#fußball (47)

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Deutschland – Spanien

Finale! Und weil’s die letzten Male immer „so gut“ geklappt habt, verändere ich abergläubiger Kerl nichts: Ich tippe 3:1 für Deutschland, ein Tor von Schweinsteiger. Gesetzt sind sämtliche Ersparnisse, klar. Und keine Angst, denn wie sagte schon der Engländer Gary Lineker einst richtig: „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“

Ergebnis-Update: Hört mir auf…

Deutschland – Türkei

Beflügelt vom Sieg über Portugal habe ich das verzockte Ersparte von Österreich vergessen und habe mich wieder voll ins Wett-Business eingekauft: Deutschland siegt 3:1, ein Tor geschossen von Schweinsteiger. Zudem glaube ich, dass ich die Wett-Webseite überlistet habe und morgen sowieso ein reicher Mann bin. — Falls das doch nicht klappen sollte, freue ich mich aber auch generell über den Einzug ins Finale – wie auch immer unsere Ölfreunde (frei nach dem Motto „Ölfreunde sollt ihr sein!“) das anstellen werden. Ich bin mir jedenfalls sicher: Deutschland kommt weiter. Und wenn nicht, mach ich den Laden hier morgen dicht.

Ergebnis-Update: 3:2 für Schlaaand! Tore von Schweinsteiger (!), Klose und Lahm.

Portugal – Deutschland (und so)

Morgen Abend zeigt sich, ob unsere Elf vielleicht doch noch über sich wächst und Christiano Ronaldo & Freunde an die Wand spielt. Außerdem wird sich zeigen, ob das Schweizer Fernsehen die deutsche Nationalhymne diesmal richtig untertiteln kann. Im Spiel gegen die Österreicher hat man unseren Singsang nämlich anstatt mit „Einigkeit und Recht und Freiheit“ mit „Deutschland, Deutschland über alles“ versehen. (Quelle: Focus Online, via).


Kann natürlich mal passieren, wenn man zwei junge Sportredakteurinnen (lies: Tippsen), zu deren Stärken „Politik und Geschichte“ nicht zählen, damit beauftragt, den Text ausm Internet zu kopieren. Wer ahnt auch, dass die doofen Deutschen nur die dritte Strophe singen? Na ja, vielleicht bekommen wir morgen Abend die zweite, die kennt nämlich keiner.

Ich habe jedenfalls aus unserem knappen Sieg gegen die glorreichen Österreicher gelernt und – Spielsucht hin oder her – nur auf Sieg der DFB-Auswahl gesetzt. (Wundert ja auch nicht, ich habe ja schließlich meine sämtlichen Ersparnisse im Wert von 1,50 Euro verwettet.) Da ich den Schönling aber schon bei der WM begutachten konnte, weiß ich, dass wir das packen. Ganz bestimmt. Bestimmt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ach ja, und weil man in Blogs ja so seine subjektive Meinung kundtun tut: Dass Bundestrainer Jogi Löw (48, auch seine Frau nennt ihn Jogi) während des Spiels auf der Tribüne verweilen muss, finde ich mehr als lächerlich, ihr UEFA-Fritzls UEFA-Fritzen.

Ergebnis-Update: 3:2 für Deutschland durch Schweinsteiger, Klose, Ballack.

Das Wunder von Wien


Habe gerade den 45 Minuten langen Kurzfilm Das Wunder von Wien gesehen, eine fiktive Dokumentation über Österreichs Sieg bei der diesjährigen Europameisterschaft. Mit der äußerst gelungenen Mockumentary hat sich der ORF seinen Wunschtraum vom eigenen Sommermärchen erfüllt: der fiktive Bayern-Reservist Peter Hruska wird im Eilverfahren eingebürgert und schießt die österreichische Nationalmannschaft daraufhin ins Finale. Samt Neuauflage von Córdoba, Polen-Randale, roter Karte für Lehmann und Finalsieg gegen Holland (siehe ‚Bild‘). Dazu gibt’s Interviews und Kommentare mit (echten Personen wie) Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge, Leo Beenhakker (Trainer der Polen), Günter Netzer und Gerhard Delling, Toni Polster und Peter von den Sportis. Außerdem natürlich allerhand österreichische Prominenz.

Was dabei rausgekommen ist, kann sich sehen lassen und ist – um es mit des Kaisers Worten zu sagen – aus Sicht „des Deutschen“ zutiefst unterhaltsam. Einen Download gibt’s zwar leider nicht, aber dafür kann man sich den Film problemlos vom ORF auf den heimischen Computer streamen lassen. Und sollte das auch tun.

Köln im Ausnahmezustand

Oder: „Warum wurde hier die letzten Tage nichts gebloggt? – Die wirklich wahre Wahrheit über das verlängerte Pfingstwochenende des Eay.“ Ja, es war zwar körperlich anstrengend, aber vor allem schön. Freitag, Samstag, Sonntag: volles Programm. Montag: Ruhetag. Und jetzt Pfingstferien. Es könnte schlimmer sein. Um einiges. Aber eine Frage drängte sich immer wieder auf: wie hat das ganze eigentlich angefangen?

Es begann damit, dass ein angetrunkener Eay am Freitagnachmittag vorzeitig die äußerst wichtige juristische AG verließ, um sich mit @Limpi und @gamto auf den Weg gen E-Werk machte, wo an diesem Abend Kettcar spielen sollten. Der Weg dorthin war indes eine kleine große Herausforderung, da Köln aufgrund eines umgestürzten Lasters einem 405,15 km² großen Stau glich. Nichtsdestotrotz (Schleichwege ahoi!) rechtzeitig im E-Werk angekommen. Nach der austauschbaren Mittelmaß-Vorband Ola Podrida war’s dann endlich wieder soweit: Kettcar betraten eine Kölner Bühne.


Foto von Christoph! (CC: by-nc-sa)

Nachdem ja vor einem Monat bekannterweiseSylt„, das dritte Album der Hamburger, erschien, ging ich mit gemischten Gefühlen ins E-Werk. Als ausgewiesener Fan der ersten zwei Alben, konnte mich #3 nicht so ganz überzeugen. Aber: nach der Live-Rezeption ist auch dieses Kriegsbeil begraben – viele neue Songs sind live unschlagbar.

[Kurzer Werbeblock: Am 26.07. findet auch das Fest van Cleef in Köln statt. Yeah!]

Samstag ging’s dann sofort weiter. Nachdem @The_McLee und abermals @gamto (ja, ich erwähne deinen Twitter-Account jetzt so oft bis zu wieder anfängst) uns mit ’ner Runde Fifa auf den Rest des Tages einstimmten, ging’s zum ersten Kölner Sieg des Wochenendes: Im EnergyDome besiegten die Köln 99ers die Walter Tigers Tübingen gekonnt mit einem 96:76. Da es bei dem Spiel für beide Mannschaften eh um nichts mehr ging und Basketball halt nicht Fußball ist, war dieser Sieg nur irrelevant gut.

Das Fan-Herz hing erst am Sonntag am seidenen Faden: Der 1. FC Köln gegen den FSV Mainz 05. Hier ging’s für beide Teams um alles – Köln konnte den Aufstieg perfekt machen, Mainz den Aufstieg mit guten Erfolgsaussichten vorbereiten. Und dann: 2:0 für den FC. Das Stadion ist explodiert, sowas habe ich noch nie gesehen! Da ich leider keine Karten mehr bekommen hatte, war klar, dass das heimische Wohnzimmer zwecks Feierei verlassen werde musste. Gesagt, getan. „Nie mehr zweite Liga!“

Und plötzlich war es Montagabend. Zeit für Liberty City.

Das hier ist Fußball

Gerade eben Karten für das Topspiel des kommenden Jahres gekauft: Der 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli. Am Karnevalsfreitag. In Köln. Und Dank Fanfreundschaft darf man sich über jedes Tor freuen. Kann es etwas schöneres geben?

(Stimmt schon, eigentlich hätte dies ein Twitter-Eintrag werden sollen, aber ich vermute, dass durch’s ganze twittern das Bloggen zu kurz kommt. Ist aber nur ne Vermutung. I ❤︎ Twitter.)