#geld (33)

Seite 1 von 4

Wero Tracker – European Payment Adoption Progress

Follow Wero’s rollout across Europe’s banks and online shops.

Ich habe beim letzten Di-Day, wie es sich gehört, Wero in Betrieb genommen und muss sagen, dass das aktuell eine mittelschwere Enttäuschung ist. Technisch mag das ja alles funktionieren und die Idee, sich von den US-Zahlungsdienstleistern abzukoppeln, ist überaus begrüßenswert. Aber wie so oft im europäischen Tagesgeschehen finden wir bei Wero ein zerstückeltes und unzugängliches Wirrwarr vor – weshalb es ja so einen Tracker braucht. (via chez @heibie)

Macht meine Bank mit? Vielleicht. Gibt es eine App? Nein. Also doch, aber nur, wenn du Postbank-Kunde bist. „Bei allen anderen teilnehmenden Banken findest du Wero in deiner Banking-App“ heißt es im letzten Screenshot des App-Store-Eintrags der App. Kann ich damit schon irgendwo bezahlen? Nicht wirklich, aber die Website verspricht: „Schon bald kannst du mit Wero auch im Geschäft bezahlen, und weitere spannende Features stehen bereits in den Startlöchern.“

Und in meiner Banking-App: habe ich Probleme, Wero wiederzufinden. Kein Wero-Menüpunkt, kein Icon, kein gar nichts auf erster Ebene oder gar prominent platziert. Ich erinnerte mich dann daran, dass ich bei der Aktivierung widerwillig feststellte, dass Wero direkt mit meinem Girokonto verknüpft ist (und nicht wie bei PayPal ein eigenes „Konto“ darstellt), was mich Wero dann auch wiederfinden ließ – innerhalb meines Girokontos. 🤷‍♂️

Nutzeransprache und UX sind hier aktuell überaus dürftig. Eine Ausweitung der App auf weitere Banken wäre wünschenswert. Die Integration in bestehende Banking-Apps muss prominenter, mehr on brand und intuitiver werden. Ich wüsste nicht, wie man das gerade guten Gewissens seinen Eltern oder nicht technisch affinen Freunden erklären sollte. Insofern wäre meine Empfehlung, abwarten und nichts tun – was aber auch genau das ist, was ich mit aktivier­tem Wero jetzt tun werde bzw. tun muss, weil ich kann es ja nirgendwo benutzen.

Wero Tracker - European Payment Adoption Progress | OpenGraph Preview Image
werotracker.eu

Wero Tracker - European Payment Adoption Progress

Track Wero payment adoption across European banks. See which banks support P2P, online, and in-store payments.

The Case Against Crypto

Stephen Diehl erklärt mit Blick in die Geschichts­bücher sehr anschaulich, was das Problem mit Crypto­currencies ist und warum man die Finger von Bitcoin & Co. lassen sollte:

Crypto coins are simply speculative gambling products that only create a massive set of negative externalities on the world. It is introducing artificial volatility into markets untethered to any economic activity and creates an enormous opportunity cost where the only investment opportunity is as an economically corrosive synthetic hedge against all productive assets. This is not innovation, this is technical regression and flirtation with ecological disaster in a time when we cannot afford to gamble our planet’s fate on pyramid schemes and dog memes.

[Crypto] cannot create or destroy real money because unlike a stock there is no underlying company that generates income. So if you sell your crypto and make a profit in dollars, it’s exactly because a greater fool bought it at a higher price than you did. So every dollar that comes out of a cryptocurrency is because a later investor put a dollar in. […] For every winner there are guaranteed to be multiple losers.

Ich habe meine Cryptocurrencies aus genau diesem Grund und wegen der katastrophalen Ökobilanz vor einem Jahr abgestoßen.

Entwickler hat Bitcoins im Wert von 220 Millionen US-Dollar – und kennt das Passwort zum entschlüsseln nicht mehr

The password will let him unlock a small hard drive, known as an IronKey, which contains the private keys to a digital wallet that holds 7,002 Bitcoin. […]

The problem is that Mr. Thomas years ago lost the paper where he wrote down the password for his IronKey, which gives users 10 guesses before it seizes up and encrypts its contents forever.

Er hat noch zwei Versuche.

Schätzungen gehen derweil davon aus, dass rund 20 Prozent aller Bitcoins wegen verlorener Passwörter nicht mehr genutzt werden können. (via @foodfindr)

Ich habe derweil am Freitag – pünktlich zum Allzeithoch – meine wenigen Bruchstücke an Cryptocurrencies gewinnbringend verkauft. 😎