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Telekom schaltet De-Mail ab

Mit De-Mail wollte die Regierung eine sichere elektronische Behördenpost etablieren. Nach zehn Jahren und Hunderten Millionen Euro Verlust steigt die Telekom nun aus. Das Ende des Projekts ist das womöglich noch nicht.

Der De-Mail-Dienst (Link zu einem langen, bis zum Absatz „Kritik“ sehr langweiligen Wikipedia-Artikel) wurde vor über zehn Jahren per Gesetz eingeführt – und von Privatleuten, Geschäftswelt und selbst Behörden so gut wie gar nicht angenommen oder genutzt. Das Ausscheiden der Telekom ist nur ein weiterer Sargnagel in dieser überfälligen, digitalen Leidensgeschichte.

Zur Sicherheit verschickt das Bonner Unternehmen die Kündigungsschreiben nicht nur über die Mail selbst, sondern auch per Briefpost.

🤣

Doch Überraschung: Auftritt 1und1/GMX/Web.de, die nun scheinbar die wenigen Telekom-Kunden übernehmen und den „Bullshit made in Germany“ aufrechterhalten wollen. Prima.

The Web, Worldwide

Spannendes Projekt, das die digitalen Gegebenheiten in verschiedenen Ländern aufzeigt. Laut Entwickler Tim Kadlec u.a. auch dazu um seinen Kollegen ein Tool an die Hand zu geben, damit wir unsere Webseiten und Apps besser für andere Nutzungsszenarien optimieren können, wie er hier schreibt:

As the traditional Western markets have started to reach saturation, the next wave of users will be coming from countries with an entirely different set of constraints around using the web. One of the biggest challenges we — the designers and developers building the sites and applications on the web — face is broadening our perspective.

(via Anselms großartiger Web Development Reading List, #162)