Brillen werden durch externe Mitarbeitende gesichtet
Die schwedischen Tageszeitungen Göteborgs-Posten und Svenska Dagbladet haben in einer umfassenden Recherche problematische Datenschutzrisiken bei der Verwendung von Metas neuen Ray-Ban-KI-Brillen aufgedeckt. […] Tausende Mitarbeiter der Datenannotationsfirma Sama [hatten] private Aufnahmen manuell verarbeitet.
Golem verweist auf die oben verlinkte englischsprachige Version der Recherche, die offenbart, wie Mitarbeitende in Kenia die Aufnahmen, die halt alles aus dem menschlichen Alltag zeigen können, sichten und Objekte in den Aufnahmen verschlagworten, um die KI-Systeme entsprechend zu trainieren.
Wenig überraschend, aber abermals „schön“, sich das ins Gedächtnis zu rufen. Gibt es eigentlich schon einen Glasshole-ähnlichen Begriff für Meta-Brillen-Tragende?
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Update, 16.03.: Wie 404Media berichtet (hier als Paywall-freie archive.is-Kopie, aber ihr wisst ja Bescheid über die Seite) hat der Soziologe und Hobby-Entwickler Yves Jeanrenaud eine Warn-App für Smart Glasses gebaut, die per Bluetooth die Kennungen der Geräte scannt und im Fall des Auftauchens in der Nähe eine entsprechende Warnung per dringlicher Notification anzeigt. Die App mit dem Namen „Nearby Glasses“ ist hier im Play Store und hier auf Github zu finden.
She Came Out of the Bathroom Naked, Employee Says
Bank details, sex and naked people who seem unaware they are being recorded. Behind Meta’s new smart glasses lies a hidden workforce, uneasy about peering into the most intimate parts of other people’s lives.
“Localhost tracking” explained
Erklärung wie Meta auf Android-Devices über eine ausgeklügelte Methode Trackingpixeldaten ohne Consent mit Nutzeraccounts verknüpft und übertragen hat. (via Webrocker)
“Localhost tracking” explained. It could cost Meta 32 billion.
You just can't finish off Zuckerberg.
Siri und das Branding von KI-Systemen
Alex hat im iPhoneBlog über das Branding der KI-Systeme von Apple & Co. geschrieben und dass Apple hier mit „Siri“ bereits eine hervorragende Marke besitzt. Eine Einschätzung die ich sehr teile, denn auch wenn Siri aufgrund ihrer begrenzten Fähigkeiten oft der Lächerlichkeit preisgegeben wird, ist es doch der einzige Assistent (neben J.A.R.V.I.S.), der popkulturelle Bedeutung erlangt hat. Siri ist für digitale Assistenten das, was die Marke Twitter für Microblogging war – allgegenwärtig.
Dass Google bei ihren Pixel-Phones nun mit „Pixie“ in eine auch phonetisch ähnliche Richtung geht, ist der richtige Schritt. Allen voran wenn man sich Googles katastrophale Markenstrategie ansieht (was mal ein eigener Post sein müsste). Und OpenAI lernt es wohl auch noch: Auf das viel zu technische „ChatGPT“ und „DALL•E“ folgte immerhin schon „Sora“.
Randnotiz: Meta, die im Gegensatz zu Google mit ihrer Dachmarke einiges richtig machen, setzt auf Meta AI, was aber ähnlich wie Microsofts Copilot ein guter Name für eine Metatechnologie ist, die in diverse Produkte Einzug findet.
Podcast: Adam Mosseri, Head of Instagram & Threads, im Interview bei 20VC
Interessantes Interview, das einige überraschende Einblicke in Instagram (z.B. dass der Foto-Feed nur noch der dritt meistgenutzten Ort in Instagram ist, nach den DMs und Stories) und den Start von Threads gibt.
20VC: Instagram CEO, Adam Mosseri on Threads: The Journey from 0-100M Users; What Worked, What Di...
Adam Mosseri is the Head of Instagram, where he is responsible for overseeing the engineering, product, and business teams.