#geschichte (74)

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11.955 BE*

Roland Emmerich: kein Mann großer Geschichten, sondern ein Mann großer Bilder. Dass sich das auch in 10.000 BC nicht ändern wird, ist natürlich schon vor Betreten des Kinos klar. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Emmerichs neuestes Werk Story-technisch wieder äußerst belanglos ist. Der Held will seine große Liebe retten. Wow. Spendiert den Autoren mal bitte jemand eine Nachhilfestunde in Heldensagen? Ein Viertklässler, den man beauftragt eine prähistorische Geschichte zu schreiben, könnte es wahrscheinlich genauso gut. Aber: Das ganze sieht größtenteils sehr gut aus. Coole Bilder? Check. Und – jetzt die Überraschung – mir hat’s eigentlich gefallen. Klar, den Film braucht kein Mensch, die Sache ist nicht konsequent durchdacht und das <spoiler>Ende kennt man quasi schon aus 300</spoiler>, aber: Kopf aus und Spaß gehabt. Dennoch eher was für den RTL-Sonntagabendfilm oder die DVDthek.

* 11.955 Before Emmerich

Filmposter in BRD und DDR

Wir bleiben bei Postern: In der Online-Austellung Geteilt – Vereint vom Haus der Geschichte präsentiert man derzeit die filmischen Kassenschlager von Ost- und Westdeutschland im direkt Vergleich samt Poster. Herausgekommen ist eine Gegenüberstellung mit durchaus bizarren Auswüchsen, die durchaus sehenswert, lustig und mitunter auch erschreckend ist. Während im Westen z.B. das weltweit bekannte E.T.-Poster verwendet wird, bewirbt man den „Farbfilm aus den USA“ im Osten fünf Jahre später mit diesem Dingen. Hässlich, aber unproblematisch. Beim Beverly Hills Cop sieht das anders aus: Da wird Eddie Murphy in der DDR nach allen Künsten der Rassenkunde diskriminiert (siehe rechts), was mit Sicherheit nicht in seinem Sinne gewesen ist. Weitere Merkwürdigkeiten, sortiert nach Jahrzehnt, gibt’s hier. (via F5)

köst.lich.es #7