#facebook

“Blogging is most certainly not dead”

Really enjoyed the latest issue of Kottke’s “Noticing” newsletter. A great collection of reader recommended blogs and newsletters, ending with a great quote by Kari, about why she keeps on blogging:

I also keep it out of spite, because I refuse to let social media take everything. Those shapeless, formless platforms haven’t earned it and don’t deserve it. I’ve blogged about this many times, but I still believe it: When I log into Facebook, I see Facebook. When I visit your blog, I see you.

koest.lich.es (13/2018)

„The web is under threat.“

Tim Berners-Lee bleibt auch zum am Montag stattgefundenen 29. Geburtstag des World Wide Web seiner alten Tradition treu und beschrieb den aktuellen Zustand seiner Erfindung. Neben der Herausforderung, die noch nicht vernetzte Hälfte der Weltbevölkerung online zu bringen, macht er als größtes Hindernis für ein innovatives, inklusives Web die dominanten Plattformen aus:

The web that many connected to years ago is not what new users will find today. What was once a rich selection of blogs and websites has been compressed under the powerful weight of a few dominant platforms. This concentration of power creates a new set of gatekeepers, allowing a handful of platforms to control which ideas and opinions are seen and shared.

These dominant platforms are able to lock in their position by creating barriers for competitors. They acquire startup challengers, buy up new innovations and hire the industry’s top talent. Add to this the competitive advantage that their user data gives them and we can expect the next 20 years to be far less innovative than the last.

Gerade der Punkt des Aufkaufens von Startups und Talenten ist ein interessanter, strebt anscheinend doch ein jeder den lukrativen Exit durch Google & Co. an. Tatsächlich ist auch bekannt, dass etwa Facebook ganze Datenbanken mit Konkurrenzprodukten und innovativen, möglicherweise gefährlich werdenden Startups betreibt, die im besten Fall gekauft, im schlechtestem Fall durch Copycats aus dem Markt gedrängt werden.

Die Abschaffung der Netzneutralität und weitere Nonsens­reglementierungen tun ihr übriges, so dass Sir Tim womöglich recht behalten wird. Andererseits befinden wir uns dann schon inmitten der zweiten 20 Jahre und können langsam wieder daran arbeiten, aus dem Tal der Innovations­losigkeit herauszukommen. Webstandards wie Webmention und Micropub stimmen mich zuversichtlich, dass wir den Plattformen bald doch etwas entgegen­zusetzen haben. So oder so: Es bleibt spannend.

How Twitter, Micro.blog and Mastodon could team up to compete with Facebook

Brian Hendrickson has a point:

When small social networks like Twitter and Google Plus start to interoperate with open source networks and blogs, they could eventually form a large enough base of users to “flip the iceberg” and have more usage than the dominant, non-interoperable player: Facebook.

I don’t know if it will be any of these services, but I’m sure this will happen sometime in the near future. The W3C is actively pushing new standards like Webmention and Micropub to boost a more interoperable, „social network-like“ open web. My guess is that Google will be on there forefront of this movement, because they’re intrinsically interested in indexable and searchable content (and meta data), while Facebook keeps building walled gardens.

When this shift happens, Twitter will be an attractive takeover target again. And the day users are able to tweet to people outside of Twitter will be the first day of the end of the Facebook as we know it.

Robot Uprising II: Facebook-KI erfindet eigene Sprache, Experiment gestoppt

Eine von Facebook erschaffene künstliche Intelligenz hat während eines Experiments eine Sprache erschaffen, der selbst die Entwickler nicht mehr folgen konnten.

Bob: i can i i everything else . . . . . . . . . . . . . .
Alice: balls have zero to me to me to me to me to me to me to me to me to
Bob: you i everything else . . . . . . . . . . . . . .

I, for one, welcome our new artificial overlords.

Felix Schwenzel über eingemauerte Gärten und geteiltes Gemüse

wir sollten unser gemüse vor allem in unseren gärten anpflanzen, die kulturtechniken des gartenbaus weiter pflegen — ohne unsere gärten selbst zuzumauern. aber warum sollten wir unser selbst angebautes gemüse nicht auch auf dem grossmarkt anbieten, wenn dort die meisten interessenten sind? wenn es süsse trauben nur auf dem grossmarkt und nicht in den nachbargärten gibt, warum darauf verzichten?

Eigentlich geht es ums Bloggen und warum man seine Artikel mit AMP und als Instant Articles im Volltext zu Facebook & Co. schieben sollte.

Ich bin ja tendenz- und prinzipiell eher dafür die Leute zurück auf’s Blog zu holen, aber das ist wahrscheinlich eher utopisch und von Gestern. Im Moment werden ja nur die Headlines auf der chronisch unterliketen Facebook-Seite dieses sträflich vernachlässigten Blogs gepostet, aber ich könnte mir schon vorstellen hier bald eine ähnliche Strategie wie Felix zu fahren.

Syndizierte Königsklasse wäre dann natürlich noch ein Zusammenspiel von Blog und Messaging-Diensten zu bauen, so dass neue Artikel (in angemessener Form und Frequenz) zu WhatsApp & Co. geschoben werden. Hm…1

  1. @foodfindr, das wäre doch eigentlich unser Use-Case!