
Wie hier oben und bei Nerdcore noch mehrmals zu sehen ist, hat sich jemand „fankreativ“ ausgetobt und zu Tarantinos großartigen/m Inglourious Basterds ein paar Retro-Cover im Jack Kirby-/Marvel-Stil gezaubert. Gefällt.
#60er (16)
Radio brennt
Radio Rock Revolution, der mit Originaltitel übrigens völlig alliterationsfrei „The Boat That Rocked“ heißt, handelt von einem Piratensender in den 1960er Jahren, der die britischen Inseln mit Rock’n’Roll und Schimpfworten versorgt. Und zwar von einem Schiff inmitten der rechtsfreien Nordsee. Klar, dass Obrigkeit und Sittenwächter toben, weshalb dennoch ein Verbot des Senders in die Wege geleitet wird – doch indes können sich die Piraten des Volkes Rückhalts sicher sein. (Angelehnt ist das ganze an die wahre Geschichte des von der See aus sendenden Piratensenders Radio Caroline, den es heute übrigens immer noch gibt.)
Im Klartext heißt Radio Rock Revolution: 120 Minuten intelligenter Klamauk und feinste British Invasion á la Beatles, Kinks und Rolling Stones. Da schlägt das Musikliebhaberherz um einiges höher – und ehe man sich versieht, kauft man sich mir nichts, dir nichts, wie meiner einer den wunderbaren Soundtrack, der – wie sollte es bei einem Musikfilm anders sein? – ganz klar Herzstück und Motivation des Films ist. Hinzu kommen grandiose Schauspieler (Philip Seymour Hoffman anyone?!) und einige aufgesetzte Nebenplots, die die Geschichte des rockenden Boots um rivalisierende DJs, eine ominöse Vater-Sohn-Beziehung und ein bisschen Sex erweitern, aber lediglich wie ein notwendiges Übel wirken. Denn hier geht’s – abgesehen von der überaus leckeren Portion zivilen Ungehorsams – tatsächlich nur um Musik. Wer aber diese Musik liebt, wird auch Radio Rock lieben.
Und als Bonustrack bietet sich noch eine ganz andere, nicht so weit hergeholte, aber unkonventionelle Lesart an: Wie die Rock-Piratensender dem Volk ihrerzeit das gaben, was ihnen Obrigkeit und Sesselpupser verwehrten: nämlich Rock’n’Roll anstelle von Schlagern und Operetten, so sind es heute die Piraten, vom Pirate Bay und der Partei, die in die Breche springen und die kriminalisierte Bevölkerung mit dem versorgen, was sie will. Was wir natürlich auf eine legale Art und Weise gut finden. Es bleibt also nur eine Frage der Zeit, bis die Geschichte des auf einer Bohrinsel stationierten Torrent-Trackers verfilmt wird…
Batman, der Floskelkönig
Campy Batman erklärt die Welt. Made my day und generell sollte jeder aus dem Stegreif eine diese Weisheiten zitieren können – dann wäre diese Welt eine bessere!
The Beatles‘ last concert
Ich hab hier ja schon das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich ein großer Freund von John & Paul & Ringo & George bin. Daher ganz toll: bei YouTube kann man sich dieser Tage den letzten öffentlichen Auftritt der Beatles, das legendäre Konzert auf dem Dach des Apple-Building am 30. Januar 1969, ansehen: Teil 1, Teil 2, Teil 3. (via)
Trashige Opening Title

Nachdem wir hier letztens eine flickr-Sammlung von Filmenden verlinkt haben, muss ich ja noch meiner Bloggerpflicht auf Vollständigkeit nachkommen und die Opening Titles nachliefern: diese Galerie sammelt die berühmt berüchtigten Opening Titles von B-Movies der 50er, 60er und 70er Jahre. Herrlich trashig und schade, dass es sowas heute nicht mehr gibt… (via)
„Barbarella Ba-ba-barbarella“

Das beste SciFi-Outfit neben Leias Metal Bikini? Das hatte ganz klar Barbarella – vor genau 40 Jahren! SpOn war das ganze eine kleine Hommage an den psychodelischsten Film aller Zeiten wert: 40 Jahre Barbarella – Halbnackt im Weltall. Ich schätze das Original zwar sehr, freue mich aber auch auf ein zeitgemäßes, abgedrehtes Remake. Wie ist der Stand der Dinge, Herr Rodriguez? Und viel wichtiger: wer ersetzt Jane Fonda? (via)

